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Grundsätzliches

Börnsland ist eher eine Insel als ein Land, jedoch wird diese Insel autonom von anderen Einflüssen verwaltet und regiert. König des Landes ist der Namensgeber Robert Börn, der das Land mit einer Gruppe Reisender und Helden um etwa 13 Jahren vor NZ (Neuzeit) entdeckte und besiedelte. Aufgrund seines umsichtigen Handelns, seines Wissens und seiner spontanen, richtungsgebenden Art in schwierigen Situationen zu reagieren und für Zusammenhalt zu sorgen, wurde er von den "Besiedlern" nach einigen Monaten zum König über das Land gewählt. Somit wurde er ebenfalls für viele Dinge, die einen Namen bedurften, Namensgeber.

Das Land ist wie eine Ansammlung riesiger Berge voller Rohstoffvorkommen und einige Täler zwischen ihnen, mitten im Meer. Das Land ist sowohl reich an Hügeln und Bergen wie auch reich an Natur und Wiesen auf und zwischen den Bergen und Hügeln. Ein Vulkan im Nordwesten ist ebenso enthalten wie zahlreiche Wälder, Hügelkämme und kleinere Berge. Es gibt zwei Häfen, die nach ihrer Lage Börnshafen Süd bzw. Börnshafen Nord genannt wurden. Die Hauptstadt wurde Börnsted genannt und das Burgschloß befindet sich einige Wegstunden nordwestlich der Stadt.

Die Haupteinnahmequellen des Landes sind der Handel mit Börnstahl (siehe unten) und anderen Waren und der Tourismus.


Völker

Die Völker, die heute das Land bewohnen, sind vor allem im letzten Jahrzehnt recht zahlreich von anderen Ländern gekommen. Zu diesen Ländern allen voran gehören Königreich Kingdora, Recklin und auch das Reich der Wikinger, da die Wikinger ursprünglich den südlichen Hafen gegründet hatten.

Danach kamen viele andere Völker wie Barbaren, Harvoxer, Telimanchai, Gnar-Zwerge und die Vebagk. Ja, sogar Bewohner aus Lendor sind zu finden. Allen voran die "Gnomenvereinigung Lendorer Bauherren für ein besseres Lendor" und "Gnomischen Verteidiger und Schmiede Lendors", die seit kurzem offizielle Handelsniederlassungen im Börnsland unterhalten, da sie sich untereinander um den Aufkauf des Börnstahls streiten.

Bedingt durch das Labyrinth sind viele Helden auf der Insel gewesen oder auch geblieben. Etwa die Hälfte der Helden, die sich vor dieser Herausforderung nicht ängstigten, starben darin. Dies ist dem Ruf des Labyrinths jedoch nicht abträglich, denn noch immer pilgern viele deswegen auf die Insel (siehe unten den Eintrag über Militär, Helden und das Labyrinth).


Börnstahl

Besonderheit dieses Landes ist das große Vorkommen von einer neuen Art von Stahl. Dieser ist tiefschwarz und hat eine Reihe besonderer Eigenschaften. Zum einen muss der Stahl sorgsamer beim Schmieden behandelt werden und es dauert etwas länger ihn zu schmelzen und zu verarbeiten. Zum anderen sind die Waffen, die aus ihm geschmiedet werden, viel härter und gefährlicher. Auch haben einige Magier festgestellt, dass der Stahl beim Schmieden besonders anfällig gegenüber Magie ist und man demnach einige Zauber darin einschließen kann.


Regel-Informationen für Börnstahl

Spielleiter sollten, aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Stahls, einer Waffe aus Börnstahl einen Schadensbonus von 10 - 20% gegenüber gleichen Waffen aus anderem, normalen Stahl geben. Desweiteren sind die Preise mindestens doppelt so hoch für solche Waffen und je weiter sie von der Insel entfernt vorkommen, desto teurer werden sie verkauft. Dies läßt sich einfach mit der Seltenheit des Stahls fern der Insel und den verschiedenen Reisewegen (und Zöllen), die die Ware bereits hinter sich hat, erklären. So sind z. B. Börnstahl-Waffen bei den Vebagk nicht unbekannt, aber um ein vielfaches teurer und seltener.


Militär, Helden und das Labyrinth

Das Militär des Landes, das zum Teil aus ehemaligen Helden und Freunden von Robert Börn besteht, ist eines der besten, ist doch Robert Börn selbst zum Großteil der Zeit der Ausbilder und läßt Rekruten wie Untergebene Militärangehörigen an seinen reichhaltigen Erfahrungen teil haben. Ja, er legte sogar im Keller des Schlosses ein riesiges, labyrinthartiges Gewölbe an, worin einige Monster und Tiere frei gelassen wurden. Es entstand über die Jahre eine regelrechte Flora und Fauna unter dem Schloss, mit eigener Bevölkerung.

Dieses Labyrinth wird gerne als Probe benutzt, um wahre Helden zu finden. Diese können sich darin beweisen, am Ende einer militärischen oder sonstwie gearteten Ausbildung eine komplette Woche (mit einigen Tagen Proviant) dort unten zu überleben und das andere Ende des Labyrinths zu erreichen. Robert Börn schafft auch immer wieder neue Bedrohungen und Monstern oder einfache Tiere dort hinab, um, so wie er sagt, "den bedrohlichen Bestand aufzufüllen"! Das Labyrinth, deren wahre Größe nunmehr nur noch geahnt werden kann, soll sogar einige geheime Tunnel und Ausgänge in die Wildnis besitzen.


Spielleiter-Informationen

Robert Börn (eigentlich war sein Nachname Burns), ein Teil seiner heutigen Freunde und der Börnstahl sind nicht von dieser Welt. Die wahre Geschichte dahinter ist lange, komplex und wird von Robert und seinen Freunden geheim gehalten. Normale Sterbliche, Reisende und Helden von Mar werden wohl nie näheres darüber erfahren. Trotzdem möchte ich diese vielleicht interessanten Geschichten niemandem vorenthalten. Sie sind hier in kurzer Form nachzulesen.


Herkunft von Robert Börn

In einer anderen Welt, unserer Erde im 21. Jahrhundert ähnlich, flog Robert mit seiner Freundin Diana Evenstar und einigen anderen Freunden in einem Helikopter in der Landschaft herum und genoss die Aussicht. Es war der zweite Tag ihres langen Urlaubes. Da sie unter anderem Abenteurer und eben Hobbyflieger waren, waren sie auch an diesem Tag unterwegs.

Sie kamen plötzlich durch ein unsichtbares Portal in die Welt von Mar, eben in die Nähe der Insel über dem Meer. Sie waren verdutzt und unsicher, wo sie waren. Also landeten sie auf der Insel und sahen sich erstmal um. Da sahen sie ein Schiff im Norden, das wohl gerade anlegte. Sie machten sich auf den Weg dahin und mussten bald erkennen, dass es sich um „rückschrittliche“ Menschen handelte (es waren ehemalige Bewohner von Kingdora, die diese Insel besiedeln wollten).

Da die Gruppe Informationen wollten, was eigentlich vor sich ging und wo sie waren, näherten sie sich den seltsamen Leuten. Sie kamen ins Gespräch mit ihnen und gaben an, ebenfalls vor kurzem auf diese Insel geraten zu sein (aus dem Westen). Als sie erfuhren, dass die Menschen von Kingdora kamen und sie sogar ein paar „Elfen“ mit ihren spitzen Ohren sahen, wussten sie, dass sie nicht nur in einer anderen Zeit, sondern in einer komplett anderen Realität bzw. Welt waren.

Bald verabschiedeten sie sich von den Leuten und gingen daran, ihren Helikopter auf zu suchen. Sie flogen ihn relativ niedrig am Boden und verborgen von den anderen in ein Waldstück. Dort versteckten sie ihn unter Zweigen, Unterholz und Büschen. Sie gingen zurück zu den anderen, um ihren Urlaub ein wenig anders als geplant zu verbringen. Es schien für sie wie ein aufregendes Abenteuer.

Für die Siedler wurden sie in den nächsten Tagen so etwas wie Führungspersönlichkeiten, da sie immer einen Vorschlag parat hatten, schnell dachten und Probleme gerne in Angriff nahmen (außerdem waren einige Methoden und Ansichten fortschrittlicher und somit effektiver).

Der schwarze Stahl

Diana verlor an einem Tag eine Münze. Diese Münze war aus ihrer und Roberts Welt und bestand aus einer modernen Legierung unterschiedlicher Metallen, die sie durch und durch schwarz machten. In ihrer Welt spielte Bargeld und Münzen nur noch eine untergeordnete Rolle, da sie durch Kreditkarten und Kreditchips verdrängt wurden.

Ein Schmied sah das ungewöhnliche Metall, das Diana vom Boden aufhob. Er wollte es betrachten und bekam es von einer unsicheren Diana gereicht. Der Schmied war fasziniert von dem Metall und stellte Fragen noch und nöcher. Robert entschied sich dazu, dem Schmied mehr von den Münzen zu geben. Diese schmolz er jedoch sicherheitshalber ein (damit keine Prägungen mehr zu erkennen waren) und zeigte dem Schmied den Kessel. Der Handwerker begann sogleich einen Dolch daraus zu schmieden. Dieser war im Endprodukt leichter und effizienter als Dolche der gleichen Art aus anderen Metallen. Man konnte mit ihm viel geschickter umgehen.

Robert sah in den Augen des Schmieds bereits die Goldmünzen schimmern, als dieser ihn fragte, wo man noch mehr dieses ungewöhnlichen Stahls bekommen könnte. Robert log und behauptete, sie hätten es beim Vulkan gefunden. Da der Schmied sich jedoch sicher war, bestimmt mehr davon finden zu können (und sich nicht von der Idee abhalten ließ), machte er sich mit einer kleinen Gruppe Reisender zu dem Vulkan auf.


Zurück zur anderen Welt

Unterdessen suchte die Gruppe um Robert Börn ein besseres Versteck für ihren Helikopter. Zufällig entdeckten sie einen Hügel im Nordwesten, in dem mehrere Höhlen waren. Sie konnten den Helikopter und ihre sonstigen Dinge „aus der Zukunft“ dort verstecken. Allerdings mussten sie dabei auch gegen einige einheimische Tiere wie Bären, Raubkatzen und dergleichen vorgehen, die sich in den Höhlen und drum herum hin und wieder zeigten.

Die Gruppe bekam außerdem die Idee, nach dem Portal zu suchen. Und sie fanden es wirklich noch an gleicher Stelle, denn sie waren plötzlich wieder in ihrer Welt. Sie berieten sich. Einige wollten nicht mehr zurück zu den „Rückschrittlichen“ doch Robert, seine Freundin und einige andere wollten ihren Urlaub weiterhin dort verbringen. Man trennte sich.

Sie flogen die nächsten Nächte öfter hin und her, nahmen einen größeren Helikopter mit, beluden beide mit Computern, Alarmanlagen, Solaranlagen, Sprit, modernen Geräten, Instrumenten und anderer Ausrüstung und verbargen alles in ihrem Hügel. Diesen bauten sie auch innerhalb weniger Tage zu einer Art bewachten Festung aus, damit niemand ungesehen zu nah kommen könnte. Sie holten sogar zwei Autos und einige Motorräder in die Welt, da sie die Insel weitab von den Siedlern selbst ein wenig bereisen wollten, auf ihre schnellere und fortschrittlichere Art.

Die Siedler fragten sich, ob es auf der Insel Drachen gäbe, da „merkwürdige Geräusche“ nachts zu hören waren. Da es vermutlich um die Geräusche der Helikopter handelte, schwiegen die Besucher der Welt und antworteten auf Fragen nur, dass sie keine Drachen gesehen hatten.


Gestrandet

Irgendwann musste Robert mit Entsetzen feststellen, dass das Portal verschwunden war. Er suchte mit seiner Gruppe die Gegend des Portals ab, um sicher zu gehen, dass es sich nicht einfach einige Meter bewegt oder gedreht hatte. Es war ganz und gar verschwunden. Aus dem Urlaub in der fremden Welt wurde grausame Realität. Sie waren gestrandete Fremde, für immer gefangen.

Nachdem sie noch ein paar Mal das Portal ergebnislos suchten (und damit ihren wertvollen Treibstoff mehr und mehr aufbrauchten), gaben sie es schließlich auf. Sie mussten sich, genau wie die Leute aus Kingdora, auf dieser Insel eine neue Heimat aufbauen.


Aufbau der neuen Heimat

Robert sah es jedoch bald als neue Herausforderung und als Möglichkeit, Herrscher zu werden. Immerhin verlangten die Siedler bereits seit Tagen von ihm und seinen Leuten, dass sie sie anführen sollten. Er baute mit seinen Freunden und den anderen Leuten einige Hütten in einem größerem Tal nicht allzu weit des Hügels, damit sie die Leute mit Hilfe von Ferngläsern und Überwachungselektronik im Blick haben konnten.

Er ließ sich von den anderen Siedlern, die von der Idee begeistert waren, zum Herrscher der Insel ernennen. Zuerst wurde diese ihm zu Ehren „Börninsel“ und später „Börnsland“ genannt. Sie alle arbeiteten daran, aus der Umgebung der Hütten eine Stadt zu bauen, diese durch die einheimische Flora und Fauna zu versorgen und mit einer befestigten Straße zum Norden hin, wo das Schiff vor Anker lag, zu verbinden. Immerhin reiste eine Mannschaft bald wieder ab, um mehr Reisende (und neue Siedler) aus Kingdora zu holen.


Höhlen im Verborgenem

Unterdessen durchsuchten die Freunde von Robert weiterhin die Höhlensysteme, die vom Hügel teilweise bis unter das Flachland reichte. Sie bekamen die Idee, einen neuen Tunnel nach Norden zu graben, damit sie dort auch die Nähe des entstehenden Hafens im Blick hatten. Einige Höhlen gingen bereits grob in diese Richtung.

Sie entdeckten auch Spuren einer alten Zivilisation in einigen Tunneln, die in einem kleinen Tal im Westen der Insel gelebt haben musste. Wohl auch Einwanderer, wie die aus Kingdora, denn in den Ruinen fanden sie Rückstände von Möbeln und Einrichtungsgegenstände, Gold, Edelsteine und sogar Bücher. Diese Bücher waren jedoch teilweise der Witterung ausgesetzt und größtenteils alt, grau und halb zerbröckelt. Zudem in einer für sie unbekannten Sprache geschrieben. Was aus den ehemaligen Siedlern wurde, konnte man nicht mit Bestimmtheit sagen. Nur, dass ein paar Häuser wohl abgebrannt waren, jedoch keine Leiche und kein Schiff in der Nähe war. Vielleicht eine überhastete Abreise?


Das Schloss

Bald forderten die Bewohner des Börnslandes eine prunkvolle Behausung für den Herrscher und Abenteurer, also ließ Robert, ebenfalls nicht weit weg von der Stadt und dem Hügel, die Arbeiten an einem Schloss beginnen. Er ließ den Tunnel zu den Ruinen des Dorfes zuschütten und führte danach einige Siedler dorthin, um alles zu holen, was vielleicht noch von Interesse war. Derweil bildeten sich Gruppen von Fischern, Jägern, Holzfällern, Minenarbeitern und mehr. Robert + Freunde hatten es ganz gut im Griff, sie vom Hügel und von den Tunneln fern zu halten. Der Hügel war unter anderem nicht so interessant wie die Berge und Wälder.


Besucher aus dem Südwesten

Nach einiger Zeit kamen Wikinger und Reckliner aus dem Süden und Südwesten mit Wikingerschiffen zu besuch. Wikinger kannten bereits diese kleine Insel, jedoch war sie für sie nie wirklich von Interesse, da sie so viele andere Länder und Völker bereisten. Herrscher Robert ließ den Südhafen gründen und schloss mit den Wikingern Verträge, wonach sie vom Südhafen aus in verschiedene Teile der Welt segeln oder von dort kommen konnten, um Waren und Passagiere zu transportieren. Ein reger Strom Einreisender und Touristen war nach einiger Zeit die Folge.


Der Magier und die Münze

Ein ungewöhnlich experimentierfreudiger Magier ließ sich in eine der Hütten nieder. Dieser verzauberte jeden Tag etwas neues, um ungewöhnliche Ideen zu erproben, neue Zauber und neue magische Gegenstände zu erschaffen. Meistens klappten seine Ideen nicht und er verwarf sie frustriert, nur um neuen Ideen nach zu hängen. Eines Tages wirkte er mehrere Verdopplungszauber, die er selbst entwickelte, auf eine Münze. Doch es klappte scheinbar nicht. Frustriert schmiss er die Goldmünze weg. Robert, der in der Nähe war und dies mitbekam, sammelte diese auf und steckte sie in seinen Geldbeutel. Immerhin war Gold eben Gold und man sollte es nicht einfach wegschmeißen.

Am nächsten Tag wunderte sich Robert, dass sein Geldbeutel so prall gefüllt war. Er untersuchte den Inhalt und konnte es kaum fassen. Seine Münzen hatten sich verdoppelt. Er brach heimlich zum Hügel auf, wo er mehrere Haufen aus seinen Münzen bildete, die alle mindestens einen Meter voneinander getrennt waren. Nach diesem Prinzip ging er jeden Tag vor. So konnte er bald zum einen feststellen, welche Münze die "Verdopplungsmünze" war, und zum anderen, dass der Bestand der Münzen sich über nacht mit der betreffenden Münze stets verdoppelte. Er erinnerte sich an die Münzen seiner alten Welt, da dessen Stahl von dem einen Schmied so begehrt wurde. Der Schmied suchte immer noch mit einer Expedition die Umgebung der Vulkane ab.


Die Quelle des Börnstahls

Robert legte die Verdopplungsmünze zu seinen schwarzen Geldstücken. Am nächsten Tag hatten sich diese doch tatsächlich auch verdoppelt. Bald darauf sagte er seinen Freunden bescheid. Sie legten alle Münzen zusammen in eine Höhle und ließen sie für einige Tage dort mit der magischen Goldmünze liegen. Danach schmolzen sie das Metall ein und brachten es den Schmieden. Auch jenem, der immer noch die Umgebung der Vulkane absuchte. Diese schmiedeten neue Werkzeuge und Waffen und waren ganz und gar fasziniert von dem Metall, das „Börnstahl“ genannt wurde. Robert vermied es jedoch, seine „Miene“ oder „Quelle“ zu verraten.

Nach einigen Wochen jedoch entschied sich Robert dazu, die Verdopplungsmünze mitsamt einer Truhe von schwarzen Münzen im Meer in einer westlichen Strandbucht, nicht weit von den Ruinen entfernt, zu versenken. Zum einen wollte er sagen können, dass er Münzen auch in den Ruinen gefunden hatte und zum anderen spekulierte er auf ein Unterseeisches Reservoir, dass er seinem Volk als „Quelle“ oder „Miene“ verkaufen konnte. Die anderen in den Plan eingeweihten dachten, er wollte sie loswerden. Immerhin hatten die Schmiede momentan mehr als genug vom schwarzen Stahl auf Reserve und zum anderen hatten sie selbst noch die ganze Höhle voller schwarzer Münzen.


Die schwarze Insel

Erneut nach ein paar Wochen blickte sich Robert am Strand enttäuscht um. Keine Münze zeigte sich, das Experiment war wohl fehlgeschlagen. Doch als er in Gedanken versunken seinen Blick über das Meer streifen ließ, wurde ihm fast beinahe schlecht, gleichzeitig vor Freude und vor Unwohlsein, da es vielleicht andere auch gesehen haben konnten. Denn er erblickte einige Kilometer vom Strand entfernt eine „schwarze Insel“, die vor einigen Tagen noch nicht da war. Der Blick durchs Fernrohr bestätigte, dass es sich dabei um schwarze Münzen handelte. Er entschied, dass diese umgehend abgebaut oder zumindest im Meer versunken werden musste, damit es keiner entdeckte. Also flog er mit einigen Freunden des Nachts mit einem Helikopter zur Insel und lud einige Münzen ein. Dann konnten sie jedoch immer noch darauf spazieren gehen. Sie versuchten, den Berg im Tauchgang zu „kippen“ und eine Spur des schwarzen Stahls bis zum Strand zu legen. Dies war jedoch selbst mit Magie ein mühseliger Prozess.

Die Verdopplungsmünze fanden sie bei ihren Bemühungen nicht. Sie musste wohl noch in der Truhe irgendwo am Grund des Meeres liegen. Das war ärgerlich, da sie nun eine Insel als „Quelle“ hatten, die sie immer klein halten mussten. Dabei waren im Meer wohl schon Millionen oder Milliarden von Münzen, die sich jeden Tag weiter verdoppelten. Am nächsten Tag flogen sie erneut mit ihrem Helikopter zu dieser „Insel“ und konnten bereits auf ihr landen. In einem weiteren Tauchgang, der einen ganzen Tag dauerte, durchsuchten sie den Berg von Münzen. Sie mussten die Truhe weg schaffen. Doch konnten sie diese bis zum nächsten Tag nicht finden, als sich die Münzen erneut verdoppelten. Wenn sie nicht bald was unternahmen, würde sich früher oder später ein gewaltiger Berg formen, der das Börnsland zu verschlucken drohte.

Sie taten das einzig richtige: sie versorgten das ganze Land mit dem Stahl, ließen alle Arten von Waffen und Werkzeuge daraus schmieden, verkauften diese an Touristen und verschifften es sogar nach Kingdora. Bald war die Produktion so enorm, dass die Insel in der Tat immer ein wenig mehr abgebaut werden konnte, trotz Verdopplung. Der Treibstoff des Helikopters reichte irgendwann nicht mehr und die Gruppe entschied sich dazu, ihn „leer laufen“ zu lassen und im Meer zu versenken. Dies gab ihnen auch die Gelegenheit, mit einem Tauchanzug im Heli bis zum Grund des Meeres zu kommen. Nach unzähligen Stunden (die letzte Sauerstoffflasche war fast leer) fanden sie endlich die Truhe, auf deren Boden sich zum Glück immer noch die Verdopplungsmünze befand, wie sie später erleichtert feststellten. Sie trennten diese von allem anderen Stahl und Wertgegenständen und verwahrten sie in einer Höhle in einer Lücke einer Steinwand sicher auf.


Kontrollierte Ausbeutung

Bald, Monate später, kam man nicht mehr an den Bestand des Stahls, von dem noch einiges am Meeresgrund lag. Nur durch Magie konnte man die „Reste“ noch bergen. Danach war der Bestand bis auf ein paar Geldstücke aufgebraucht. Der Börnstahl war jedoch zu einem enormen Exportschlager der Insel geworden, der damit zur Finanzierung der Bedürfnisse und Belange zugleich des Herrschers und der Bewohner beitrug. Also benutzte Robert seitdem kontrolliert die Verdopplungsmünze, um mehr Stahl auf zu treiben. Dabei ging er so vor, dass der Schein eines überaus seltenen und zu Teilen bereits ausgeschöpften Bestandes an Erz erweckt wurde, das nur hier und da in Bergen oder Mienen auf der Insel gefunden wurde. Dies tut er auch heute noch.


Geräusche aus den Tiefen

Es geschah zu einer Zeit, als sie noch nach Raum für die Münzen bzw. den Börnstahl suchten, als sie eines Tages grollen und seltsame Geräusche vernahmen. Zuerst lang gezogen und dunkel, wie aus einer unendlichen Tiefe, waren die Geräusche wie das Echo eines Erdbebens, eines peitschenden Sturms in der Tiefe oder dergleichen. Schwer auszumachen, was es war. Robert wurde von seinen Kameraden darauf aufmerksam gemacht. Vorsichtig ging man in die Tiefe zu einer Reihe von Höhlen, die in der Nähe der alten Zivilisation durch Schlamm und Wasser tiefer führten, jedoch bisher nicht von ihnen durchquert wurden. Sie hatten sie einst bei ihren Grabungen der neuen Tunnel entdeckt.

Das Grollen wurde lauter und hörte sich bald wie ein Tier an. Zum Teil ein Brüllen und zum Teil wie der lang gezogene Warnlaut einer verängstigten Katze. Nur musste die Katze weitaus größer sein. Sie hielten an und wussten nicht, ob sie weiter gehen oder lieber flüchten sollten.

Da kamen die Geräusche näher, ohne dass sie selbst sich bewegten. Dieses etwas war also auf dem Weg zu ihnen. Hat es sie gehört? Zwei der Männer drehten sich um und rannten in panischer Angst vor dem Unbekannten. Robert versuchte sie zu beruhigen und rannte mit seiner Freundin und einem anderen Mann hinterher. Und es war gut so, dass sie rannten, denn plötzlich brach hinter ihnen der Boden weg und hinterließ ein größer werdendes Loch. Ein Sturz würde wohl den Tod bedeuten. Sie rannten, wie sie nur konnten.

Nachdem sie durch einen Seitentunnel endlich hinaus gelangten und nach Luft schnappten, bemerkten sie, dass es draußen irgendwie kälter als drinnen war. Oder war es nur, weil sie beim Rennen um ihr Leben schwitzten und außer Atem waren? Sie gingen weiter. Es versprach zwar Sicherheit, aus den Tiefen der Höhlen heraus zu sein, doch wussten sie nicht, ob der Boden hier auch einstürzen konnte.

Plötzlich waren erneut einstürzende Gesteinmassen zu hören. Sie blickten sich um und sahen, das der Tunnel, aus dem sie zuvor kamen, ganz einstürzte. Zeitgleich schwoll die Decke eines Hügels an, so als ob er gleich explodieren würde. Und er flog tatsächlich förmlich auseinander, als etwas großes daraus hervor kam. Sie konnten es kaum glauben. Die ganze Zeit lang musste in den Tiefen ein gewaltiger Drache gehaust haben. Dieser braune Drache flog kreischend und lärmend in die Lüfte und schien sich nach allen Richtungen um zu sehen.

Robert schloss, dass sie ihn loswerden, töten mussten. Sie rannten zu einem weiteren Tunnel, um ihren Helikopter zu holen. Allerdings mussten sie einen Umweg gehen, da der direkte Weg eingestürzt war. Der Drache schien draußen immer noch umher zu fliegen, da man Geräusche von ihm hörte. Hässliche Geräusche. Mal ein Zischen, mal ein Fauchen oder Brüllen.

Sie bestiegen den letzten ihrer beiden Helikopter, der zudem nicht mehr viel Sprit hatte. Aber nur so konnten sie sich der Bedrohung entgegen stellen. Waffen aus der Zukunft bzw. aus ihrer Welt wie Pistolen, Maschinengewehre und sogar ein Einmal-Raketenwerfer luden sie in das Fluggerät und machten sich auf den Weg. Diana flog, während Robert den Raketenwerfer bereit legte.

Sie flogen hinaus und freuten sich, dass der Rücken des Drachens ihnen zugewandt war. Doch dies änderte sich, bevor auch nur die erste Salve aus ihren Maschinengewehren den Drachen erreichen konnte. Er drehte sich um und spie Feuer nach dem Heli. Mit Müh und Not entkamen sie durch riskante Flugmanöver (unter anderem ließen sie den Heli kurzzeitig einfach fallen) dem Schwall der Hitze.

Robert wollte einen guten Schuss mit dem Raketenwerfer hinlegen. Sie mussten näher heran. Gut, dass der Drache selbst näher heran kam. Während sie um ihr Leben fürchteten und ihre Herzen sprichwörtlich in ihre Hosen rutschten, zielte Robert. Er wusste, dass er nur einen Schuss hatte. Kein anderer Raketenwerfer war da, keine andere Munition. Der Drache öffnete seinen Rachen, wohl um erneut Feuer zu spucken. Robert hatte keine Zeit mehr, jetzt oder nie, dachte er sich. Er schoss. Die Rakete flog direkt auf das Maul des Drachen zu. Dieser zögerte kurz, schloss dann sein Maul und drehte sich ab. Doch er war nicht schnell genug. Das Geschoss traf ihn an der Seite und fügte ihm eine hässliche Wunde zu.

Der Drache taumelte, flog jedoch noch etwas weiter. Sie feuerten aus allen Rohren und verballerten einen Großteil ihrer Munition, als der Drache sich noch einmal herum drehte und seinen tödlichen Odem spie. Diana flog eine harte, aufsteigende Rechtskurve, um weder zu nah an eine Felsformation zu gelangen, noch dem Feuer ausgeliefert zu sein. Einer ihrer Leute hielt sich trotz Warnung und turbulenter Ereignisse nicht richt fest oder rutschte ab. Er stürzte durchs Feuer hindurch in den Tod.

Sie konnten jetzt nicht trauern, sondern rissen sich selbst aus ihren düsteren Gedanken. Der Drache kam auf sie zu geflogen. Diana wollte ihn ausweichen, doch irgendwie schnappte er sich einige Rotoren, oder berührte sie zumindest. Der Heli wurde durchgeschüttelt und drehte sich einmal im Kreis, als das fliegende Echsenwesen markerschütternd aufschrie.

Sobald Diana wieder den Helikopter gefangen hatte, schossen sie erneut mit ihren Waffen. Der Drache wand sich vor Schmerzen und sie konnten sehen, dass seine linke Vorderklaue blutig und halbwegs zerschnitten war. Er machte noch einmal Anstalten, sein Maul zu öffnen und Feuer zu speien, als die Freunde dies zur Gelegenheit nutzten, tief in dessen Rachen hinein zu feuern. Der Drache drehte den Kopf ab und schien zu brüllen oder zu schreien. Er stürzte, wobei er ein letztes Mal noch Feuer nach oben schickte. Das Feuer streifte zum Glück nur das Fluggerät, doch das reichte schon. Ihnen wurde mächtig warm und die Luft roch nach heißem Metall und geschmortem Plastik. Einige Innenwände waren zu heiß und sie mussten sich woanders festhalten, wenn sie sich ihre Hände nicht verbrennen wollten.

Sie hatten kaum noch Treibstoff, als Diana den trudelnden, halb zerstörten Helikopter gerade noch rechtzeitig landen konnte. Dennoch dachte sie an eine mögliche, bevorstehende Explosion. Die Hitze wurde unerträglich, als sie ausstiegen und in der nächsten Sekunde erkannten, dass sie rennen mussten. Der Helikopter begann nämlich an Teilen der Außenhaut zu brennen und das Feuer schien langsam zum Tank zu kriechen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er hochgehen konnte. Und als sie etwa 100 Meter gerannt waren, passierte genau das. Der zweite und letzte Helikopter war unwiderruflich zerstört und sie hatten einen Kameraden verloren. Nur wegen einem Drache, der ihnen in ihrer eigenen Welt nie gefährlich werden konnte, da es dort keine Drachen gab. Doch sie waren hier, in dieser Welt. Und sie konnten von Glück sagen, dass nicht mehr passierte.

Die nächsten Tage waren für Robert und seine Freunde gezeugt von Trauer, Schuldgefühlen und Hoffnungslosigkeit. Doch irgendwann schloss Robert, dass er diese Insel mit seinen Freunden und den Siedlern genauer erforschen musste. Er musste alles töten, was feindlich oder bedrohlich war. Jenseits von dem einfachen Jagen nach Bären, Rehkitz, Hirschen und anderen Tieren. Er musste Gefahren aufdecken und beseitigen. Es wurde Zeit für den Herrscher, sich wie einer zu benehmen und sein Volk zu schützen…..


Expeditionen

In den folgenden Wochen unternahm Robert zahlreiche Expeditionen, um den Gefahren des Landes zu trotzen und diese zu besiegen. So fanden sie zahlreiche seltsame oder einfach nur bösartige Kreaturen in den tiefen der Wälder und im Gebirge.

Einmal fanden sie sogar ein Geheimversteck von Seeräubern. Diese waren wohl auch für die Überfälle auf verschiedene Schiffe in der Nähe des Dreier-Kontinenten verantwortlich. Zum größten Teil bestanden sie aus Wikingern, aber auch andere Völker gehörten ihnen an. Unter anderem auch einige Elfen. Robert hatte bisher immer geglaubt, Elfen seien "höhere Wesen", die nie falsch waren oder Böses taten. Zumindest bis er diese Elfen sah. Sie waren weder von Drogen beeinflusst, noch unter irgendeinem magischen Bann. Stattdessen waren sie sich voll und ganz bewusst, dass sie mit Piraten und Räubern gemeinsame Sache machten.

Die Räuber forderten alle Wertgegenstände der Expedition und drohten ihnen ansonsten mit dem Tod. Robert wusste nicht, ob sie einen Kampf überleben konnten, doch wusste er, dass seine Leute selbst nach Auslieferung ihrer Besitztümer in Gefahr schwebten, getötet zu werden. Er verwickelte die Räuber in ein kurzes Gespräch, in dem er fragte, was es ihnen bringen würde, alle Sachen nieder zu legen und ob sie unbescholten zurückkehren könnten. Dann fragte er seine Leute, ob sie ihr Schicksal in die Hände der ruchlosen Piraten legen oder lieber um ihr Leben kämpfen wollten. Die Antwort war eindeutig, als alle zu ihren Waffen griffen und sich auf die Räuber stürzten. Ein wilder Kampf entbrannte.

In dessen Verlauf versuchte Robert einige Taktiken ein zu bringen, die nur zum Teil erfolgreich waren. Und nach einem sehr harten und brutalen Kampf, in dessem Verlauf sie über die Hälfte ihrer Männer verloren, konnten sie die Räuber in die Flucht schlagen. Doch Robert wollte sie nicht fliehen lassen. Sie konnten sonst irgendwann zurückkehren und mehr Männer mitbringen. Hass glomm in seinen Augen auf, als er den Leuten befahl, die Fliehenden nieder zu metzeln und mit Bögen und Armbrüsten zu erschießen. Einige dachten, er sei wahnsinnig. Sie trauten sich nicht, ihm das zu sagen, aber ihr Tun sprach für sie, denn sie waren unschlüssig, während sie andere bei den Gräueltaten beobachteten, wie sie die unbewaffneten und fliehenden Räuber gnadenlos massakrierten und erschossen.

Nach dem Ereigniss war Robert einige Tage lang noch besessen von der Idee, alle möglichen Räuber auf oder in der Nähe der Insel zu finden. Er suchte sogar mit Magie nach ihnen, wobei er jedoch keine fand. Einige meinten, dass dies doch ein Glück war, denn somit waren alle Räuber tot und keiner konnte Rache schwören. Doch Robert fühlte nicht so. Ein Unbehagen ließ seinen Magen verkrampfen und während sein Gewissen wegen dem Massaker an ihn nagte, nagte jedoch ebenso die Furcht vor der nächsten, unbekannten Gefahr. Er wollte lieber Gefahren meistern können und wissen, was auf ihn zukam.


Training / Labyrinth

In den folgenden Monaten ließ Robert sich in seinem noch nicht ganz fertig gebauten Schloss ein Labyrinth im Keller einrichten, dass mit einigen Tunneln zum Wald verbunden war. Er ließ Jäger und andere daran arbeiten, Tiere in das Labyrinth zu schaffen, dass zudem von Gärtnern und Magiern mit wild wachsenden Pflanzen versehen wurde. Einige dieser Pflanzen waren sogar giftig und lebensbedrohlich. Er wurde für wahnsinnig erklärt, als er einige Tage auf sich allein gestellt darin verbrachte, um zu "trainieren".

Die Leute, die die "Abreise" von Robert in das Labyrinth mitbekamen, zweifelten nach einem Tag an ihren Herrscher, der doch bestimmt bereits tot war. Einige wollten am zweiten Tag da rein, um ihren Herrscher (und Freund) raus zu holen. Doch nur mit dem Ergebnis, dass sie nach etwa zehn Stunden heraus kamen und berichteten, Robert sei wohlauf und habe sie "zum Teufel" geschickt.

Nach vier Tagen kam, zur Erleichterung aller, Robert mit zahlreichen Wunden und am Ende seiner Kräfte endlich heraus. Doch in den Tagen, an denen er sich erholte (und durch Magie geheilt wurde), widmete er sich einer ganzen Reihe von Ideen, wie man noch bedrohlichere Gegner ins Labyrinth holen konnte. Und er schmiedete Pläne, länger als nur vier Tage dort drin zu verweilen.

Diese Begeisterung für das außergewöhnliche, mittlerweile sehr große Labyrinth voller bösartiger Flora und Fauna ist bei Robert bis heute erhalten geblieben. Rekordhalter mit zwei Wochen ohne Proviant in dem Labyrinth, wobei er zudem 52 Arten von Gegnern besiegte, ist William. Doch Robert möchte diesen Rekord brechen. Er muss nur den "tödlichen Bestand" weiter auffüllen, was er aus zeitlichen Gründen bisher nur nebenbei erledigen konnte.

Eine Schwierigkeit war bisher auch, dass es kaum noch feindliche Wesen auf der Insel gibt. Sie müssen von weither geholt werden, per Schiff oder Magie. Sorgfältige Planung und natürlich andere Pflichten eines Herrschers verzögerten Unternehmungen in dieser Hinsicht. Außerdem gab es immer wieder weit gereiste Abenteurer, die sich auch in dem Labyrinth versuchen wollen. Etwa nur die Hälfte von ihnen kommt wieder heraus und sie hinterlassen jede Menge toter Gegner, die eigens zu diesem Zweck hergeholt wurden. Robert selbst möchte nicht ins Labyrinth gehen, bevor nicht wenigstens 60 Arten von Kreaturen dort leben. Es wird auch von anderen immer wieder versucht, ihn von dieser Idee ab zu bringen. Immerhin möchte niemand, dass der Herrscher des Landes durch eine fixe Idee vorzeitig stirbt. Ob Robert dennoch eines Tages für zwei Wochen im Labyrinth verschwindet, muss abgewartet werden...


Weitere Expeditionen

Zum einen um sich besser verteidigen zu können und zum anderen um neue Herausforderungen fürs Labyrinth zu finden, hat Robert Börn immer wieder zahlreiche Expeditionen mit einigen Gruppen Freiwilliger und Freunde durch die ganze Insel unternommen. Ein weiterer Grund war, dass sie auf dieser ungewöhnlichen Insel bereits auf Seeräuber, Spuren einer alten Zivilisation und sogar auf einen Drachen getroffen sind. Wer wusste schon, was da noch auf sie lauern könnte?

Meistens konnten sie auf diese Weise nur Wild jagen (oder einfangen), Nahrung, Bärenfelle und Holz beschaffen oder die Gegenden auskundschaften. Doch selten sind sie sogar auf hinterlistige Kobolde getroffen oder mussten sich vor magischen Wesen aus fremden Welten in acht nehmen, wie z. B. einem Mantikor oder einer kleineren Hydra.

Robert stellte bald schon die Theorie auf, dass diese Insel wohl zahlreiche Portale und Wege von anderen Welten aufweisen würde. In dieser Annahme wurde er noch von seinen Freunden bestärkt, die ja ebenfalls mit ihm von einer anderen Welt kamen. Doch Jahre später erfuhr er von einem Gelehrten, dass auf ganz Mar gelegentlich rätselhafte und magische Dinge geschehen.

Sie hatte sogar einige Trolle in verborgenen Höhlen und Tunneln auflauern können, was Anlass für eine Monate lange "Säuberung" der Berge war. Dabei wurden einige auch durch weitere Trolle, Raubkatzen und Schlangen getötet, bevor diese unschädlich gemacht werden konnten. Einzig und allein ihre geballte Gemeinschaft konnte sie aus manchen Situationen retten. Situationen, in denen Robert sich beweisen musste und er sah, wer seiner Gefährten den unbillen gegenüber am besten gerüstet waren. Zahlreiche Beförderungen brachten die Abenteuer den Überlebenden über die Jahre hinweg ein, weshalb solche Expeditionen immer wieder gerne gemacht wurden. Natürlich auch, um das Reich zu sichern.

Dies war auch ein Teil von Gardisten-Training und daraus resultierend traten einige Helden, mutige Gardisten und Krieger des Reiches hervor. Doch bald mussten freiwillige Bürger der Stadt selbst als „Sparringspartner“ herhalten, bevor Robert verschiedene Handelsbeziehungen zur Beschaffung von „Herausforderungen“ nutzte.


Handel

Aus einer Handelsreise zum Kontinenten der kleinen Völker wurde bald eine längere Reise in die Wildnis, auf der Robert und Gefährten unter anderem Greifen, Erdwürmern, hinterlistige oder böswillige Zwergen, kämpferischen Telimanchai, Orks und zahlreichen weiteren Gefahren begegneten. Auch dort knüpfte er einige Verbindungen und Handelskontakte (er lässt fast jeden Monat unter anderem einige Ladungen der unterschiedlichsten Teesorten in sein Reich liefern) und er konnte durch einen Magier zahlreiche Kreaturen in sein Labyrinth teleportieren.

Er unternahm Jahre später auch eine längere Reise durch das Land der Wikinger und zum Nordwesten des großen Waldes des Barbaren-Kontinents. Dort lebte er fast täglich in Todesangst, da zahlreiche Gefahren im Wald auf ihn lauerten. Der Dschungel war ein anderes Reich als ein "normaler" Wald oder eine Bergregion.

Zahlreiche Stämme von Buntmenschen trachten ihm seit diesen Tagen nach dem Leben, da er sich ihnen gegenüber entweder nicht richtig "benommen" hatte, oder ihrem Wald Schaden zufügte, in dem er Pflanzen und Tiere fortbrachte. Auch Bodenschätze grub sein Trupp aus, bevor er durch die Buntmenschen verjagt werden konnte. Zum Glück weiß kein Stamm, dass Robert Herrscher des Börnslandes ist.

Robert beauftragte auch einige Angehörige seines Reiches und anvertrauten Wikingern, Handelsbeziehungen zu verschiedenen Händlern und Häfen auf zu nehmen, um neue Waren ins Börnsland zu bringen. Vor allem Lebensmittel waren benötigt, da das Land mittlerweile nicht mehr genug natürliche Ressourcen für ihre Bewohner aufbringen konnte. Andererseits gab es viele Dinge nur in anderen Ländern, wie z. B. Wolle, Pferde, Nutztiere, einige seltene magische Gegenstände usw.!


(wird fortgesetzt)


Karte

Bornsland-klein

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