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Einleitung

Auf der Insel, die nun Thuhla heißt, waren ursprünglich nur Elfen und Zwerge angesiedelt. Die Zwerge lebten in den Bergregionen, die vor allem im Westen und Osten der Insel liegen, und die Elfen in den Wäldern im Norden und Nordosten.

Ihre jahrtausende alte Geschichte beweißt, dass eine friedliche Koexistenz der beiden Völker zumindest auf dieser Insel möglich war. Manchmal tauschten sie auch Waren untereinander und angeblich soll es, wenn auch sehr selten, Zwerge und Elfen gegeben haben, die zusammen Familien gründeten. Leider wurden diese jedoch von einem Großteil ihrer Völker nicht lange geduldet. Gerade die Elfen sprachen sich oft gegen eine "Völkervermischung" aus. Die Familien, die die Urahnen der Zeferl darstellen, zogen von dannen.


Orks

In den Jahren der Gründung des Königreiches Borburad kamen vereinzelt Orks auf die Insel. Sie flohen vor allem vor den Menschen, die sie jagten. Während die Zwerge, die sich besonders im Inneren der Berge aufhielten, kaum mitbekamen, dass Orks ins Land kamen und teilweise auch ihre Berge erklommen, wehrten sich die Elfen immer mehr gegen das Eindringen dieser Wesen in ihre Wälder.

Die Orks streiften alsbald an den steinigen Küsten der Insel entlang, wo sie sich von Fischen ernährten, oder erklommen Teile der Berge, die von den Zwergen kaum bis gar nicht kontrolliert wurden. Sie versuchten auch immer wieder in die Wälder zu gelangen, gerade weil sie Wildtiere jagen wollten. Doch nicht selten kam es dabei erneut zu Konfrontationen mit den Stämmen der Elfen.

Trotzdem schafften es die Orks, besonders in den Gebieten fern von den Wäldern, auf der Insel heimisch zu werden.


Die Besiedlung durch Menschen

Doch wo Orks waren, waren die Menschen nicht weit. Sie kamen auf die Insel und machten Jagd auf Orks, wie sie es bereits anderswo taten. Dies mobilisierte auch einige Zwergenclans, die mithalfen. Dass letzten Endes die Orks dennoch nicht so leicht besiegt worden waren, ist allein der Tatsache zu verdanken, dass unter ihnen einige Anwender der Magie waren. Dabei sollen laut Gerüchten und Berichten der Menschen auch einige mit besonderen Kräften ausgestattet gewesen sein. Kräfte und Magie, die weit über denen eines gewöhnlichen Schamanen liegen.


Die Hafenstadt Mekandur

Die Menschen ließen sich zunächst im Süden nieder, wo nach und nach die Stadt Mekandur entstand. Dabei formte sich auch eine Gruppe von Menschen, die eine Planung für die gesicherte Zukunft der Stadt führte und diese durchsetzte. Als erstes gehörte dazu, sich sowohl vom Kaiserreich Arinsgord als auch vom damals neu gegründeten Königsreich Borburad unabhängig zu erklären. Der Name Thuhla wurde für die Insel erfunden.

Diese Gruppe half ebenfalls maßgeblich dabei, die Stadt auf zu bauen und Ressourcen wie Holz und Erze zu beschaffen. Dazu handelten sie mit Zwergen, die sich freuten, Schmiedewaren und Waffen an jemanden verkaufen zu können. Fischer ließen sich in der Stadt genauso nieder wie Bauern und unzählige Handwerker. Aus der Stadt wurde so eine Handwerksstadt.

Doch unterschwellig und kaum bis gar nicht von der Bevölkerung bemerkt, wurde die Stadt durch diverse Machtkämpfe aufgeteilt in verschiedene Bereiche. Dadurch bildeten sich Untergruppen aus der ursprünglichen Gruppe, die die Gardisten und Personen in besonderen Stellungen für sich gewinnen konnten. Farben wurden bald als Erkennungszeichen von den einzelnen Gruppen benutzt (wie z. B. grün, rot, blau, gelb...). So entstanden auch Bezeichnungen wie "Rote Garde" oder "Gelbe Gardisten" und dergleichen mehr, die aber nie offizielle Bezeichnungen wurden und auch nie schriftlich niedergelegt wurden.

Der Öffentlichkeit ist bis vor ein paar Jahren die Existenz der unterschiedlichen Gruppen nur anhand von Gerüchten bekannt gewesen. Gerade aber in letzter Zeit führen diese Vereinigungen, die man bereits unter der Bezeichnung "Organisierte Kriminalität" vereinen kann, einen harten Konkurrenzkampf in den unterschiedlichsten Stadtgebieten. Morde zwischen den Bandenmitgliedern, natürlich im Dunkel der Nacht und unter mysteriösen Umständen begangen, sind an der Tagesordnung.


Der Krieg zwischen Elfen und Menschen

Dies kam, da die Elfen zunächst mit steigendem Unmut beobachteten, wie die Menschen weiter gen Norden siedelten und Bäume fällten. Als dann noch für die laut den Menschen glorreiche, große Stadt Thuhlanor mit ihrer großen Feste Trupps nach Norden zogen, um dort Bäume zu fällen, war es den Elfen zu viel.

Man muss ihnen zugute halten, dass sie zunächst versuchten, diplomatisch mit den Menschen zu kommunizieren. Dies versagte auch manches Mal durch Verständigungsschwierigkeiten. Es gab zwar einige wenige Elfen, die die Sprache der Menschen erlernten, doch der Gebrauch der Wörter war für sie umständlich und unlogisch. Dazu kam, dass einige Menschen einen Zwergen als Mittelsmann benutzten. Immerhin sprachen einige Zwerge elfisch und umgekehrt. Doch wenn die Sprache der Menschen zuerst ins zwergische und dann ins elfische Übertragen wurde oder das elfische in das zwergische und dann in die Sprache der Menschen, kam oft eine andere Bedeutung als zu Anfang heraus.

Die Elfen waren auch nicht besonders für ihre Geduld bekannt. Schließlich fühlten sie sich im Recht und warfen den Menschen vor, die Natur ab zu töten und das Leben der Wälder zu gefährden. Die Menschen reagierten nicht minder geduldig. So führte ein falsches Wort zum Disput, ein Disput wuchs aus zum Streit und aus dem Streit wurde ein Kampf zwischen den beiden Gruppen, die eigentlich miteinander reden wollten.

Nach mehrmaligen, gescheiterten Versuchen der Elfen, die Menschen vom rigorosen Erbauen neuer Städte ab zu halten, folgte eine Kriegserklärung der Elfen. Diese wurde von einigen Menschen viel zu gerne angenommen, denn einige fühlten sich selbst im Recht und wollten die Baumkuschler am liebsten von der Insel verdrängen.

So kam es zu einigen Schlachten zwischen Thuhlanor, Helmsted und den Bergen. Das Kampfgebiet verlagerte sich zunehmend nach Westen, da Thuhlanor nicht weit lag. Die Elfen mobilisierten schließlich eine große Armee, die über die Berge zur Feste Thuhlanor kam. Dort, bei der entscheidenden Schlacht des Krieges, ist es nach zwei Wochen harter Kämpfe zum Niedergang der erst zur Hälfte fertig gebauten Stadt und deren halbfertigen Feste gekommen. Die Menschen zogen sich notgedrungen letzten Endes doch in den Süden zurück.

Die Zwerge selbst hielten sich, so diplomatisch wie es ihnen möglich war, aus den Streitigkeiten heraus und stoppten weder Mensch noch Elf, der über ihre Berge zog. Nur ein paar Zwerge, die bereits in den Städten der Menschen lebten, nahmen aktiv an den Kämpfen auf der Seite der Menschen teil.


Duviks Pass

Der große Duvik, auch genannt der weise, alte Duvik, unternahm vor etwa 70 Jahren eine Expedition zum Inneren der Insel. Man wollte an einem vom Rest der Gebirge abgegrenzten Berg in der Inselmitte, der von den Zwergen länger nicht mehr bewohnt war, einen kleinen Ort gründen.

Duvik wusste, dass er mit den Elfen zuerst verhandeln musste, sonst würde ein neuer Krieg ausbrechen. Er zog, wagemutig wie er war, nur mit einer Mannschaft von insgesamt 4 Leuten gen Norden und sprach die erstbesten Elfen an, die sich ihnen in den Weg stellten. Die Mannschaft wurde durch Giftpfeile betäubt und zu den Ältesten eines nahe gelegenen Elfenstammes gebracht.

Zu ihrem Glück waren die Elfen jedoch sehr diplomatisch, obwohl sie gleichzeitig ziemlich argwöhnisch waren. Die Elfen wollten, genau wie Duvik, einen erneuten Krieg vermeiden. Man kam darin überein, dass nur die Elfen das Holz für dieses neue Dorf bringen durften. Kein Mensch durfte einen Baum in der Nähe und auch nicht weiter nördlich entwurzeln oder schlagen. Dafür, dass die Elfen die Bäume bringen sollten, mussten die Menschen ihnen Handelswaren im entsprechenden Wert schenken.

Dadurch gewann Duvik nicht nur einen neuen Ort für die Menschen, der an einem Ressourcenreichen Berg lag, sondern ebnete den Weg für zukünftigen Handel mit den Elfen. Leider hat er nicht mehr mitbekommen, dass Jahre nach seinem Tod einige Elfen ins Dorf zogen und zusammen mit den Menschen friedlich lebten.

Der Ort wurde, als Hinweis zu seiner Lage an einem Bergpass und zum Gedenk an den weisen Alten, „Duviks Pass“ genannt.


Karte

Auf der Karte, die das Festland des östlichsten und zugleich größten Kontinents von Mar zeigt, ist die Insel Thuhla im Westen angesiedelt. Auf dem Festland selbst ist das Königreich Borburad. Darüber beginnt das Kaiserreich Arinsgord.


Borburad-klein


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