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Einleitung

Die Stadt Broban lag südwestlich auf dem Barbaren-Kontinents, fast direkt am Fuß des Berges, auf dem die Hochländer leben.

Sie wurde im Herbst des Jahres 2 NZ (=Neuzeit) zerstört.


Geschichte

Offiziell gegründet im Jahre 207 vor NZ, wurde das Gebiet dieser Stadt bereits im Jahre 211 v. NZ besiedelt. Damals machte sich eine Karawane der Hochländer (mit ein paar Kämpfern) daran, den schwierigen Abstieg vom Hochland hinunter zu den anderen Völkern zu wagen. Sie wollten mit den Barbaren und Wikingern Handel treiben und sehen, welche Waren diese Völker ihnen anbieten konnten. Sie suchten sowohl außergewöhnliches wie auch alltägliches.

Nachdem die Karawane beim Abstieg einige ihrer Reisenden Verloren, beschlossen sie, diese am Fuß des Berges zu beerdigen. Sie trauerten noch einige Tage, reparierten ihre Wagen und Ausrüstung und lagerten an der Stelle, an dem später eine Siedlung entstand. Die Trauernden wurden bald von reisenden Barbaren aus der Stadt Warkong besucht, die eigentlich auf dem Weg zum Hochland waren. Die Händler hatten Gelegenheit, einige Dinge zu verkaufen und einzutauschen. Bald musste auch ein Streit geschlichtet werden, da ein Barbar sich über die Preise und die "Frechheit" eines Händlers aufregte.

Nichts desto trotz reisten die Barbaren zurück zu ihrer Stadt und verbreiteten die Kunde von den Waren der Händler. Diese blieben vorerst an Ort und Stelle. Ihnen gefielen die Manieren einiger Barbaren nicht und sie befürchteten, dass die Stadt Warkong noch mehr unliebsame Überraschungen für sie bereit hielt. Statt also weiter zu reisen, bauten sie ihr Lager weiter aus und richteten einen farbenfrohen Handelsplatz ein, in Erwartung auf noch mehr Kundschaft.

Diese kam bald auch, ebenso wie Händler der Barbaren. Man kaufte und verkaufte die unterschiedlichsten Dinge und die Händler entschlossen sich dazu, eine Siedlung entstehen zu lassen. Ein paar von ihnen reiste zurück zum Hochland. Andere Hochländer wurden so auf die entstehende Siedlung aufmerksam und nach und nach reisten weitere Leute "hinunter". In den folgenden Jahren wurde die Siedlung größer und selbst einige Barbarenhändler ließen sich dort nieder.

Im Jahr 207 v. NZ wurde die Siedlung offiziell als Dorf bezeichnet und man begann, Häuser zu bauen, das Dorf zu befestigen, eine Mauer zu errichten, Holz, Gestein und mehr in der umliegenden Gegend zu holen und man plante das Aussehen des ganzen.

Zu dieser Zeit half auch ein gewisser William mit, der unter den Hochländern einen umstrittenen Ruf hatte. Einige bezeichneten ihn als Herumtreiber, andere als hilfsbereiten Mann. Wieder andere kannten ihn als Gardist. In der Tat war er sehr hilfreich. Er half das Dorf auf zu bauen und hatte das Anliegen, dass viele Häuser "nach altem Vorbild" entstanden und "typisch hochländisch" aussahen.

Da William mit Holzfällern in den verschiedenen, umliegenden Wäldern umher zog, wurde er auf die Gefahr durch marodierende Orks aufmerksam. Er zog von dannen, um diese Bedrohung zu verringern, wie er meinte. Andere hielten dies anfangs erneut für Zeichen seiner Herumtreiberei. Doch er bekämpfte wirklich die Orkplage, wie bald klar wurde.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde das Dorf immer größer und zur voll ausgebauten Stadt. Vor allem Hochländer und Barbaren ließen sich dort nieder, aber auch einige Wikinger. Broban wurde zum friedlichen Handelszentrum und Treffpunkt dieser Völker. Jahrhunderte lang wuchs und gedieh sie zu einem auch politisch wichtigem Stützpunkt, der in etwa das landschaftliche Zusammentreffen der drei Reiche markierte.

Die Brobaner selbst entfremdeten sich jedoch mit dem Lauf der Geschichte, da viele Generationen von Hochländern, die in Broban geboren wurden, noch nie im Hochland waren. Auch wurden die ersten Ehen zwischen den Angehörigen der Völker geschlossen.

Bald bedeutete Broban für viele Reisende ein kurzer Aufenthalt, um anschließend weiter zu reisen. Händler machten sich auf, um tiefer ins Reich der Wikinger oder in die Barbarenlanden vorzudringen und von dort kamen ebenfalls einige nach Broban. Der kulturelle Austausch war enorm, spielte sich für die Hochländer nur in dieser Stadt ab. Das eigentliche Hochland erhielt zwar mehr Reisende als früher, aber bei weitem nicht solche Besucherzahlen.

Irgendwann wurde Broban im Ansehen der Völker zu "nur irgendeine Stadt". Sie war zwar kulturell bedeutend, doch zu abgelegen für Wikinger und zu weit unten für Hochländer. Einzig die Barbaren besuchten die Stadt noch häufig, genauso wie andere Völker, die aus noch entlegeneren Winkeln der Erde hierher gefunden hatten. Broban hatte eine interessante Geschichte hinter sich, war jedoch eine Stadt unter vielen. Selbst hochländische Händler waren bereits in zahlreichen anderen Städten des Kontinents beheimatet, wenngleich der Auslöser für solche Kontakte und den "Völkerverkehr" Broban selbst war.

Im Herbst des Jahres 2 NZ geschah jedoch eine Katastrophe: Eine Ork-Invasion nahm die Stadt in Besitz, mähte die Verteidigung regelrecht nieder, massakrierte die Einwohner und richtete sich danach in der halb zerstörten Stadt ein. Magie half den Orks vermutlich ebenfalls dabei, dies so schnell zu bewerkstelligen. Einige Tage später versuchten mehrere hundert Barbaren die Stadt von den Orks zu befreien, doch resultierte der Versuch darin, dass beide Parteien sich gegenseitig abmetzelten. Die Stadt war vollkommen zerstört, übersäht durch die Leichen zahlreicher Tote und der Boden durchdrängt von Blut.

Der zu der Zeit amtierende König William schenkte die Stadt und das Land darunter aufgrund der großen, tapferen Barbarenkrieger, die ihr Leben für die Hochländer gaben, dem Volk der Barbaren. Er gab dem Barbarenkönig zu verstehen, dass sie ihr Reich bis zur Stadt erweitern konnten und legte nahe, ein Mahnmal nach ihren Vorstellungen zu Ehren der mutigen Krieger zu errichten. Er selbst plante, eine neue Stadt am Berg zu errichten.