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Einleitung

Das Kohrasreich entstand Ende des Jahres 1 NZ in Siegrichsheim, als Kohras Dogan, ehemals ein Kämpfer und Mitbegründer des Drachenordens sowie Freund von Durac, in der Stadt auftauchte und ganz offen von schrecklichen Kreaturen und Dämonen angegriffen wurde, und er diese sogar besiegen konnte.

Zu dieser Zeit unternahm das Kaiserreich (noch) nichts gegen Dämonen und Untote, die sich bereits auf versteckte, hinterlistige Art und Weise im Kaiserreich beinahe ungehindert verbreiteten. Gerüchte wurden laut, dass tief im Westen, an der Küstenlinie, bereits einige Angriffe von Dämonen auf Dörfer begangen wurden. Diese Gerüchte wurden von einigen Familien von dort, die ihre Verwandte in Siegrichsheim besuchten (und aus den betreffenden Gebieten geflohen kamen), bestätigt. Man wurde ungeduldig und forderte Ritter und Garde der Stadt heraus, doch etwas zu unternehmen. Doch diese konnten nur die allgemeine Unzufriedenheit der Bürger nach oben hin melden. Befehle, etwas zu unternehmen, bekamen sie nicht.


Kohras Dogan erscheint

Als Kohras auf dem Marktplatz an einem Dämon ein Exempel statuierte, traf er auf allgemeine Begeisterung. Immerhin zeigte er so, dass man diese Wesen durchaus besiegen konnte. Dazu war er bereits ein „Verfluchter“, eine eigene Untoten-Art, bei der die Seele des ehemals Lebenden jedoch nicht gestorben sondern „nur“ teilweise wahnsinnig war, und die eine hellblaue bis weiße Hautfarbe hatte.

Er wurde von Dämonen, die ihn suchten und im Auftrag Razetoths vernichten sollten, attackiert, doch konnte er sie stets besiegen, manchmal auch mit Hilfe anderer, die die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, endlich mal gegen diese bösen Kreaturen kämpfen und so selbst was tun zu können.

Die Bürger sahen in ihm eine Art Retter, der aus seiner eigenen Hilflosigkeit Stärke bezog. Ein von den Dämonen Verfluchter, der trotz seines Wahnsinns Widerstand zu leisten vermochte und seine Feinde bekämpfte. Er wurde berühmt-berüchtigt und viele Bürger nahmen sich seinen Mut (der eigentlich aus seinem Wahnsinn und seiner Verzweiflung entstand) zum Vorbild. Das Symbol eines Mannes entstand, dem das Schlimmste überhaupt angetan wurde, aber der trotzdem noch weiter die Dämonen bekämpft und Lebensmut besaß. Ein unglücklicher Held in einer aussichtslosen Lage. Auch scheiterten leider alle Versuche, ihn zu heilen.

Der weißblaue Streiter, wie er auch genannt wurde, wurde bald stets von Gardisten begleitet. Erstens, weil er üble Kreaturen anzog wie ein Magnet und man ihm helfen wollte, und zweitens weil er manchmal aufgrund seines Wahnsinns seine „fünf Minuten“ hatte, in denen er manchmal auch aggressiv gegen die Einwohner wurde. Die Gardisten nahmen ihn in diesen Situationen gefangen, wie sie es mit Betrunkenen taten, und ließen ihn in einer Zelle „ausnüchtern“ bzw. wieder zu Verstand kommen.


Tumulte

Rufe wurden laut, man solle sich vom Kaiserreich, das ja nichts unternehmen würde, los sagen. Die Stadt spaltete sich in zwei getrennte Lager: die, die noch immer zum Kaiserreich hielten und die weitaus größere Gruppe, die sich vom Reich lossagen wollte. Es gab in den folgenden Tagen einige Tumulte in der Stadt. So kam es, dass erneut ein Angriff von Geisterwesen und Dämonen erfolgte, da diese die chaotischen Zustände der Stadt ausnutzen wollten Doch Khoras, seine Begleiteskorte und einige Bürger haben sich heldenhaft dafür eingesetzt, die Kreaturen zu vernichten und zu verjagen. Leute wurden mobilisiert und bald war die Stadt erneut befreit von den Schwarzblütern.


Der neue Herrscher

Danach wurde Kohras’ Name gerufen. Zögerlich, doch dann immer lauter. Die Gardisten, Ritter und Befürworter der Lossagung vom Kaiserreich sahen das als Zeichen. Kohras wurde zu einem Symbol der Stadt und gleichzeitig, Ende des Jahres 1 NZ, von Rittern und Kämpfern im Haupthaus der Garde in den Herrscherstand gehoben.

Man zog ihn in militärischen Sicherheitsfragen zur Bekämpfung von Bedrohungen ein und nutzte seinen „Wahnsinn“, um Gardisten und Ritter weiterhin zu trainieren. Die Opfer beklagte und begrub man zwar, doch konnte man Kohras, das große Vorbild der Stadt, dafür nur bedingt haftbar machen. Immerhin war er in seiner Phase des Wahnsinns unberechenbar und nicht für seine Taten verantwortlich. Es war, als wäre er schizophren und später entsetzt über die Dinge, die er tat.


Verräter

Als einige Adlige und Bürger, die immer noch hartnäckig auf der Seite des Reiches standen, in der Öffentlichkeit von anderen angefeindet wurden, packten sie ihre Sachen und wollten die Stadt verlassen. Dies wurde jedoch von der Allgemeinheit als „Verrat“ aufgefasst. Ein Mob bildete sich bald, der die Leute durch die Stadt jagte. Steine, Flaschen und alte Lebensmittel wurden auf die „schändlichen Flüchtlinge“ geworfen. Die verbliebenen Ritter und Gardisten hatten keine andere Chance, als die „Verräter“, die noch nicht geflohen oder getötet wurden, fest zu nehmen. So konnte man sie vor dem Tod durch den Mob bewahren und gleichzeitig der öffentlichen Auffassung, dass die Flüchtlinge bestraft werden sollten, genüge tun.

Allerdings metzelte Kohras nach einigen Tagen die Gefangenen nieder, als er, vorher noch bei klarem verstand, ihnen einen Besuch abstattete, um über ihre Übergabe an das Kaiserreich zu verhandeln. Gerüchte besagen, dass man Kohras absichtlich zu diesen „Gesprächen“ mit den Gefangenen führte, um sie für ihren Verrat mit dem Leben bezahlen zu lassen. Ob Kohras und sein Wahnsinn jedoch so berechenbar wurde, ist umstritten. Er gilt offiziell immer noch als unberechenbar, da sein Geisteszustand nur für einige Minuten bis Stunden stabil war und er ansonsten entweder nur dumme Späße und Albernheiten trieb oder sogar gemeingefährlich wurde.


Das Symbol

Die Unberechenbarkeit des „Herrschers“ ist auch der Grund, warum die wahre Macht und Verantwortung des Reiches gegenüber gleichmäßig unter den Rittern der Stadt verteilt wurde. So konnte der Herrscher zwar im Wahnsinn unsinnige Befehle geben, aber keiner würde sie ausführen. Die Ritter berieten oft, ob man einen Befehl ausführen sollte, wenn er fraglich oder zweifelhaft war. Andere Dinge, die der Herrscher von sich gab, wurden einfach ignoriert. So z. B. der Befehl „Bringt alle alten Männer und Kinder um! Sie sind eine Belastung!“ oder „Ich brauche einen Rock, und meine Beine müssen rasiert werden!“.

Aus diesen Gründen wurde der Herrscher für manche auch zu einem Witz, wenn es ums eigentliche Herrschen und Befehle erteilen ging. Doch das Symbol des Opfers der Dämonen, der aber trotzdem immer noch kämpft und Widerstand leistet, wurde dadurch noch verstärkt. Ebenso wie ihr Zorn auf die Dämonen und Razetoth größer wurde, denn denen hatte er schließlich seinen Zustand zu verdanken. Da er eine weißblaue Hautfarbe hatte, wurden die Farben Weiß und Blau auch die Farben des neuen Reiches, das man Kohrasreich nannte.

In den folgenden Monaten schlossen sich einige umliegenden Dörfer und Städte dem neuen Königreich an (mit ähnlichen Tumulten, als Adlige und Befürworter des Kaiserreiches flohen). Es wurden neue Kämpfer und Gardisten ausgebildet und die besten, die sich in einem Kampf gegen den weißblauen Streiter behaupten konnten (ohne ihn schwer zu verletzen oder gar zu töten), wurden zu Rittern ernannt.

In Jüngster Vergangenheit (etwa Mitte des Jahres 2 NZ) schaffte es Kohras in einem seiner Momenten, in denen er bei klarem Verstand war, eine Armee in das Königreich Borburad zu schicken. Sie sollte dem Königreich in der großen Schlacht gegen einen Erzdämonen nahe der Hauptstadt Anderstedt helfen.

Anmerkung: Für weitere Informationen zur Dämonenschlacht bitte die Artikel zum Königreich Borburad, dem Drachenorden und über Durac lesen.