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Einleitung

Das Königreich Borburad befindet sich an der Südspitze des größten Kontinents von Mar, der im Westen auf der Weltkarte zu sehen ist (siehe Beschreibung der Welt Mar). Der Name geht auf den gleichnamigen Helden Borburad zurück (siehe die Geschichte zur Gründung des Königreiches).

Einst war es ein kaum besiedeltes und weitestgehend unregiertes Land. Es gab ursprünglich in den damals noch größeren Wäldern einige Elfen und einige Zwergenclans in den Gebirgen. Doch weder die Elfen noch die Zwerge betrachteten die Länder zwischen den Wäldern und Gebirgen als ihr Reich.

Nach und nach kamen reisende Menschen und andere Völker, die sich ein eigenes zu Hause im freien Land schufen. Es kamen Flüchtlinge wie Verbrecher, Reiche und Arme, reisende Helden und Bauern, die z. B. dem Kaiserreich Arinsgord (oberhalb der nördlichen Landesgrenze von Königreich Borburad gelegen) entflohen. Es gab sogar Halblinge und Gnome aus Lendor, Menschen der Insel Thuhla, als diese ebenfalls noch nicht so stark besiedelt war. Zwerge und Elfen des Landes, die neugierig genug waren, verließen ihr zu Hause und siedelten sich ebenfalls in den neuen Zivilisationen an. So entstand ein facettenreiches Völkergemisch.

Im Verlauf der Geschichte entstanden so verschiedene Dörfer und Städte. Man errichtete gemeinsam Wälle und Wehrmauern, um sich gegen die in der Wildnis umherstreifenden Raubtiere und plündernde Orks zu verteidigen. Eine Regierung gab es bis dato zwar nicht, jedoch betrieb man eine Art Bürgerwehr. Die Personen der Städte verteidigten die Häuser einander und Verbrecher wurden schnell bekannt gemacht, damit eine gewisse Ordnung aufrecht erhalten wurde.


Gründung des Königreiches

Als die Orks in großen Rotten und Einheiten die Städte angriffen, Wälder der Elfen und die Gebirge der Zwerge besiedelten oder zerstörten, war man sich einig; die Plage namens Orks mußte gemeinsam bekämpft werden. Das war mit der bisherigen Art der Bürgerwehr nicht zu schaffen. Eine Art Militär wurde gebildet. Die Orks wurden jahrelang gejagt und nahezu ausgerottet. Nur durch List und Tücke konnten sich einige Orkstämme verbergen und das Schlimmste überstehen. Ihre Zahl war am Ende jedoch sehr gering.

Man feierte die Siege und besonders die Menschen gaben sich Titel und Belobigungen wie "Orktöter", "Schlächter der Orkstämme" oder "Ruhmreicher Streiter der Stadt xy" und pushten gegenseitig ihr Ansehen in der Gesellschaft. Die Zwerge feierten auch mit und belobigten sich, jedoch machten die, wie sie meinten, keine solch "Gefühlsduseligkeit" aus ihren Erfolgen wie die Menschen. Sie waren einfach nur Stolz auf die verschiedensten Helden, was sie mit viel Bier auch feierten.

Ein Name wurde in dieser Zeit besonders oft genannt und von Barden besungen: "Borburad aus der Hafenstadt Nerendar, Orktöter, Orkpfähler und Verteidiger der Straßen". Es kam soweit, dass Borburad besonders gerne gesehen wurde und er, wie übrigens andere Helden auch, sehr oft zu wichtigen und größeren Entscheidungen hinzu gezogen wurde.

Etwa 885 Jahre vor Neuzeit: Es bildete sich ein Grüppchen von Helden um Borburad, die alsbald alle Bemühungen der Städte und Völker überwachen und koordinieren sollte. Sie wurden dann irgendwann als eine Art Regierung angesehen und Stimmen wurden laut, die verlangten, man möge Borburad aufgrund seiner Verdienste zum König machen. Und über kurz oder lang kam es dann auch dazu. Das Königreich war geboren und die zentral gelegene Stadt Anderstedt wurde Hauptstadt. Anderstedt wurde übrigens gegründet von einem gewissen Herrn Ander, der zusammen mit einigen Freunden ursprünglich in diesem Gebiet die ersten Felder bestellte und Häuser baute.

Das Kaiserreich Arinsgord hatte in der Zeit selbst genügend Probleme, weshalb es nie Besitzansprüche für die südlichen Gebiete des Landes geltend gemacht hatte. Und dies obwohl es des Öfteren regelrechte Wellen von Völkern gab, die aus dem Kaiserreich nach Süden gezogen (oder geflüchtet) sind. Als dieses neue Königreich langsam zu einer Macht anstieg, unternahm man im Kaiserreich, das aufgrund diverser Probleme sehr mit sich selbst beschäftigt war, schnell Bemühungen für ein Nicht-Angriffspakt. Dieser unterzeichnete Vertrag existiert und besteht bis in die heutige Zeit.

Die Zwerge und Elfen, die im Land beheimatet waren, setzten es durch, dass sie ihre Unabhängigkeit behielten. Das heißt, das in Wäldern lebende Volk und die in den Gebirge lebenden Zwerge hatten ihre eigenen Strukturen und Gesetze erhalten, unabhängig vom Rest des Landes und des Königreiches. Nur Elfen und Zwerge, die sich in den Dörfern und Städte des Landes selbst ansiedelten, waren somit Bürger des Reiches.

Mit den Zwergen wurde auch reger Handel betrieben, um Rohstoffe wie Erze oder um zwergisch geschmiedete Waren zu bekommen. Einige Zwerge zogen nach und nach auch in die Städte der Menschen, "um denen zu zeigen was Schmiedekunst wirklich ist", wie sie sagten.


Dämonen und König Bosper

In den letzten Jahren (von 2 Jahre vor Neuzeit bis zum Jahr 2 der Neuzeit) gab es vermehrt Hexenmeister im Land, die aus zunächst unbekannten Gründen Dämonen beschworen. Sie agierten geheim und vereinzelt im Untergrund, sammelten Untote (vor allem Zombies und Skelette) um sich und begannen ihre Organisation auf zu bauen. Diese Vereinigung der Hexenmeister wurde später der schwarze Bund oder der schwarze Orden genannt.

Helden deckten nach und nach in verschiedenen Teilen des Landes die dunklen Machenschaften des Geheimbundes auf und besiegten sie meist im Zweikampf. Allen voran halfen dabei der Drachenorden, deren Begründer der Zwergenpaladin Durac der Rote und der Menschenkämpfer Kohras Dogan waren, einigen Hexenmeistern das Handwerk zu legen. Sie waren es auch, die verhinderten, dass durch ein gewaltiges pentagrammähnliches Portal, dessen Zentrum die Hauptstadt Anderstedt war, die Erzdämonen in das Königreich gelangten.

König Bosper von Sturmfels, der ein Nachfahre von Borburad war, unterstützte die Bemühungen des Drachenordens. Er schlug im Laufe der Ereignisse Durac und Kohras zum Ritter, wie er es mit vielen guten Kämpfern und Gardisten des Reiches tat. Zum Schluss hatte er 100 Ritter im Königreich versammelt. Dies war unter anderem aus Angst davor, dass Dämonen in die Hauptstadt einfallen und ihm sein Leben nehmen würden. Auch aus diesem Grund ließ er die Hauptstadt ständig von Magiern und Klerikern überwachen.

Der König, der im Laufe seiner Regentschaft immer anfälliger für Krankheiten wurde, verfiel laut den anderen Rittern zusehends in einen geistig verwirrten Zustand. Dies wurde so schlimm, dass er im Jahre 2 NZ ( = Neuzeit) halluzinierte und oft unbegründete Angstzustände hatte, in denen er sich in eine Ecke eines Raumes drückte und heulte oder wimmerte. Er schlief schlecht und ließ auch den ein oder anderen hinrichten, da er Verschwörung und Landesverrat unterstellte. Dies war mitunter ein Grund dafür, warum die Magier der Magierakademie von Anderstedt sich von ihm immer öfter fernhielten. Sie vernachlässigten zwar nicht ihre Pflichten, doch wollten sie den zunehmend unsinniger werdenden Befehlen des Königs nicht mehr ausgesetzt sein.

Die Ritter waren sich einig, dass der König zur Rede gestellt werden sollte. Doch König Bosper, dessen Gedanken von Paranoia und Verfolgungswahn durchdrungen waren, vertraute ihnen nicht mehr. In seinem Thronsaal, aus dem er sich kaum mehr hinaus wagte, kam es zur Konfrontation. Seine zehn höchsten Ritter versuchten diplomatisch mit ihm zu diskutieren, doch er versprühte verbales Gift. Er behauptete, dass die Ritter längst durch Dämonen in Besitz genommen waren und seine Autorität untergraben wollten. Auch behauptete er schreiend, dass sie das Land von ihm stehlen und ihn töten wollten. Die Ritter waren sprachlos und konnten nichts anderes tun, als ihr Vorbild, ihren Herrscher, ungläubig an zu starren. Zunehmend redete er sich in Rage, bis er, voll und ganz dem Wahnsinn verfallen, um seinen Thron herum rannte und kurz darauf tot im Thronsitz zusammen sank. Er erlitt einen Herzinfarkt.


Der neue König Targedan

Da König Bosper keine Nachkommen hatte, starb die Linie Borburad mit ihm. Die Ritter berieten, wer das Land jetzt führen sollte. Schließlich mußten sie umgehend einen Herrscher finden, der gerade in dieser schwierigen Zeit (vor einer großen Schlacht gegen einen Erzdämon) Personen mobilisierte und umfangreiche Pläne ausarbeitete. Die Ritter selbst waren sich in vielen Dingen uneinig, so daß es einen Entscheider geben mußte.

So kam es, dass die höchsten 10 Ritter sich zur Wahl zum König stellten. Die anderen Ritter sowie Magier, Kleriker und die Gardisten der Hauptstadt sollten den neuen Herrscher wählen. Am Ende kam es, dass der Ritter Lars Targedan gewählt und in einer Zeremonie in der Hauptstadt zum König ernannt wurde. Der offizielle Königstitel ist König Targedan von Neuwiesenfried, da es in der Geschichte des Landes bereits einen König Lars gab.

König Targedan hat einige neue Reformen durchgesetzt, für die es seiner Meinung höchste Zeit war. Er ist ein harter aber gerechter Herrscher, der zudem alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen in Betracht zieht, bevor er entscheidet. Damit ist seiner Aussage nach gewährleistet, dass er keine übereilten und unsinnigen Befehle gibt. Trotz dessen ist er dennoch ein Mann schneller Entscheidungen, wenn es die Situation erfordert.


Der Vertrautenrat

Auch eine Reform von König Targedan: Die zehn höchsten Ritter, deren nun leer gewordener 10. Platz der nächste in der Reihe der Dienstältesten Ritter eingenommen hat, wurden offiziell zum Vertrautenrat ernannt. Dieser Rat der Ritter, der nur aus den dienstältesten Rittern des Reiches bestehen darf, soll (wie bisher auch im gewissen Rahmen) den König beratend zur Seite stehen.

Allerdings darüber hinaus kann er eine Entscheidung des Königs per Mehrheitsentschluss von mindestens 7 Rittern (bzw. 70%, sollte der Rat einmal vergrößert werden) anfechten, damit direkt und unmittelbar ein Diskussionsgremium im Hause des Königs begonnen werden kann. Nach der Diskussion kann der König neu entscheiden, wobei der Rat abermals anfechten kann. Sollte es zwei Gremien gegeben haben und die Entscheidung des Königs erneut angefochten worden sein (also bereits zum dritten Mal), dann können die Ritter eine Anzweiflung starten.

In einer Anzweiflung muss schriftlich von allen Rittern angezweifelt werden, dass der König zum Wohl des Volkes handelt und die richtige Entscheidung in der Sache fällt. In diesem Mehrheitsbeschluss müssen dem mindestens 9 Ritter (oder 90%) zustimmen. Ist sie erfolgreich, können die Ritter diese eine Thematik selbst diskutieren und darüber abstimmen, während der König nur bei der Diskussion anwesend sein darf. Sollte die Anzweiflung nicht erfolgreich gewesen sein, muss der König aber von seiner zuletzt getroffenen Entscheidung (die zur Anzweiflung geführt hat) endgültig und für immer Abstand nehmen und neu entscheiden.

Wenn bei einem König drei oder mehr Anzweiflungen erfolgreich waren, jedoch innerhalb einer Zeitspanne von mehr als 3 Tage liegen, kann der König abgewählt werden. Es wird vom Rat danach entschieden, ob er zum Ritter degradiert oder gar inhaftiert wird.

Ein neuer Herrscher muss zunächst aus den volljährigen und direkten Familienmitgliedern des Königs gewählt werden. Genauer gesagt dürfen die Verwandten sein: Ehepartner, Kinder, notfalls Brüder oder Schwestern. Wenn es keine Familienmitglieder gibt (oder es nur ehemalige Könige sind, die abgewählt wurden), muss aus dem Vertrautenrat der Nachfolger ernannt werden. Dabei werden sowohl die Gardisten als auch die Magier und Kleriker der Hauptstadt zur Abstimmung hinzu gezogen.

Dies ist einer der weitest reichenden Reformen, die König Targedon durchgesetzt und im Gesetz des Reiches verankert hat.


Die gewaltige Schlacht gegen den Erzdämonen

Es war Eingeweihten bekannt, dass die Schlacht bei Anderstedt, vorhergesagt durch den Drachenorden und von Durac in einer Vision oder in einem Traum bereits durchlebt, eine große Schlacht gegen Untote, Dämonen und sogar gegen einen Erzdämon werden würde. Sie würde in etwas weniger als eine halbe Tagesreise von der Stadt Anderstedt entfernt an einem Gebiet stattfinden, das bereits seit 200 Jahren „das verseuchte Gebiet“ genannt wurde.

Dieses Gebiet, schwarz wie Teer, modrig, unnatürlich und aufs ekelhafteste entweiht, war umgeben und durchdrungen von dichtem Nebel, in dem nach und nach Kreaturen der Finsternis hinaus gelangten. Dies nahmen sich über die Jahre viele Helden zum Anlass, gegen die Abscheulichkeiten zu kämpfen, die daraus hervor schlüpften. So begann man es bald „das Trainingsgebiet“ zu nennen und viele Helden erprobten ihre Fähigkeiten und Stärken beim durchwandern der Umgebung.

Es war eine Art Portal in dunkle Ebenen und Dimensionen, die von den bösesten Kreaturen bevölkert waren. Diese waren sich nach Jahren des Gebietes bewusst und wollte es an einem bestimmten Tag nutzen, um einen Erzdämon auf die Welt zu bringen. Dies wiederum fand der Drachenorden heraus.

Der König rief nach freiwilligen Helfern, die in der Schlacht Seite an Seite mit den Truppen des Königreiches kämpfen wollten und ließ sich von Durac beraten und erzählen, was sich neues von Dämonen zu berichten ließ. Schließlich zogen die größten Helden des Drachenordens sogar bis in den Norden durch das Kaiserreich Arinsgord, um einer Spur der Dämonen zu verfolgen.

König Targedan, der selbst mit einer verschwindend geringen Einheit in der ansonsten leeren Hauptstadt verblieb, damit diese nicht ungeschützt eingenommen werden konnte, gelang es durch den Ausruf bei der Gesellschaft viele Bürger und Helden zur Mithilfe zu bewegen. Mehr als er selbst dachte, denn bei der Schlacht waren Völker von Elfen und Zwerge dabei, sowie einige Orkstämme, die die Welt einfach nicht den Dämonen überlassen wollten. Sogar das Kaiserreich, das Kohrasreich, das Imperium und selbst einige Drachen, gleich ob böse oder gut, halfen. Sie alle wollten verhindern, dass durch einen Erzdämon das Ende der Welt eingeläutet wurde.

Insgeheim gab es jedoch folgendes, weltverschlingendes Dilemma, dessen Erklärung etwas bedarf (also bitte konzentriert die folgenden Absätze lesen *g*): Durch den Tod eines Erzdämons werden einige Quadratkilometer der Umgebung „verseucht“, wie eben das verseuchte Gebiet entstanden ist. Würde jedoch an derselben Stelle ein zweiter Erzdämon auftauchen und sterben, würde das Gebiet sich exponentiell ausbreiten und über kurz oder lang die ganze Welt verschlingen. Nur noch Dämonen und Erzdämonen könnten sie dann noch bevölkern. Jegliches Leben wie man es kannte, wäre nicht mehr möglich.

Dadurch, dass der Erzdämon durch das Gebiet in die Welt hinaus gelangen würde, würde man ihn bekämpfen. Ein Riesenaufgebot von Helden, Militär und Freiwillige sorgte dafür, dass der Erzdämon sich nicht weiter durchs Land bewegte. Dies würde jedoch (höchstwahrscheinlich) den Tod des Erzdämons zur Folge haben und somit wären, mehr oder weniger, alle Kämpfenden dafür verantwortlich, dass die Welt vergehen würde.

Also griffen die guten Götter zu dem Zeitpunkt in den Kampf ein, als der Erzdämon auftauchte. Sie erschienen leibhaftig in gewaltiger Größe in der Nähe der Tempel um das Gebiet herum. Während viele Anwesende nur noch ungläubig staunen konnten, griffen böse Götter die guten Götter an. Dies taten sie, weil Götter eigentlich nicht in das Geschehen der Weltenbewohner eingreifen durften. Und wenn die guten Götter das dann doch taten, was hinderte die bösen Götter daran, sie aufzuhalten?

Sie kämpften und verlagerten diesen Kampf auf eine andere Ebene (die Guten wurden durch die Bösen weggezogen). Dennoch gelang es einigen guten Göttern den Erzdämon von der Welt fort zu schaffen. Dadurch galt dieser als besiegt, ohne dass die Welt darunter zu leiden hatte. Das verseuchte Gebiet wurde unschädlich gemacht (wie genau ist nicht bekannt) und dadurch war es Dämonen auch nicht mehr vergönnt, so auf die Welt zu gelangen. Anwesende Ausgeburten der Höllen wurden entweder besiegt oder sie flohen von sich aus, da der Kampf nicht mehr lohnend für sie war.

Die Schlacht war geschlagen und das verseuchte Gebiet begann allmählich zu verschwinden. Bereits einen Tag später war es Geschichte.


Karte

Borburad-klein

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