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Anderstedt ist die Hauptstadt vom Königreich Borburad.

Die Einwohnerzahl grenzt an 20.000 und die Stadt stößt hiermit an die Grenzen innerhalb befestigter Mauern, von denen sie zum Schutz der Hauptstadt umgeben ist. Überdies gibt es im Zentrum der Stadt einen weiteren Mauerring. Im Zentrum dessen befinden sich die Anwesen der Ritter, Knechte und der Berater des Königs sowie deren Diener und Gesinde.

Reisende empfinden die Stadt vielleicht als etwas "zu klein" für diese Zahl von Bürgern. Die Straßen sind fast immer gut gefüllt bis überfüllt und wirken an manchen Stellen etwas eng. Viele geben die Schuld an die Pioniere und ersten Einwohner des Königreiches, die diese Hauptstadt damals nicht groß genug planten. Doch insgeheim ist bekannt, dass die Stadt damals zwar groß geplant war, da für etwa 3.000 Personen eine Stadt errichtet wurde, die gut und gerne etwa 15.000 Einwohner aufnehmen konnte, doch im Laufe der Geschichte sich mehr als diese Zahl von Bürgern dort nieder ließen.

Dennoch wird die Stadt gut bewacht und verwaltet. Irgendwie schafft es die Regierung, den Überblick zu bewahren und allen Bürgern eine Heimat zu bieten. Vielleicht liegt es aber auch an der großen Zahl von Herbergen und Gaststätten, die sich im Laufe der Jahrhunderte hervor getan haben.

Es gibt ein paar kleinere Hütten und Holzgebäude außerhalb der Stadt, die an deren Ostgrenzen errichtet wurden. In ihnen leben entweder Personen, die keine Mauern brauchen (oder mögen) oder einfach nur froh sind, überhaupt irgendwo eine Unterkunft zu haben. Der König läßt auch dieses Gebiet außerhalb der eigentlichen Stadtgrenze von Wachen und Gardisten patroullieren. Allerdings nennen einige Adlige oder schadensfrohe Mitbürger diesen Bereich der Stadt den "Aussätzigen Bereich", "das Außerhalb", "draußen" oder andere, zumeist abfällige Bezeichnungen. Jedoch sorgr die Regierung dafür, dass dieser Teil der Stadt nicht heruntergekommen aussieht und sich das Verbrechen dort nicht niederlassen kann.

Seit Mitte des Jahres 2 NZ (= Neuzeit) befinden sich 12 Tempel verschiedener Götter um ein Gebiet herum, das ehemals das "verseuchte Gebiet" war, jedoch nach der legendären Schlacht gegen einen Erzdämonen (siehe Eintrag im Artikel über das Königreich Borburad) verschwand. Diese Tempel bestehen aus jeweils zwei Tempel für eine ihnen gewidmete Gottheit. Sie unterscheiden sich in ihrer Bauweise und im Aussehen völlig voneinander, ja sogar die Tempel der gleichen Gottheit wurden unter verschiedenen Aspekten des verkörperten Gottes oder der verkörperten Göttin erbaut. In der Mitte des Gebietes entstand eine Art Friedhof und Mahnmal zu Ehren der Opfer der Schlacht. Außerdem bildet sich allmählich ein kleines Dorf in diesem Gebiet. Dieses hat noch keinen offiziellen Namen, doch Benennungen wie "Dämonenwacht", "Schlachtenerbe", "Tempelstadt", "Anderstedt Ost" oder "Mahnwache" machen die Runde. Das Dorf setzt sich aus überlebende Personen und Angehörigen verschiedenster Völker, die an der Schlacht teilnahmen, zusammen. Die Götter selbst wissen, warum sich Leute dort niederlassen. Ob aus Misstrauen, weil Dämonen vielleicht erneut das Gebiet heimsuchen könnten, aus Gründen der Trauer oder aus Gründen der Heimatlosigkeit oder sonst irgendwelcher Gründe; fast alle Bewohner des Dorfes haben keinen anderen Platz oder Ort, an dem sie sich niederlassen wollen (oder können).