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Das Seelenspiel

Einleitung

Bei diesem Spiel kämpfen die Spieler als Engel oder Dämonen um Seelen bzw. Anhänger. Für die Böse Seite sind es Seelen, die sie verderben und sammeln. Für die Gute Seite sind es Anhänger, die sie vom Guten überzeugen können oder aus dem Bösen befreien.

Es wird festgesetzt, wieviel Seelen erreicht werden müssen, um zu gewinnen. Dies können beispielsweise 20, 50 oder 100 Seelen sein. Bei 20 Seelen hat das Spiel meistens eine Spieldauer von nur einigen Minuten. Dagegen können es bei 100 Seelen durchaus mehrere Stunden sein, da die Zahl der Seelen durch Ereignisse und Mitspieler ständig schwankt und das Ziel von 100 nur schwer zu erreichen ist. Außerdem: Je mehr Spieler, desto länger dauert es.

Es trägt nur zur Stimmung bei, welche Seite ein Spieler angehört. Doch selbst wenn alle Spieler der Guten oder der Bösen Seite angehören würden, wäre ein Spiel dennoch möglich, da um die Seelen gespielt wird und nicht um die Seiten Gut und Böse.


Benötigte Materialien

Ein Würfel - gleich welcher Art, da es nicht auf die Zahl ankommt, sondern ob die gewürfelte Zahl gerade oder ungerade ist.

Ereigniskarten - diese sollten vorher von einem Spielleiter selbst gemacht sein.

Spielgeld - um die "Investitionen" der Spieler beim Handel der Seelen auf zu zeigen. (Wahnsinnige können auch um echtes Geld spielen. *g*)

Eine Liste - zum Niederschreiben der Seelen und des Geldes der Spieler

Spieler - mindestens 2!

Spielleiter - zum überwachen der Zwischenstände (Seelen + Geld) und als Kontrollinstrument des Spielablaufs.


Spielvorbereitung

Jeder Spieler bekommt 9 Geldscheine (oder Münzen oder dergleichen) und 3 Seelen zu Anfang. Mit den Geldscheinen kann man bis zu 3 Seelen in einer Runde kaufen (Dämonen haben Lebewesen in Versuchung geführt) bzw. befreien (Engel haben Kriegern Mittel/Ausrüstung gegeben, um Seelen von Dämonen zu befreien). Eine Seele = 1 Geldschein.

Der Spielleiter bereitet seine Liste vor, damit die Namen und die Anfangsbesitztümer der Spieler darauf stehen.


Spielablauf

Dann wird gewürfelt, wer anfängt (entweder der, der höchste Zahl oder niedrigste Zahl würfelt, vorher festlegen). Nun geht es im oder gegen dem Uhrzeigersinn reihum. Jeder Spieler kann in seiner Runde einmal Würfeln, danach mit Geld bis zu 3 Seelen kaufen/befreien und dann einen Mitspieler zum Kampf heraus fordern.

Würfeln: wenn der Würfel eine ungerade Zahl zeigt, wird eine Ereigniskarte vom Spieler gezogen. Ansonsten geschieht nichts. Die Zahlen können vom Spielleiter auch selbst definiert werden, um mehr oder weniger Ereignisse zu erhalten (z. B. 1-5 für Ereignisse auf einem normalen, sechflächigen Würfel usw.).

Der Spielleiter schreibt sich die Runden und die Änderungen am Geld und den Seelen der Spieler auf.


Ereignisse

Kampf "Herausforderung"

Bei einer Herausforderung kann der herausgeforderte Spieler diese annehmen oder ablehnen. Lehnt er jedoch ab, wird er allgemein für verunsichert, ein Angsthase oder Schwächling gehalten und verliert dadurch eine Seele.

Nimmt er jedoch an, müssen sich Herausforderer und Herausgeforderter auf einen Gewinn einigen, z. B. dass der Gewinner vom Verlierer 3 Seelen oder 5 Geldscheine erhält (beliebiges, auf das sich beide jedoch vereinbaren müssen). Dann wird gewürfelt. Derjenige mit dem höchsten Würfelwurf gewinnt.


Ereigniskarten

Ereigniskarten (und die sich daraus ergebenden Ereignisse) kann sich jeder Spielleiter selbst ausdenken und selbst gestalten. Gestaltbar und ausdruckbar z. B. mit Word oder Excel, per Visitenkarten-Programm oder mittels einem Programm um Spielgeld aus zu drucken. Basteln geht auch.

Das Spiel kann beliebig durch Ereigniskarten erweitert werden. Ich habe mir folgende Ereignisskarten (als Beispiele) ausgedacht:


Mächte des Guten bekommen Seelen

Die Mächte des Guten haben eine oder mehrere Seelen gewinnen können. Ich habe Karten mit 1, 2 oder 3 Seelen gedruckt).

Sollte der Spieler den Engeln angehören, bekommt er die Anzahl an Seelen vom Spielleiter dazu. Falls er der Finsternis angehört, muss er sie hergeben.


Mächte des Bösen bekommen Seelen

Wird gehandhabt wie bei den Mächten des Guten, nur dass das Böse diese Seelen erhält.

Sollte der Spieler den Engeln angehören, bekommt er die Anzahl an Seelen vom Spielleiter abgezogen. Falls er der Finsternis angehört, bekommt er sie hinzu.


Reichtum / Gelderhalt

W3 (dreiflächiger Würfel) Geldscheine bekommt der Spieler hinzu (Spieler oder Spielleiter würfeln und der Spieler erhält die entsprechende Zahl an Geldscheinen).


Armut / Geldverlust

W3 Geldscheine gehen verloren . Ähnlich wie der Gelderhalt.


Schlacht

Alle Spieler kämpfen in einer großen Schlacht.

Dabei müssen die Spieler ihre Einsätze dem Spielleter im Geheimen mitteilen (z. B. 3 Geldscheine und 6 Seelen, oder nur 1 Seele). Es muss aber mindestens 1 Seele von jedem in den Pott geworfen werden. Spielleiter notiert sich die Einsätze.

Dann wird gewürfelt. Der Spieler mit der höchsten Zahl gewinnt alle Einsätze. Sollten zwei oder mehrere Spieler die gleiche höchste Zahl erwürfelt haben, muss der Spielleiter den Pott an die Gewinner zu gleichen Teilen aufteilen (einen eventuellen Überschuss kann der Spielleiter für den nächsten Pott einbehalten).


Sonstiges

Man könnte das Spiel auch auf Spielbrettern (selbst gemachte oder vorhandene) spielen und mit Figuren darauf umher ziehen. Dann ist der Würfelwurf nur noch die Zahl an Feldern, die der Spieler ziehen darf. Die Ereigniskarten werden dann auf "Ereignisfeldern" gezogen.

Lustig wäre es z. B. auf einem Monopoly-Spielbrett zu spielen, wobei jeder bei START einen Geldschein erhalten würde. Und die Ereignisfelder wären auch da.


Rollenspiel?

Auch einige Rollenspiel-Elemente könnten das Spiel aufwürzen. Z. B. dass jeder Spieler 20 Seelen (oder mehr) braucht, um eine Stufe auf zu steigen. Diese Stufe könnte auch mittels Werte in einem Charakterbogen oder einfach nur mittels besonderen Fähigkeiten des Spielers dargestellt werden (Z. B. Feuerball werfen). Wie sich das auf das Spielgeschehen auswirkt, kann dabei auch noch erweitert werden (Z. B. mit einem Feuerball kann der Spieler beim Kampf 1 vom Würfelwurf eines anderen Spielers abziehen, dabei muss das aber vor dem Würfeln festgelegt werden).

Auch können die Charaktere in Rollenspielen als Spielerfiguren m Rande des Geschehens auftauchen (z. B. in einer Kampagne, in der gegen Dämonen gekämpft wird).


Viel Spaß mit dem Spiel. :-)

--Zothos 19:44, 21. Jan 2007 (CET)