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Willows Zukunft ist der Alternativ-Name der Geschichte um Willow und der verbliebenen Crew von Buffy und Angel. Siehe Anmerkungen und Disclaimer.

Nachdem Zothos den Namen "Willow (und Buffys Gang)" (unter dem der Artikel vormals zu finden war) zum einen als zu lang empfand und er zum anderen durch Leser darauf hingewiesen wurde, dass man "Gang" falsch verstehen könnte, nannte er das ganze nur noch "Willows Zukunft".

Nachtrag: Da vielen Leuten das Lesen auf diesen Wiki-Seiten zu unkomfortabel erscheint, werde ich mir zukünftig die Mühe machen, eine DOC-Datei zu verlinken, die man z. B. auch mit OpenOffice.org öffnen kann. Der Link muss jedoch nach dem Disclaimer erfolgen, also siehe weiter unten...

--Zothos 17:03, 22. Jan 2008 (CET)


Anmerkung: Der Anfang wurde gekürzt, um diese Seite nicht allzu lang werden zu lassen. Zukünftig werden Fortsetzungen veröffentlicht und bei (Platz-)Bedarf der älteste Teil raus genommen.

Die ungekürzte Geschichte ist aber nach wie vor, wie bei Herunterladen angegeben, im Download enthalten.

--Zothos 14:44, 19. Mai 2008 (CEST)



Anmerkungen

Auf einigen Seiten ist diese Fanfiction von mir bereits erschienen, doch da ich die Geschichte ständig weiter erzähle und es somit zu meinen aktuell laufenden Projekten gehört, gehört es natürlich in erster Linie in diese Wiki-Seiten mit rein.


Es folgt ein Disclaimer, ein Kommentar und danach die eigentliche Fortsetzungsgeschichte:


--Zothos 19:07, 19. Jan 2007 (CET)



Disclaimer

Autor: Markus Bruchmann alias Zothos

Titel: Willow (und Buffys Gang)

Altersfreigabe: (geschätzt) ab 16

Hauptcharaktere: Das Team von den Serien Angel und Buffy, erfunden von Joss Whedon.

Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television shows "Buffy the Vampire Slayer" or "Angel". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television and the WB Television Network.




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Kommentar

Hallo!

Ich habe mal angefangen, eine Fortsetzungsgeschichte über Willow zu schreiben, die mit der Crew beider Serien zusammen treffen wird. Begonnen habe ich mit einen besonders persönlichen Moment von Willow und einem kurzen, geschichtlichen Abriss der Staffel 7 der Serie Buffy. Danach kommt meine mögliche Version der weiteren Ereignisse, die eigentliche Fortsetzungsgeschichte.

Bitte beachten: Man sollte die Serien Buffy und Angel bis zum Ende gesehen haben, denn ich baue auch auf das etwas "lose Ende" der Angel-Serie auf. Außerdem werden einige Anspielungen auf die charakterlichen Entwicklungen der Personen gemacht, die im Verlauf einiger Episoden zu sehen waren (z. B. die böse Willow).

Viel Spaß beim lesen. Und für konstruktive Kritik oder weitere Anregungen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Es folgt die Story...




Geschichte "Willows Zukunft"

Ergänzung vom 23.08.2007

Faith riss verwirrt die Augen auf. Hatte sie geschlafen? Immerhin lag sie im Bett. Da klopfte doch jemand, oder? Ja, da war ein Klopfen, das langsam lauter wurde. Außerdem schien Buffy etwas zu wollen. Faith wurde sich schließlich ihrer Umgebung bewusst und hörte nun klar Buffy vor der Tür sagen: „Antworte mir doch bitte! Ich muss mit dir reden! Bist du wach?“. Launisch erwiderte sie: „JETZT bin ich wach! Was zur Hölle willst du?“. „Ich muss mit dir reden… wegen Willow! Darf ich reinkommen?“.

Die dunkelhaarige Jägerin rollte mit den Augen, wuchtete ihren Körper aus dem Bett und sagte ärgerlich: „Moment, ich mache auf!“. Sie streifte sich einen Bademantel über, schlurfte müde zur Tür, schloss diese mit dem im Schloss steckenden Schlüssel auf und öffnete sie einen Spalt breit. „Was ist denn los?“ fragte sie und sah sich einer besorgten Buffy gegenüber. „Willow… wir haben gesprochen, wegen Oz… jetzt ist sie weg. Sie wollte ihn suchen, hat sie gesagt. Also bevor sie verschwand. Ich mache mir Sorgen!“ beeilte sich Buffy zu schildern.

Faith sah die blonde Jägerin verwirrt an, als sie fragte: „Meinst du, sie macht eine Dummheit?“. „Ich weiß nicht. Eigentlich kann sie auf sich aufpassen, vor allem da sie sich vorgenommen hatte, nie wieder unüberlegt zu handeln. Aber es geht um Oz… und Willow ist eben Willow… man kann nie wissen! Nicht, dass ich sage, dass sie unberechenbar ist… Ogott, wir müssen sie suchen…!“ stammelte Buffy nervös und ängstlich zugleich.

„Komm rein!“ meinte Faith schlicht und ging von der Tür weg. Dann kramte sie im Schrank nach einer schwarzen, ledernen Hose und einer ebenfalls schwarzen Bluse aus einem Seideähnlichen Material. „Oh, sorry. Ich…“ sagte Buffy und drehte sich um, in der Erwartung, dass Faith sich ankleidete. Diese lächelte leicht als sie erwiderte: „Kein Problem! Was sollen wir unternehmen?“

Buffy meinte: „Wenn ich das wüsste, hätte ich dich dann geweckt? Achso, Entschuldigung übrigens!“. Als Faith nichts darauf erwiderte, sondern sich weiter mit Anziehen beschäftigte, überlegte Buffy: „Sie wollte sich in der Stadt ‚nur mal umschauen’! Viel eher macht mir aber Sorgen, dass sie sich einfach so teleportierte. Also unter Verwendung von Magie natürlich, ohne groß darüber nach zu denken. Außerdem waren da silberne Blitze als sie verschwand!“.

Faiths Gürtel war zu hören als sie fragte: „Du meinst doch nicht, dass sie wieder total ausrastet, oder?“. „Ich weiß es nicht. Eigentlich gibt es dazu keinen Grund! Immerhin hat sie ihre Lektionen seid ihrem ‚Ich-zerstöre-die-Welt-Ausraster’ gelernt! Aber sie war total aufgelöst, als ich ihr von Oz erzählte. Immerhin war er einst ihre große Liebe, sogar noch vor Tara!“. „Ja, richtig!“ machte Faith, die kurz darauf misstrauisch wurde und nun völlig bei wachem Verstand fragte: „Hey, du hast was? Du hast ihr von Oz erzählt? Ich dachte, du hattest ihm versprochen…“. „Ich weiß!“ unterbrach Buffy sie und fuhr fort: „Aber Willow lief mir über den Weg und machte einige seltsame Andeutungen. Vielleicht auch ohne sich was dabei zu denken. Aber ich konnte sie einfach nicht belügen…“.

Während Faith sich alles soeben Gesagte durch den Kopf gehen ließ, drehte sich Buffy zur Tür und meinte: „Ich werde wohl das ganze Team wecken müssen…“. Faith schüttelte den Kopf und wollte etwas erwidern, als Buffy bereits los lief. „Hey, Buffy! Lass das. Was sollen die anderen denn unternehmen?“ fragte Faith und hielt die Blonde zurück. „Ich weiß nicht… was sollen wir unternehmen?“ fragte Buffy mit Betonung auf „wir“.

Faith hob beschwichtigend die Arme und verlangte: „Ok, atme erstmal durch Buffy.“. Als Buffy eben das tat, meinte Faith: „Wir werden uns umsehen und dort nach Willow schauen, wo sie Oz vermutlich vermutet…“. Buffy sah sie irritiert an. Auch Faith dachte kurz über ihre Worte nach und fügte hinzu: „Ok, das könnte schwierig werden!“. Buffy schüttelte verzweifelt den Kopf und wandte sich erneut zur Tür. Faith rief: „Hey, halt. Ok, wir werden Wesley bescheid geben und lassen die anderen außen vor. Nur weil du es Willow erzählt hast, muss nicht die ganze Stadt erfahren, dass Oz da ist. Etwa die Hälfte unseres Teams kennt ihn ja noch nicht einmal.“

„Dann los! Wir erzählen Wesley davon und machen uns sofort auf den Weg…“ verlangte Buffy schließlich, offensichtlich mit neuem Mut, und ging hinaus…

+ + +


Nachdem sie Wes lesend im Büro antrafen, berichteten sie in aller Kürze was sie vor hatten und rannten aus dem Hotel hinaus. Wesley war irritiert und musste erst einmal alles gedanklich zusammen fügen, was sie ihm erzählten. Dazu hatten die beiden keine Zeit.

Sie rannten durch die Straßen, um zuerst dort nach Oz und Willow zu suchen, wo sie ihn zuletzt sahen. Buffy hatte Willow zwar nicht gesagt, wo genau sie Oz begegnet waren, aber die beiden Jägerinnen würden ihn dort vielleicht finden. Wenn nicht, mussten sie von dort aus in die Richtung reisen, in die er gegangen war als sie ihn aus den Augen verloren. Oder sie konnten von dort auch Richtung Innenstadt weiter rennen, wo viele Hotels waren und Willow vielleicht ebenfalls suchen würde.

Faith, die zufällig zum Himmel schaute, stoppte plötzlich mitten im Lauf. Buffy, fast verärgert über Faiths Pause und die Tatsache, dass sie fast mit ihr zusammen stieß, schaute ebenfalls zum Himmel. Sie wollte heraus bekommen, warum Faith inne hielt. Buffy erschrak, denn sie sah ein weißes Leuchten in Form eines senkrechten Strahls zum Himmel, der zweimal durch einen schwarzen Strahl unterbrochen wurde und danach noch fast eine Sekunde lang hell schien, bevor er verschwand. Es war nur dem Umstand zu verdanken, dass der schwarze Strahl etwas schwärzer als der dunkle Himmel war, so dass man ihn überhaupt bemerken konnte. Außerdem verdeckte er in Blickrichtung der Jägerinnen die Sterne und einen Teil des Mondes.

„Hast du…“ fing Faith einen Satz an, als sie von Buffy unterbrochen wurde. „Einen weißen Strahl gesehen, der einige Male durch einen schwarzen abgelöst wurde? Nein, ich habe nur den Nachthimmel bewundert!“ sagte die Blonde und lief erneut los, diesmal in die Richtung, in der die Strahlen zu sehen gewesen waren.

Mehr zu sich meinte Faith sarkastisch: „Großartig! Ich hätte jetzt im Bett schlummernd träumen können, doch stattdessen jage ich Lichtern nach…“.

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Eine kleine Flamme im Dunkeln erhellte nur spärlich die zudem durch eine Straßenlampe schwach beleuchtete Gasse, die sich hinter einer Bar für Dämonen befand. Spike bewegte sein Zippo mit der Flamme zur Zigarette, die bereits in seinem Mund steckte, und entzündete sie. Während er ein paar Züge genoss, betrachtete er den in der Gasse liegenden Werwolf, mit dem er zuvor gekämpft hatte. Der braunfellige Werwolf atmete schwer. Knurrte er leise?

„Hör zu, ich will dir nicht wehtun.. zumindest nicht noch mehr! Sag mir einfach wo der andere Werwolf namens Oz ist. Oder verrate mir wenigstens, warum L. A. nun so viel Besuch von euch Wölfen erhalten hat…“ verlangte er. Der Befragte bewegte sich langsam in seine Richtung und betrachtete ihn. „Hey, tu nichts Unüberlegtes…!“ warnte Spike und stellte sich kampfbereit breitbeinig hin.

Der Lykanthrop verwandelte sich in eine Blondine, die ihre Blöße geschickt vor ihm verbarg. „Spike?“ fragte sie zweifelnd. Er wusste, dass er sie kannte. Doch wer… oh, ja. Jetzt erkannte er sie. „Nina?“ fragte er erstaunt.

Plötzlich war es ihm, als ob ein dunkles Aufflackern zu sehen war, und in der Gasse stand Willow. Sie richtete ihren Blick auf die Werwolf-Frau. Spike konnte nur staunen und bemerkte, dass Willow eine düstere Erscheinung hergab. Dunkle Kleidung und schwarze Haare waren eindeutige Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Und waren das etwa dunkle Venen, die man durch die Oberfläche von Willows Haut hindurch sehen konnte? Eine tiefe, gerade noch weibliche Stimme, die unmöglich von Willow stammen konnte, sagte: „Nein, der falsche Werwolf offensichtlich!“. Dann fragte die Stimme verärgert: „WO IST OZ?“.

Nina, die ängstlich und überrascht Willow anschaute, behauptete: „Ich weiß nicht, wirklich nicht!“. Spike konnte nicht mehr nur stiller Zeuge sein, deswegen fragte er: „Willow? Bist du das? Was ist mit dir?“. Willow starrte ihn aus ihren toten, vollkommen schwarzen Augen an, bevor sie in immer noch ungewohnt tiefer Stimme erwiderte: „Still! Dich habe ich nichts gefragt, Vampir!“. Das Wort Vampir klang wie Gift aus ihrem Mund.

Spike wollte etwas erwidern, als die Hexe sich bereits wieder zu Nina umdrehte und mit der rechten Hand winkte. Wie durch Geisterhand flog Nina im selben Moment gegen die Wand, und ein lautes, verärgertes „WO?“ war daraufhin zu hören. „Ich weiß es nicht, ich habe ihn aus der Sicht verloren. Er muss im Hotel sein!“ beeilte sich eine vor Schmerzen wimmernde Nina zu sagen. Willow verschwand in einem erneut dunklen Aufblitzen.

„Bloody… Hell?“ meinte Spike, während seine Zigarette ungeachtet aus seiner Hand zu Boden fiel…

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Zeitgleich erschien, begleitet von einem kurzen und hellen Blitz, eine Frau etwa Mitte zwanzig in der Dämonenbar. Sie hatte weiße Haare und ein weißes, seidiges Gewand. Ihr Gesicht erstrahlte vor Güte, als sie sich umsah. „Was… Welch Abschaum?“ waren ihre ersten erstaunten Worte, die ihrer freundlichen Erscheinung Lügen straften.

Die Dämonen, unter ihnen auch einige Vampire und Werwölfe, waren zuvor damit beschäftigt gewesen, sich zu unterhalten, zu raufen oder sich zu betrinken. Stattdessen starrten sie nun der Erscheinung wortlos entgegen. „Oh, so ein Zufall! Es sind einige Lykanthropen anwesend. Würdet ihr so freundlich sein, mir zu sagen, wo sich Oz befindet?“. fragte sie nun höflicher und ruhiger.

Ein angesprochener Werwolf antwortete schwerfällig noch in Wolfsgestalt, und demzufolge etwas undeutlich: „Der… ist nicht hier!“. Die weiße Frau lächelte gütig, bevor sie erklärend antwortete: „Das sehe ich! Doch wo ist er? Es ist wirklich dringend, dass ich ihn finde!“. Ein anderer Werwolf in Menschengestalt fragte: „Wer will das wissen?“. Wieder lächelte die Frau und antwortete: „Mein Name ist Willow!“…

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Ergänzung vom 04.11.2007

Buffy fragte sich, ob Willow überhaupt eine Dummheit anstellen könnte. Vielleicht eine kleine, doch bezweifelte die Jägerin, dass Willow wahrhaftig wieder der Magie verfallen und die Stadt gefährden würde. Immerhin hatte sie solch eine Erfahrung bereits durchgemacht.

Und, was das wichtigste war, daraus gelernt. Sie hat nicht nur Besserung gelobt und eine zeitlang sogar Angst vor der Benutzung von Magie gehabt. Sie hatte sich gebessert, hatte die Axt der Jägerin benutzt, um potentielle zu wirklichen Jägerinnen zu machen. Dann ist sie auf einer Mission zur Selbstfindung gegangen. Zumindest betrachtet es Buffy so, was Willow das Jahr über getrieben hatte. Sie war wieder eins mit sich geworden, normal. Zumindest für eine gute Hexe.

Aber wenn dem so ist, dachte Buffy, warum mache ich mir Sorgen? Wahrscheinlich weil Magie und verschiedene Ereignisse im Leben von ihr und ihren Freunden etwas Unberechenbares waren, resignierte sie. Wie oft standen sie vorm Abgrund? Wie oft entpuppte sich ein langjähriger Freund oder eine Bekanntschaft auf einmal als Marionette des Bösen? Oder Geisel dämonischer Einflüsse oder wie auch immer man das nennen mag. Die Jägerin musste sich erneut eingestehen, dass ihr Leben nie langweilig oder normal sein würde.

Die seltsamen Blitze oder Lichter, die in Intervallen von etwa einer Minute auftraten, schienen jetzt immer weiter voneinander entfernt auf zu treten, je näher Faith und Buffy kamen. In etwa 100 Meter Entfernung meinte Buffy außer Puste: „Wir… sollten uns… aufteilen…“. Faith, von der Jagd nach diesen Licht-Phänomenen ebenso außer Puste, antwortete: „Ok… ich nehme… die schwarzen, und du… nimmst die weißen!“. Buffy hielt an, während Faith weiter rannte, und antwortete sarkastisch: „Ok, klar! Aber… warum zieht dich immer das Dunkle an?“. Sie sah kurz der sich entfernenden, dunkelhaarigen Jägerin nach. Dann rannte auch sie weiter…

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Zurück im Hotel blätterte Wesley in einem Buch. Er suchte etwas, was er irgendwo gelesen hatte. Etwas, um sich auf Entfernung mit jemand zu verständigen. Ohne Handy natürlich, denn diese Möglichkeit hatte er bereits ohne Erfolg versucht. Willows Handy war aus. Außerdem hätte Buffy ja auch daran denken können. Da sie das jedoch nicht tat, bestätigte seine Theorie: die Jägerin wusste, dass Willow es nicht mitgenommen hatte.

Wo stand bloß dieses Ritual? Vielleicht konnte er damit Willow erreichen und ihr sagen, dass die Jägerinnen sich Sorgen machten und sie suchten. Ah, da war es. Jetzt musste er nur noch ein paar Sachen zusammen suchen, um das Ritual durch zu führen. Gut, dass kein Wesen und kein Blut geopfert werden musste. Gott sei’s gedankt…

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„Gute Nacht!“ sagte der Page namens Steve den beiden Hotelgästen, die gerade im Aufzug verschwanden, um auf ihr Zimmer zu gelangen. Nur noch eine halbe Stunde und er hatte Feierabend. Dieser Nebenjob war einfach nicht das Richtige für ihn, beschloss er. Er musste immer das Gepäck der Gäste schleppen, das Trinkgeld war mies, falls überhaupt vorhanden, und der Lohn entsprach auch nicht seinen Erwartungen.

„Es ist nicht wenig Geld, Sie bekommen ja immerhin noch einiges an Trinkgeldern!“ waren die Worte des Personalchefs gewesen. Toll! Abzocke pur, dachte Steve nun. Darüber hinaus waren einige Gäste schon seltsame Artgenossen. Unhöflich bis ungewöhnlich, wenn man es vornehm ausdrückte.

Er ging zur Rezeption, um noch ein wenig mit der gut aussehenden, blonden Irene zu reden. Sie war neu hier und hatte keinen Freund, soweit er wusste. Doch plötzlich war es ihm, als ob die Lichter ein wenig dunkler wurden, nur für einen Augenblick. Er sah sich erstaunt um und bemerkte, dass Irene überrascht zur Mitte des Eingangsbereichs schaute. Er tat es ihr gleich und sah auf einmal eine bizarre Gestalt in schwarz. Geschockt fragte er: „W-was… wer sind Sie?“

Die schwarze Willow starrte ihn finster aus ihren düsteren Augen an. Dann sagte sie in einer unheil verkündenden Stimme: „Ich will wissen wo OZ ist! Sag es mir, wenn du mich nicht ärgerlich sehen willst!“. „Oh mein Gott!“ gab Irene von sich, als sie die fremdartige Stimme und die Worte hörte. Geschockt ging sie langsam rückwärts, bis sie mit dem Rücken gegen die Wand mit den Schlüsseln stieß. Wo war sie? In einem Alptraum gefangen?

Steve hörte, wie das Wesen, denn es konnte kein Mensch sein, zu Irene blickte und meinte: „Nein, ich bin nicht dein Gott! Aber nahe dran! WO IST ER?“. Er versuchte den Schock zu überwinden und zu antworten: „Ein… Oz gibt es hier nicht! Sie müssen hier falsch sein!“. Die schwarze Gestalt überlegte und meinte daraufhin: „Ja, ich fühle es! Etwas ist hier falsch!“. Sie blickte sich um, nur um kurz daraufhin Steve verwundert zu fragen: „Hier gibt es keine Gestaltwandler, oder? Oder wollt ihr ihn von mir fernhalten?“. Mit einer erneut verärgerten Miene starrte sie Steve hasserfüllt an.

„Nein, wir… hier wird keiner versteckt! Bitte… was soll das?“ antwortete Steve ängstlich. Sollte er die Polizei rufen? Nein, er durfte sich nicht hastig bewegen, sonst würde dieses… Ding… ihn irgendwie attackieren. Was war das nur für eine Gestalt? So was gab’s doch nur in billigen Romanen oder in Horrorfilmen. Oder nicht?

„Ähm… ich kann die Gästeliste durchsehen…!“ versuchte es Irene. Die Gestalt sah sie an und rief: „SOFORT!“. Irene gab ein hastiges „Ok!“ von sich, ließ ihre Finger flink über die Tastatur wandern, fluchte weil sie sich vertippte, verbesserte sich und gab den Namen „Oz“ ein.

Auf einmal meinte Willow: „Zu langsam…“ und streckte eine Hand nach Irene aus. Beide, Steve und Irene, zuckten unwillkürlich zusammen, als eine Art Wirbel aus Licht von ihrer Hand auf den PC übersprang. Willow starrte zur Decke, als sie die Informationen aus dem Gerät in sich aufnahm. „Verdammt! Schon wieder kein Glück!“ war das einzige, was sie von sich gab. Kurz darauf war sie in einem dunklen Aufblitzen verschwunden.

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In einem anderen Hotel kam gerade die weiße Willow zur Tür herein. Ein Portier stand an einer kleinen Rezeption und starrte ihr entgegen. Was für eine Augenweide, dachte er. Laut fragte er die ungemein attraktive und irgendwie geheimnisvolle Gestalt: „Kann ich Ihnen zu Diensten sein?“.

Willow antwortete lächelnd: „Sehr gerne! Ich suche jemanden mit dem Namen Daniel Osbourne, auch Oz genannt!“. „Ich überprüfe unsere Gästeliste!“ meinte der Portier und sah nach.

Doch in den wenigen Zimmern, die dieses Hotel hatte, war leider kein OZ zu finden. „Es tut mir leid, aber es gibt keinen Gast mit diesem Namen hier…“ gab er ihr bescheid. Insgeheim fragte er sich, ob es in der Empfangshalle heller war als sonst, oder ob er sich das nur einbildete. Die weiße Willow antwortete: „Schade! Ich muss ihn unbedingt finden! Nun gut, eine schöne Nacht wünsche ich…“. Dann verschwand sie wieder nach draußen und ließ einen verwunderten Portier zurück, der sich einredete, dass dieser Blitzstrahl draußen, dessen Schein er gerade sah, reine Einbildung war….

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In der Dämonenbar unterhielten sich die Besucher noch immer über diese seltsame Frau in weiß. Alle Werwölfe hatten die Bar mittlerweile verlassen. Weshalb genau wussten die Anwesenden nicht zu sagen. Den meisten war es auch egal.

Ein Dämon mit dunkelroter Haut und Haare, die ganz aus Feuer zu sein schienen, meinte gerade zu einem anderen seiner Art: „Willow… ich habe mal was von einer Hexe gehört, die so hieß. Allerdings sollte diese sehr bedrohlich und düster gewesen sein. Außerdem war die hinter irgendeinem Spinner her und wollte ihn umbringen. Was ich so hörte, soll diese Braut richtig heiß gewesen sein. So heiß wie meine Haare!“ lachte er. Der andere lachte ebenfalls und wollte gerade etwas erwidern, als beide von einem Vampir angesprochen wurden. „War sie so schwarz wie die da?“ sagte er verunsichert und nickte mit dem Kopf in eine Richtung. Verwundert sahen sich die Dämonen, wie fast alle Anwesenden, zu einer soeben erschienen Gestalt um. Es war die schwarze Willow.

„Werwölfe, wo sind sie? Ich spüre, dass hier welche waren!“ sagte sie in einer verärgerten, dunklen Tonlage. Ein Dämon mit breiten Hörnern, Buckel und grauer Hautfarbe behauptete: „Da ist sie schon wieder!“. Der Vampir jedoch schüttelte mit dem Kopf. „Das ist sie nicht! Die sieht anders aus! Das muss eine andere sein…!“.

Der Dämonen mit den feurigen Haaren, der eben seinem Artverwandten zugehört hatte, rief schockiert: „Nein, das ist sie. Sie will uns in die Irre führen!“. Dann rannte er auf sie zu, wobei er spontan Verstärkung von dem Vampir erhielt.

Gelangweilt und boshaft grinsend streckte Willow ihre Arme nach den Angreifern aus und ließ blaue Blitze in Wirbeln aus dunklem Licht in ihre Oberkörper eindringen. Dies stoppte sie nicht nur mitten in der Bewegung, sondern schleuderte sie sogar einige Meter zurück, während sie vor Pein aufschrieen. Willow hielt inne, sah sich im Raum um und meinte: „Nur damit wir uns verstehen…“. Dann streckte sie erneut die Arme aus. Dieses Mal saugte sie jedoch etwas Goldenes aus den beiden heraus, was den Dämon tot zusammensacken und den Vampir zu Staub zergehen ließ. „…mir ist es todernst!“ führte Willow ihren Satz in einem bedrohlichen Ton zu Ende.

Ein anderer Vampir rannte panisch zur Eingangstür. „Ah-aah!“ machte die Hexe tadelnd und ließ auch ihn zu Staub zergehen. Dann sprach sie weiter: „Wo war ich? Achja, ich…“. „Warum tust du das? Und warum zuerst in weiß und jetzt auf diese Art?“ unterbrach sie der gehörnte Dämon.

„Zweimal? Weiß?“ fragte Willow ungläubig. Ja, da war es schon wieder. Ein Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Etwas war schief gegangen. Verärgert über diese Ablenkung schleuderte sie einen Blitz auf den Dämon. Doch überraschenderweise prallte die tödliche Energie auf dessen Körper auf, flackerte kurz um ihn herum und verschwand. Er musste eine Art Schutzschild verwenden, schätzte sie.

Der Dämon lachte und sagte: „Hättest du nicht gedacht, was? Ich bin unverwundbar, seit ich mir diesen Schild….“. Willow unterbrach ihn, in dem sie das Schild einfach umging und seine Lebensessenz in Form des goldenen Lichts in sich aufsaugte, was ihn tötete.

Bevor sie an etwas anderes denken konnte, wurde sie jedoch erneut abgelenkt. Sie starrte zur Decke und lauschte in sich hinein. Jemand schien geistig mit ihr in Kontakt treten zu wollen. Ohne sich zu verabschieden, verschwand sie augenblicklich in einem dunklen Licht, auf dem Weg zur Quelle des Kontakt-Zaubers…

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Wesley hatte das Ritual im Büro des Hotel Hyperion vollendet und den Zauber gewirkt. Nur eine kurze Botschaft konnte er übermitteln. Er beschränkte sich dabei auf die Worte: „Wo bist du? Wir sorgen uns!“. Nun hoffte er auf Antwort, denn der Zauber erlaubte eine kurze Antwort des Gegenübers, die jedoch schnell ausgesprochen werden musste.

Plötzlich entstand ein Luftwirbel in der Hotelhalle, unmittelbar vor dem Büro. Erstaunt stand er auf… und sah eine ganz in schwarz gekleidete Willow mit dunklen Venen im Gesicht und ganz und gar schwarzen Augen. Er erschrak. „Willow?“ fragte er ungläubig…

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„Halt!“ sagte Buffy instinktiv, als sie nach einem Aufblitzen eine weiße Gestalt einige Meter vor sich sah. War das Willow? Die weißhaarige mit dem hellen Gewand schaute überrascht und lächelnd Buffy entgegen. „Hallo Buffy! Keine Angst, ich sagte doch, dass ich mich nur ein wenig nach Oz umschaue. Ich kann ihn doch nicht einfach so gehen lassen! Vielleicht sehe ich ihn sonst nie wieder!“ erklärte sie der verstört dreinblickenden Jägerin.

„Willow? Was ist mit dir passiert?“ fragte Buffy. „Warum denn? Ich… warte… ja, etwas ist nicht richtig hier…“ entgegnete Willow nun in sich hinein horchend. „Ich… dachte mir schon, dass dich die Sache irgendwie aus der Bahn geworfen hat!“ meinte Buffy selbstsicherer als sie sich fühlte. Was war nur mit Willow geschehen?

Die Weiße meinte lächelnd: „Ich werde gerufen! Vielleicht sollte ich dich mitnehmen! Komm!“. Buffy war verwirrt und schüttelte fragend den Kopf, als sie zusammen mit Willow in einem hellen Blitz verschwand. Auf der Straße etwas weiter stand ein alter Mann, der erstaunt und verstört fragte: „Was… war DAS?“.

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„Was willst du? Ich sagte Buffy doch schon, dass ich mich nach Oz umsehen wollte!“ meinte die schwarze Willow wütend. Wesley schluckte. Er hatte sie noch nie so gesehen. Seines Wissens war sie in dieser Gestalt gewesen, als sie, dürstend nach Rache, in Sunnydale umher zog. Zumindest traf dieses Erscheinungsbild der Beschreibung. War Willow wieder auf Rache aus. Aber warum?

Laut entgegnete er Willow: „Bitte, tu nichts unüberlegtes. Wir können darüber reden!“. „Reden?“ fragte sie ihn mit dunkler Stimme, die direkt aus dem Reich der Toten zu kommen schien. Weiter hinten vom Treppenabsatz fragte eine monotone Stimme: „DAS ist Willow?“. Wesley sah Illyria dort stehen. „Illyria, was machst du hier?“ rief er besorgt. Ihr Erscheinen war äußerst ungünstig, denn er wusste nicht, was Willow unternehmen oder wie sie reagieren würde.

Doch diese äffte einfach Illyria nach und fragte: „DAS ist also ein Dämon?“. Illyria entgegnete: „Diese Macht! Ich kann förmlich spüren, wie dich dunkle Energien umgeben!“. „Toll, du bemerkst Schwingungen?“ fragte Willow grinsend und mit hochgezogenen Augenbrauen. Dann machte sie eine schnelle Handbewegung und fragte: „Spürst du das…?“. Illyria wurde augenblicklich gegen die Wand geschleudert und fiel ohnmächtig zu Boden. Wesley rief entsetzt ihren Namen und lief auf die schwarze Gestalt zu.

„BLEIB!“ rief Willow mit vor sich gerichteter Handfläche und stoppte ihn so auf magische Art und Weise mitten in der Bewegung. Doch bevor jemand von ihnen noch etwas tun oder sagen konnte, erstrahlte ein heller Blitz im Eingangsbereich. Die weiße Willow erschien, mit Buffy an ihrer Seite.

Wesley war genauso erstaunt darüber wie Buffy. „Willow, was hast du getan?“ fragte die Jägerin die schwarze Willow, während ihr Entsetzen stieg. Das letzte Mal, als sie Willow so sah, wollte sie die Welt vernichten. Doch warum gab es noch eine weiße? Sie sah die andere Willow, mit der sie hier ankam, rätselnd an.

Unterdessen beobachteten sich beide Willows interessiert und gingen langsam aufeinander zu. Sie bewunderten jede Einzelheit ihrer Kleidung und ihrer Erscheinung. Als sie voreinander stehen blieben, kommentierten beide wie aus einem Mund: „Erstaunlich!“. Sie hoben jeweils eine Hand und wollten ihr gegenüber berühren, doch plötzlich zuckte ein Blitz und stieß wie eine Art Keil zwischen beide hinab auf den Boden. Kreisrunde Wellen gingen von diesem Punkt aus, als beide heftig gegen die hinter ihnen liegenden Wände geschleudert wurden. „WILLOW!“ rief Buffy verzweifelt. Doch beide Ausführungen der Hexe blieben bewegungslos liegen, während der plötzlich wieder bewegungsfreie Wesley überrascht weiter lief, über seine eigenen Füße stolperte und hinfiel…

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Nachdem Wesley aufgestanden war, lief er zu Illyria. Es ging ihr scheinbar gut. Sie war zwar ohnmächtig, hatte sich jedoch nichts gebrochen. Er sah zu Buffy, die unterdessen langsam umher ging und beide Willows abwechselnd betrachtete. „Wir sollten sie vielleicht fesseln!“ meinte Wesley unsicher.

Buffy sah ihn an. Er konnte Zweifel in ihrem Gesicht erkennen. Und Bedauern? „Ich weiß nicht ob das was bringen würde!“ sagte sie leise zur Antwort. Er kam ihr entgegen und fragte: „Warum? Wird sie sich etwa heraus teleportieren?“. „Nein! Zumindest glaube ich das nicht. Aber sie ist immerhin eine Hexe… oder Magierin…!“ meinte sie und sah zur Wand, wo die schwarze Willow lag. Wesley, tief in Gedanken versunken, antwortete schlicht: „Oh… ja… klar. Außerdem hat sie Kräfte, die… die sie irgendwie geteilt haben…“.

„Was? Geteilt?“ fragte Buffy und erzählte weiter: „Wes, sie ist kein Brot, dass man teilen kann! Geteilt… das klingt so…“. „Idiotisch? Dumm oder unmöglich? Nun, sieh sie dir an. Sieh beide an. Was würdest du sagen, was sie gemacht hat?“ wollte Wesley wissen. Die Jägerin war sich nicht sicher wie sie antworten sollte. Stattdessen starrte sie nun die weiße Willow an, als Wes weiter auf sie einredete: „Wir wissen nicht, wie ihr Zustand genannt werden kann oder… was ihr Zustand überhaupt ist! Aber ich würde mich zumindest etwas sicherer fühlen, wenn wir sie fesselten. Beide Willows!“. „Ja… es ist zwar ein kleiner Strohhalm aber immerhin einer, an den wir uns klammern könnten, schätze ich…“ kommentierte Buffy. Da fiel ihr ein… Faith…

„Wes, ich muss Faith suchen. Sie rennt immer noch da draußen herum und sucht sie!“. „Was? Soll ich jetzt etwa alleine auf die beiden Willows aufpassen? Wer weiß wann die aufwachen und was die dann machen…!“. Buffy schwieg dazu und grübelte. Was würden die Willows machen? Weiter Oz suchen? Oder sie alle in Gefahr bringen? Wesley unterbrach ihre Gedanken erneut: „Ich sollte Giles wecken. Er könnte mir helfen herauszufinden, was mit ihr passiert ist!“.

Giles? Ogott, dachte Buffy. Laut sagte sie: „Giles wird sich wie ein Versager fühlen. Oder er wird Willow für eine Versagerin halten…“. Wesley verstand nicht und schaute nur unschlüssig, als die Jägerin weiter erzählte: „Er war es, der sie damals mit nach Westbury in England nahm, damit sie wieder… normal wird. Damit sie das alles verdauen konnte, was sie in Sunnydale getan hatte. Sie hatte Fortschritte gemacht und war besser geworden, doch jetzt…“. Sie schaute auf die schwarze Willow.

„Buffy, ich brauche Giles als Experte hier. Und am besten den ganzen Rest des Teams. Was immer Willow passierte, wir müssen gemeinsam eine Lösung finden…“ versuchte Wesley es ihr klar zu machen. Buffy sah ihn an, als sie voller Bedauern antwortete: „Ja, natürlich… ich… ich hole Faith!“. Dann entschwand sie aus dem Hotel, während Wesley ihr hinterher schaute. Hatte sie wässrige Augen gehabt?

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„DAS ist Willow?“ fragte Angel ungläubig, während seine Rechte auf die dunkle Willow deutete, aber er seinen Blick unsicher mehrmals zwischen beiden Willows hin und her schweifen ließ. Dann richtete er eine Hand auf die weiße Willow und meinte: „Und das…? Zwei?“. Beide Ausgaben der Willow, wenn man es so nennen mochte, saßen jeweils gefesselt auf einem Stuhl. Die Dunkle rechts vom Eingang an der Wand und die Helle auf der anderen Seite.

„Oh Lord!“ meinte Giles und ging auf die schwarze Willow zu. Mit einem Blick, der eine undefinierbare Mischung aus Bedauern und Hoffnungslosigkeit gleichzeitig darstellte, ging er vor der dunklen in die Hocke und beobachtete sie, unschlüssig.

Wesley atmete tief durch, als er antwortete: „Ja. Wir wissen nicht, was ihr zugestoßen ist. Offensichtlich muss ein Zauber sie… irgendwie… geteilt haben.“. Kennedy, deren entsetztes Gesicht eine Spur Härte annahm, verlangte: „Ändert es. Ich meine, es muss doch einen Weg geben sie wieder zu ändern! Zusammen zu bekommen?“.

Wes schaute sie unschlüssig an. „Wie gesagt wissen wir nicht, was ihr zugestoßen ist!“. Giles stand abrupt auf, drehte sich zu ihm um und meinte: „Sie hat das bestimmt nicht absichtlich getan. Irgendwas muss sie durcheinander gebracht haben, als sie zauberte. Ihre Magie muss sich aufgeteilt haben… und hat sie im Umkehrschluss selbst irgendwie geteilt. Wenn wir wüssten, was sie beabsichtigt hatte…“. „Ja…“ meinte Wesley und sprach weiter: „... wir könnten den Effekt invertieren…“. Er sah, dass die anderen, bis auf Giles, ihn rätselnd ansahen, und ergänzte: „Es umkehren!“. „Oh!“ machte Vi und Rona nickte, mit einer von Sorgenfalten durchzogenen Stirn.

„Ich hole ein paar Bücher, die sich mit solch ähnlichen Dingen beschäftigen!“ sagte Wes und ging ins Büro. Währenddessen meinte Giles gedankenverloren: „Es könnte ein ähnlicher Effekt sein, der dieser Dämon damals benutzte, um Xander zu teilen. Ja, es könnte vielleicht sogar dieselbe Art von Dämon sein!“. „Moment, Xander war auch einmal so?“ wollte Rona wissen. Giles antwortete: „Ähm… ja! Nicht exakt so, aber … oder vielleicht exakt so…. ehrlich gesagt, weiß ich es nicht!“. Er nahm gedankenverloren seine Brille ab und biss sachte auf einen der beiden Bügel des Gestells, während er weiter über das Problem grübelte.

„Und das alles, als wir dachten, L. A. würde uns nicht brauchen!“ meinte Angel sarkastisch. Giles sah ihn an und reagierte lächelnd auf den Seitenhieb, denn Angel spielte mit dem Kommentar auf ihr Gespräch an. Giles nahm das Gestell der Brille aus dem Mund und antwortete: „Nun, das hätte auch woanders passieren können…“. Angel kommentierte mit verschränkten Armen: „Wer weiß! Ich behaupte jedoch immer noch, dass solche Dinge immer in L. A. passieren. Die Stadt der Engel beherbergt insgeheim wohl auch „Todesengel“. Also, wenn man einige Dämonen so nennen mag!“. „Ja, ok. Ich erkenne deinen Standpunkt!“ meinte Giles schlicht.

Kennedy wollte die beiden wieder zum Thema zurückbringen. Laut fragte sie: „Also, dieser Dämon, der Xander aufteilte… oder wie man das nennen mag. Tötet man ihn, wird Willow wieder zusammengesetzt?“. „Nun, Willow benutzte dazu damals ein magisches Ritual und einen simplen Zauberspruch. Sie wird sich bestimmt noch daran erinnern!“ meinte Giles. Dann sah er abwechselnd beide Willows an und meinte: „Eine von ihnen zumindest!“.

Wes kam mit vier Büchern zurück und legte sie auf den Tresen der Rezeption des Hotels. „Was für eine Art Dämon?“ fragte er. Giles antwortete direkt: „Nun, er nannte sich Toth und war der letzte Überlebende seines Clans. Buffy besiegte ihn. Doch das interessante war nicht der Dämon selbst, sondern eher die Waffe, die er benutzte. Er wollte damit ursprünglich Buffy in zwei Personen aufteilen, doch traf er Xander, der sie vor dem Strahl in letzter Sekunde rettete. Xanders Persona wurde aufgeteilt in eine schwächliche, zweifelnde Hälfte und einer starken, erfolgreichen. Nun, am Ende hatten wir beide Xanders in einem Pentagramm gestellt, ein paar Kerzen angemacht und Willow hatte die Worte gesagt ‚Lass den Zauber gebrochen sein!’“. Nach diesen Worten erwischte sich Giles dabei, wie er hoffnungsvoll zu den Willows schaute. Doch sie waren beide noch da.

„Also ist alles, was zu tun ist, in den Händen von Willow selbst?“ wollte Angel wissen. „Vermutlich!“ meinte Giles, der sich jedoch unklar darüber war. Wes zweifelte und fragte: „Wird Willows… Zustand… nicht den Versuch unwirksam machen? Oder vielleicht sogar noch einen negativen Effekt haben?“. Giles überlegte kurz und meinte erneut: „Vermutlich!“. Als alle ihn unverständlich ansahen, meinte er entschuldigend: „Ich habe auf die Fragen leider keine Antwort!“.

„Aber ich habe eine: wird nicht funktionieren!“ meinte die vor einer Minute noch bewusstlose, schwarz gekleidete Willow plötzlich.

+ + +

„Wie kannst du das sagen?“ fragte die weiß gekleidete Willow ihre dunkle Doppelgängerin. Die anderen sahen sie beide wortlos an, immer noch erstaunt. Die dunkle antwortete schroff und im dunklen Ton: „Weil ich es eben heimlich ausprobiert habe, du dumme Pute!“. „Hey, das ist sehr unfreundlich so mit mir selbst zu reden… mit dir selbst zu reden…“ antwortete die Andere verwirrt. Die Dunkle lächelte nur bösartig.

Giles ging langsam auf sie zu und fragte sie ermahnend: „Wie konntest du kurzerhand einen Versuch unternehmen, wo wir nicht einmal wussten, welche Auswirkungen das hätte haben können?“. „Jetzt wissen wir es!“ meinte sie schlicht mit gleichgültigem Blick. „Willow, du kannst nicht immer einfach Magie wirken, so wie du es für richtig hältst!“ ermahnte Giles sie. Daraufhin bedauerte er seine Worte und murmelte ein schlichtes „Entschuldigung“, wobei er bewußt seinen Blick noch immer auf der dunklen Willow ruhen ließ.

Diese sah ihn mit kaltem Blick an. „Ja, besser du entschuldigst dich, Rupert. Wir hatten solch eine Konversation bereits, weißt du noch? Aber ich denke, es ist wohl schwer, dich zufrieden zu stellen, was? Oder doch nicht? Das könnte ich… dich zufrieden stellen…“ meinte sie schließlich anzüglich.

„Willow, hör auf damit!“ meinte Giles schockiert als er aufstand und sie mit ernstem Blick taxierte. „Ich tue doch nichts. Meine Doppelgängerin kann unmöglich ich sein. Sie ist gehässig!“ meinte die Helle entschuldigend. Dann setzte sie hinzu: „Oder sie ist ich, aber auf eine viel gehässigere Art als ich es jemals war!“. Die Dunkle lachte leise.

Angel wurde nervös und verlangte: „Ok! Wesley, Giles. Arbeitet an dem Problem! Durchforstet die Bücher nach allem, was … nun, was uns helfen könnte. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir sie nicht lange so lassen dürfen!“. Wesley sah wie Giles Angel erstaunt anschaute. Er hatte wohl noch nie Angel so agieren sehen, geschweige denn ihn als eine Art Befehlshaber gehört. Deswegen meinte er sarkastisch zu Angel gewandt: „Ai-Ai Captain!“. Angel unterdessen schaute irritiert zuerst ihn und dann Giles an, als er meinte: „Oh, ja! Sorry, es war natürlich eine Bitte!“. „Schon klar!“ meinte Giles stirnrunzelnd und ging zum Stapel Bücher.

„Immer noch der sich aufopfernde Wächter und Weltretter, der andere als seine Lakaien betrachtet!“ meinte die dunkle Willow lächelnd. Die Helle kommentierte: „Leute, hört nicht auf sie. Ich würde so was nie sagen… nicht einmal denken.“. Sie sah sozusagen sich selbst an und sagte dann: „Warum bist du so gemein?“. „Och, mir kommen gleich die Tränen…!“ antwortete die Dunkle sarkastisch.

Da kam Buffy gerade mit Faith herein gerannt. „Oh, unsere Jägerinnen. Die Blonde und die Mörderin!“ kommentierte Willow abermals. Plötzlich sagte Giles laut etwas auf lateinisch und ein magisches Summen ertönte zusammen mit einem flirren der Luft um die schwarz gekleidete Willow herum. Sie schaute verdutzt Giles an. Er meinte: „Ein kleines Kraftfeld, dass gegen Magie wirkt. Vorsichtigerweise hatte ich mir diese Kenntnis erworben, als wir in Westbury waren. Für den Fall, dass… nunja!“. Die weiß gekleidete Willow fragte: „Giles, du hast mir nicht getraut und bist mich hintergangen?“. Sie schaute auf ihr dunkleres Ebenbild, als sie meinte: „Wie nett von dir!“.

Die dunkle Willow schaute gelangweilt, oder tat zumindest so. „Willow macht einen auf Star Wars jetzt?“ fragte Faith, die zusammen mit Buffy am Eingang stand und sich einen Überblick verschaffte. Einige sahen sie erstaunt an, deswegen meinte sie schlicht: „Helle und dunkle Seite der Macht? Hallo?“. Sie ging vorsichtig auf die Dunkle zu. „Das ist also ‚Darth Willow’ wie Andrew sie nannte? Geiles Outfit!“. „Danke!“ meinte die schwarz gekleidete Willow schlicht.

„Sie ist jetzt in einer Art Sicherheitsverwahrung?“ schnappte Angel ungeduldig den Faden wieder auf. Giles sah ihn an und antwortete mit hochgezogenen Augenbrauen: „Für den Augenblick, ja! Der Zauber wird zumindest für einen vollen Tag halten!“. Wehmütig schaute er auf die so gefangene Hexe, drehte sich plötzlich um und meinte zu Wes: „Wir sollten uns wirklich beeilen und eine Lösung suchen!“. Dann ging er zu den Büchern zurück, wo Wesley gerade dabei war, eines zu durchforsten.

„Willow, was hast du getan?“ wollte Buffy wissen. Sie sah jedoch nicht die Dunkle sondern die Helle an. Diese überlegte kurz und meinte: „Ich… habe mich das auch gefragt! Oh, ok. Ich habe vielleicht ein wenig voreilig einen Zauber gesprochen. Ja, das muss es sein!“ überlegte sie laut. Dann fuhr sie fort: „Ich wollte unbedingt Oz finden, also sprach ich einen Zauber. Er sollte meine Gedanken schneller machen. So hätte ich zweimal so schnell überlegen können, wo er vermutlich war, und nach ihm suchen können. Eigentlich kein Zauber, der schief gehen könnte. Ich habe ihn auch schon in der Vergangenheit benutzt. Es ist ein Zauber derselben Art, wie ich ihn auf dich benutzt habe, Buffy! Damit du schneller wirst!“.

„Aber etwas IST schief gegangen!“ meinte die Dunkle verärgert. Buffy sah betrübt beide nacheinander an und fragte: „Also wäre das nicht passiert, wenn ich dir nicht von Oz erzählt hätte?“. Sie stöhnte laut auf. „Was mich wieder zu meinen Schuldgefühlen bringt!“ schlussfolgerte sie. „Oz?“ fragte Giles. Die helle Willow sagte: „Buffy, du solltest dir keine Schuldgefühle einreden. Es war gut, dass du mir es erzählt hast. Immerhin haben wir, Oz und ich, uns seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Früher oder später hätte ich bestimmt erfahren, dass ihr ihm begegnet seid!“

Die dunkle Willow sah Buffy und Faith an, als sie hinzufügte: „Ja, ich hätte das entweder irgendwann in Euren Gedanken lesen können oder wäre diesem sich versteckenden Hund von Oz irgendwo begegnet! Und hätte es von ihm erfahren!“. Buffy traute ihren Ohren nicht. „Du liest unsere Gedanken?“ fragte sie verärgert und verunsichert die helle Willow. Faith, immer noch zum dunklen Pendant gewandt, meinte: „Hey, das ist aber nie Teil der Abmachung gewesen!“. Die Dunkle meinte: „Giles sagte, ich wäre die mächtigste Hexe der Welt! Scheint so, sonst wäre die Fähigkeit dieser Hexe nicht so gut geworden, dass ich sogar einige Gefühle und Gedanken von euch allen empfangen kann, während ich nur eine gedankliche Brücke zwischen Euch aufbaue! Ihr erinnert Euch? Als wir mit meinem Stadtplan die Dämonen jagten?“. „Unserem Stadtplan!“ meinte die Helle verärgert. Eine Verärgerung, die bestimmt nicht nur allein auf den Plan beruhte.

„Aber ja. Oh Lord!“ kommentierte Giles erneut. Buffy schaute mit hängenden Schultern zur Decke, als sie ihn fragte: „Ok Giles. Immer wenn Sie das sagen, ist es wichtig. Also warum sagten sie jetzt schon wieder ‚Oh Lord’?“. Giles schaute sie kurz an und erklärte ihnen allen daraufhin: „Nun, seit der Highschool haben sich die Kräfte von Willow stetig geändert und wurden stärker. Natürlich vor allem deshalb, weil sie sich mit Magie beschäftigte und diese studierte, seit sie Notizen darüber in Jenny Calendars Sachen gefunden hatte. Sie muss nun so mächtig sein, dass sie selbst aus kleinen Zaubern große Wirkungen erzielen kann! Augenscheinlich sogar unbewusst!“.

„Aber, ich verstehe das nicht! Warum jetzt? Und warum so?“ fragte Angel. Giles legte seine Stirn in Falten. „Nun, schwer zu sagen! Magie hat immer seltsame Formen und manifestiert sich mitunter sehr… zauberhaft!“ schlussfolgerte er in Ermangelung eines besseren Wortes.

Die hell gekleidete Willow fragte gedankenverloren: „Also hätte ich das Zaubern doch ganz aufgeben sollen?“. Giles schüttelte den Kopf, als er antwortete: „Nein, im Gegenteil! Schau, es ist wie eine Energie, die sich immer automatisch auflädt und ab und zu entladen werden muss!“. „Wie eine Batterie?“ fragte Buffy. Giles deutete mit dem Finger auf sie und sagte schlicht: „Exakt!“. Angel stemmte die Hände in die Hüften und kommentierte: „Nicht schon wieder Batterien!“.

Die dunkle Willow fragte Giles: „Wie lange soll eigentlich diese Systemanalyse noch gehen, Mr. Data?“. Daraufhin meinte die Helle: „Genau Giles, suchen sie eine Lösung... bitte!“. Sie schaute verzweifelt drein. Ihr musste die Situation von allen am meisten Unbehagen bereiten, gelinde gesagt. Kennedy nahm sie in die Arme. „Wir bekommen das wieder hin, Willow!“. Die dunkle Willow schaute sie beide verachtend an. War da eine Spur von Eifersucht?

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Im Untergrund ging das rekrutieren weiter. Gunn, der Vampir, hatte eine Truppe um sich scharren können, die trotz der Verluste durch das Team um Buffy bald in den zweistelligen Bereich gehen sollte. Noch in dieser Nacht wollte er dies bewerkstelligen. So wie er früher Leute mobilisierte und gegen Vampire fit machte, so suchte er sie nun auf, ließ sich in ihr Heim oder Unterschlupf einladen und rekrutierte sie. Dies taten sie dann ebenfalls, nach seinen Instruktionen. Gerade jetzt waren seine Vampire erneut unterwegs.

Leider waren einige jedoch unvorsichtig gewesen, sonst hätten sie nicht auf offener Straße gesehen werden können. Dabei wusste doch Gunn, wie seine ehemaligen Freunde und „Ritter des Gerechten“ funktionierten. „Erweckt kein Aufsehen!“ trichterte er seinem Gefolge immer wieder ein. Doch leider konnte er für die Missachtung seiner Befehle keinen Bestrafen. Das hatte schon der Suchtrupp der Jägerinnen erledigt. Und genau das machte ihn wütend. Sobald er genug Leute beisammen hatte, musste er einen Weg finden, um sie einen nach dem anderen aus zu schalten. Soweit er erzählt bekam, war Spike selbst sogar für den Verlust eines Vampirs seiner Armee verantwortlich. Er hätte an Gunns Seite kämpfen können, doch er musste es dem Trottel Angel nachmachen und eine Seele besitzen. Versager alle gar.

Im Hintergrund lief auf einem älteren Ghettoblaster gerade das Lied „Dragula“ von Rob Zombie. Gunn hörte erneut den Refrain. Ja, genau. Da war noch etwas. Die Hexe. Sie war die „Geheimwaffe“ von Buffy. Sie war gefährlich, fast gefährlicher als die Jägerinnen, denn sie konnte mit ihrem Hokuspokus alles verderben. Was war im Lied zu hören? „Burn through the witches“? Das wars. Er musste einen Weg finden, die Hexe zu beseitigen. Zu verbrennen vielleicht, wie es mit solchen Weibern im Mittelalter gemacht wurde. Ja, die Hexe musste brennen...

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Fortsetzung vom 09.11.2007

„Ich möchte doch nur mit ihm reden, verdammt!“ rief Spike und knallte anschließend seine Faust vor Wut gegen die Holztür, die gerade vor ihm geschlossen wurde. Er drehte sich und sah über den Platz vor dem alten und eigentlich verlassenem Haus, wo er eben noch nach Oz fragte. Fünf Werwölfe waren auf dem Hof, wenn man es so nennen konnte, anwesend. Zwei in Wolfs- oder Werwolfgestalt und drei Männer, die halbnackt mit komischen, kurzen Hosen aus dehnbaren Material dastanden und ihn misstrauisch beäugten. Die Hosen waren auch an den Werwölfen durch ihr Fell hindurch halbwegs zu sehen, verdreht und gedehnt. Diese Kleidung musste einer Art Uniform gleichen, schätzte der platinblonde Vampir.

Er steckte sich eine Zigarette an, als er angeknurrt wurde. „Ganz ruhig, Wulfie! Aus, Sitz!“gab Spike verärgert von sich, als er überlegte, was zu tun war. Da kam einer der Männer mit geducktem Kopf und wütenden Blick auf ihn zu. Spike machte sich kampfbereit, denn er wusste nicht, ob er mit dem Schlimmsten rechnen musste.

Der Mann lächelte kalt und meinte: „Sei kein Narr! Hätten wir dich umbringen wollen, würdest du bereits zerfleischt und in tausend Stücken auf dem Boden liegen!“. Spike nahm die Hände runter, blieb jedoch kampfbereit, als er erwiderte: „Wer sagt mir, dass ihr nicht irgendein Spiel mit mir spielt? Wie Stöckchen holen, oder was ihr Hunde so spielt...“. Die Provokation hatte getroffen. Der Mann verlor sein Lächeln und weiter hinten rief ein anderer: „Sei vorsichtig mit deiner vorlauten Klappe, du Arsch! Wir sind keine Hunde!“. Ein Werwolf knurrte leise. Nein, es waren beide, wie Spike hören konnte.

Spike's Gegenüber hob die Hand seiner Linken und zeigte den anderen hinter ihm seinen Handrücken, ohne sich von Spike ab zu wenden. „Was hindert mich eigentlich daran, dich doch noch zu zerlegen?“ meinte der Fremde aggressiv. Spike überlegte kurz. Dann kam ihm ein Gedanke. „Vielleicht weil du von mir gehört hast. Von meinen Taten! Ein Vampir mit Seele, ein Kämpfer, ein Champion! Du riechst vielleicht sogar meine Kraft und meinen Willen, die in meinen kampfbereiten Muskeln stecken!“ übertrieb er.

Der Mann schaute ihn weiter ungerührt düster an, ohne eine Gefühlsregung zu zeigen. Spike setzte nach: „Hört zu! Ok, ich bin auf euer Territorium eingedrungen, das ihr überall schon eingepisst habt, um es zu markieren. Ich stehe hier und fordere mit einem von euch zu reden...“. „Du wurdest abgelehnt!“ sagte der Mann bedrohlich. Wenn man überhaupt von einem normalen sprechen reden kann, denn er knurrte es fast so, als wäre er jede Sekunde bereit, sich auf den Vampir zu stürzen.

Spike hatte nichts übrig für Arroganz, zumindest wenn es nicht seine eigene war. Deswegen setzte er nach: „Verdammt, ich will doch nur mit Oz reden. Es geht...“. „OZ STEHT NICHT ZUR VERFÜGUNG!“ wurde er von dem Fremden angebrüllt. „Aber ich will wenigstens kurz mit ihm reden oder zumindest von ihm hören, dass er keine Zeit hat!“. Der Fremde verlor die Geduld und verlangte: „Zieh Leine, bevor wir dich massakrieren...!“.

Da öffnete sich plötzlich die Tür. Oz stand in den bereits bekannten kurzen Hosen an der Tür, die er einen Spalt breit geöffnet hatte. Seine Haare wirkten durcheinander. „Was willst du?“ fragte er den verdutzt dreinschauenden Vampir schlicht. Der antwortete: „Es geht nicht darum was ich will. Etwas... ist mit Willow passiert!“. „Willow?“ fragte Oz verunsichert und setzte unbewusst einen Schritt vor.

Spike fühlte sich siegessicher, er hatte ihn endlich. Laut sagte er: „Ja, sie ist nicht verletzt... zumindest nicht körperlich. Aber es wäre besser, wenn du sie sehen würdest...“. Oz schüttelte den Kopf. „Nein, besser sie weiß nicht, dass ich da bin...“ meinte er. Entnervt rief Spike ihm entgegen: „Aber sie weiß es bereits. Das ist ja, warum sie dich sehen sollte. Vielleicht kannst du sie wieder zur Vernunft bringen!“. Der rothaarige Lykanthrop schaute noch verunsicherter drein, fast schon ängstlich. Er sah sich nach innen um, machte mit dem von draußen nicht sichtbaren Arm irgend ein Handzeichen und kam ganz heraus, wobei er die Tür hinter sich zuzog.

„Ok, Spike. Ich komme mit. Aber versuch keine Tricks. Ich traue dir nicht und weiß nicht, was für'n Spiel du treibst. Sei vorsichtig!“. Spike schüttelte den Kopf, lächelte leicht und wandte sich zum gehen. Er rief über die Schulter zum ihn folgenden Oz: „Willst du dir nichts anziehen? Oder macht es dir Spaß so halbnackt rum zu hüpfen?“. „Diese Hose ist alles, was ich brauche. Erzähl mir lieber was mit Willow los sein soll!“ meinte Oz distanziert.

„So genau weiß ich es auch nicht. Sie sucht wahrscheinlich in der ganzen Stadt nach dir und ist irre geworden, glaube ich! Frag doch diese Nina! Sie hat es gesehen!“. „Das brauch' ich nicht. Soweit ich gehört habe, hat eine 'weiße Frau' in der Stadt einige Fragen gestellt!“. Der Vampir stoppte in der Bewegung und meinte verwundert und zugleich fordernd „Schwarz!“. Oz stoppte auch, da er sonst gegen ihn gerannt wäre, und fragte: „Was?“. Spike drehte sich um und berichtigte erneut: „Schwarz, sie ist schwarz. Nicht weiß!“. Oz betonte: „Nein, sie ist weiß! Ich habe es von mehreren gehört!“. Spike schaute verwirrt und legte die Stirn in Falten. Oz wurde ungeduldig. „Bring mich einfach zu ihr!“ verlangte er.

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Derweil führten Buffy und Angel mit den anderen eine Krisensitzung. Die beiden Willows blieben unten, wobei die Schwarze noch im Kraftfeld saß und die Weiße Wesley und Giles bei den Recherchen half. Kennedy war auch unten geblieben. Zum einen um als Jägerin auf zu passen und zum anderen, weil sie einfach bei ihrer Willow bleiben wollte. Wobei sie eigentlich die Helle damit meinte, doch rein faktisch waren sie ja beide „ihre Willow“! Illyria hatte sich dazu bereit erklärt, bei der Sitzung dabei zu sein. Man sah ihr jedoch an, dass sie von Willow, besonders von der dunklen, regelrecht fasziniert war. Sie saß die ganze Zeit still und war recht teilnahmslos an der Besprechung.

Buffy meinte gerade: „Merkt euch Leute, sie sind beide Willow. Doch vor der dunklen müsst ihr euch hüten. Kommt ihr nicht zu nah und fallt nicht auf ihre Tricks herein. Am besten nähert ihr euch ihr nur zu zweit. Oder noch besser, gar nicht!“. Faith schmunzelte und fragte schließlich: „Übertreiben wir nicht ein wenig? Immerhin ist sie immer noch Willow. Beide!“. Buffy schaute sie verärgert an. „Warst du nicht gerade eben noch unten mit uns? Hast du sie nicht gesehen? Oder ihr „Kostüm“ bewundert? Du hast gehört, was sie uns für Gemeinheiten an den Kopf geworfen hatte, oder nicht?“. Faith hob die Arme abwehrend. „Ist ja schon gut. Ich meinte nur, dass in beiden doch die uns bekannte, intelligente Willow steckt!“. „Ja, deswegen ja. Die intelligente und damit noch gefährlichere Hexe namens Willow....“ knallte Buffy die Worte förmlich an Faiths Kopf, ganz so als hätte das eigentlich jeder wissen müssen.

Angel sprang ein: „Was Buffy sagen will, ist dass Willow, wie wir von Giles hörten, getrennt wurde. In gut und böse, wenn man so will. Beide womöglich mit demselben Wissen um die Magie. Und beide könnten diese Magie einsetzen, zu was auch immer!“. Er schaute kurz betreten auf den Tisch und meinte laut: „Es ist ähnlich wie wenn Angelus und Angel in einem Raum stehen würden!“. Er schaute zur blonden Jägerin.

Buffy entgegnete seinem Blick, schluckte und sah erneut in die Runde, als sie den Faden wieder aufnahm: „Es ist einfach gefährlich. Deswegen müssen wir auch einen Weg finden, sie beide schnellstmöglich wieder zusammen zu fügen, oder wie man das nennen mag.“ Diesmal ergriff Rona das Wort: „Aber von dem was man so hört, würde Angelus Angel umbringen, wenn er könnte! Ist dann nicht ähnliches von den beiden Willows der Fall?“. Buffy sah sie an und meinte betreten: „Womöglich. Ein Grund mehr, sie wieder in einen Körper zu vereinen.“

Alle sahen besorgt drein und hingen ihren Gedanken nach. Angel unterbrach diese kurz darauf und betonte: „Am besten sagt zusätzlich jeder Bescheid, wenn er oder sie plant, das Haus zu verlassen. Außerdem geht jeder sicherheitshalber mit einer Waffe herum. Wobei sich niemand mehr als drei Meter an Willow heran trauen sollte!“.

Faith sah ihn verwundert an: „Waffen? Das schlägst du uns vor? Sollen wir Willow etwa umbringen, wenn sie sich zufällig falsch bewegt?“. Buffy sah die dunkelhaarige Jägerin erschrocken an, während diese fort fuhr: „Ich denke, wir sollten einen magischen Schutz bekommen. Jeder von uns. Damit wir nicht von der noch gefangenen Willow in schwarz zu irgendetwas genötigt werden!“. Buffy fuhr sie verärgert an: „Mit welchem Schutz denn? Wie, verdammt nochmal?“. Faith erwiderte, ebenso laut: „Seien wir mal ehrlich: gegen Willow hilft nur Willow. Die helle von beiden kann uns sicher zu einem Schutz oder dergleichen verhelfen!“. Rona sah Faith an und fragte: „Wir sollen beide gegeneinander ausspielen?“. Die dunkelhaarige Jägerin deutete mit dem Zeigefinger auf Rona und meinte „Exakt!“. Dann sah sie Buffy an und zog ihre Hand zurück.

Buffy meinte wütend: „Tolle Freunde hat Willow! Freunde die absolut keinen Plan haben, wie sie ihr helfen könne, aber sie gegen sich selbst ausspielen wollen...“. „Aber ich meinte doch nur...“ versuchte es Faith erneut, wurde jedoch von Angel unterbrochen, der seine Hände erhoben hatte: „Ok, das reicht jetzt! So kommen wir nicht weiter! Wir können Stunden sitzen und uns gegenseitig anmachen, weil wir nicht wissen was zu tun ist! Oder wir können Giles und Wes helfen, damit sie schleunigst einen Weg finden, um es rückgängig zu machen!“.

Nach kurzem Zögern fragte Vi kleinlaut: „Und was, wenn es keinen Weg gibt...“. Doch keiner schien die Kraft aufbringen zu können, ihr zu sagen, dass sie sich irrte. Dass es einen Weg gab. Betreten starrten alle Anwesende vor sich hin, verloren sich in Gedanken und schwiegen...

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Die helle Willow hielt eine Buchseite auf und ging zu Giles. „Das ist der Spruch, den ich benutzte. So ähnlich zumindest!“. Giles sah auf und sah dann auf das Buch herab. Er nahm es ihr lesend aus den Händen, als Wesley hinzu kam. Giles schaute sie verdutzt an: „Willow, das ist... ein sehr mächtiger Zauber!“. Willow entgegnete entschuldigend: „Nun, ich musste ihn natürlich modifizieren. Für meine Zwecke!“. Giles sah wieder auf den Text und lächelte verdrossen, als er fragte: „Und du warst erstaunt, als ich dich 'die mächtigste Hexe der Welt' nannte?“. Sie wurde verlegen.

„Die Dopplung der Stärke?“ meinte Wes überrascht, als er gelesen hatte, um was es geht. „Dieser Spruch war fast eine Art Legende bei meinem Tutoren. Wir wurden mehrfach davor gewarnt, dass solche Magie einen hohen Anteil an Kraft kosten würde, bevor man sie überhaupt erfolgreich einsetzen konnte!“. Giles sah ihn fragend an. „Ähm... und wir wurden natürlich gewarnt, erst gar nicht zu versuchen solche Magie zu nutzen!“ fügte Wesley unsicher hinzu.

Will erklärte: „Vielleicht gerade wegen solchen Auswirkungen. Aber ich verstehe das nicht. Der Zauber war leicht zu verändern und wirkte auch bei Buffy, als ich sie beschleunigte!“. Wes sah sie ernst an: „Du hast diesen Spruch an Buffy angewendet?“. „Modifiziert, ja!“ verbesserte ihn Willow. Giles und Wes schauten sich sprachlos an.

Schließlich nahm Giles seine Brille ab, massierte seinen Nasenrücken und betonte: „Ich muss dem Hexenzirkel in London Bescheid geben. Sie müssen eine Lösung finden. Mein Wissen über derartige Magie reicht nicht aus!“. Willow sah ihn flehentlich an: „Aber Giles! Sie sehen mich immer noch als Bedrohung! Oder zumindest sehen sie mich als gefährlich an. Wenn sie das hören... sie werden mich vielleicht sogar hassen oder nie wieder mit mir reden!“. Wesley meinte schlicht: „Das hättest du dir vorher überlegen sollen, Willow! Bevor du solche Magie an dir oder Buffy ausprobiert hattest!“. Die helle Willow bekam wässrige Augen: „Aber es konnte gar nicht schief gehen. Ich habe schon ganz andere Magie genutzt!“. Wes setzte nach: „Und das ist das Resultat!“. Giles drehte sich zu ihm um: „Wesley, das reicht jetzt, denke ich. Willow hat schon genug mit Selbstvorwürfen zu kämpfen!“. Der zurechtgestutzte, ehemalige Wächter entschuldigte sich kleinlaut und zog die Kinnlade hoch, was seinen Mund gepresst wirken ließ, fast wie ein Schmollmund.

Da öffnete sich die Tür...

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Spike war mit Oz gerade an den Treppen zum Eingang des Hyperion angelangt, als er stoppte. War der Plan, Oz hierher zu bringen, wirklich so gut? Oder würde es die Dinge gar noch verschlimmern?

„Was ist?“ fragte der rothaarige Werwolf. Spike sah ihn an und entgegnete: „Ich weiß nicht. Vielleicht war es doch keine so gute Idee, dich her zu holen!“. „Was? Spike, treib keine Spiele mit mir!“ verlangte Oz. Der Platinblonde verteidigte sich achselzuckend: „Ich gebe zu, ich habe aus dem Bauch heraus reagiert. Aber ich frag mich: was ist, wenn sie dich sieht? Nachher bin ich wieder der Schuldige, wenn irgendetwas schief geht!“. Oz zog die Augenbrauen hoch. „Also soll ich dir Absolution erteilen? Schön hast du dir das ausgedacht! Aber die bekommst du nicht! Und jetzt lass uns gehen, du voran!“.

Spike drehte sich wieder zur Treppe und stieg diese kopfschüttelnd empor. Absolution, von wegen, dachte er sich! Dann öffnete er die Tür und spähte hinein...

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Fortsetzung vom 07.01.2008

Spike sah die schwarze Willow in der Eingangshalle des Hyperion sitzen. Scheinbar ruhig gehalten oder gefangen. Zumindest schien sie in Ordnung zu sein. Im Hintergrund waren auch andere Leute, doch darauf achtete er momentan nicht. Er fragte sich, was jetzt passieren würde, wo hinter ihm, für Willow noch nicht sichtbar, Oz stand und gleich hinein gehen würde. Doch es gab nur einen Weg, dies heraus zu finden.

„Willow?“ fragte er. Die schwarze Willow schaute zu ihm herüber. Er fuhr fort: „Ich... dachte, du wolltest jemand bestimmtes sehen. Der dich vielleicht wieder... zur Vernunft bringt!“. Willow, die schwarze, die er noch immer ansah, lächelte und meinte: „Was bringt dich auf den Gedanken, dass ich nicht bei Vernunft sei?“. Dann schien so etwas wie Erkenntnis und Belustigung über ihr Gesicht zu wandern. Grinsend und mit einem fast wahnsinnigem Glitzern in Augen meinte sie: „Du hast doch nicht etwa Oz gefunden? Oh Spike, mein kleiner Lieblingsvampir!“.

Spike grinste nun selbst, obwohl ihm nicht wohl bei ihren Worten war. „Lieblingsvampir? Seit wann denn das?“ fragte er. „Seit du mich damals zu einer Vampirin machen wolltest... Aber du es nicht konntest!“ meinte sie belustigt und betonte dabei die Worte so, als wäre es so naheliegend, dass er daran gedacht haben musste. „Nunja...“ machte Spike. Dann wurde er von Oz aus der Sicht geschoben. Der Werwolf konnte und wollte wohl nicht mehr warten.

Geschockt starrte Oz auf das, was Willow sein sollte. Schwarze, lederne Klamotten, das Gesicht von schwarzen Venen durchzogen, pechschwarze Haare und Augen mit dunklen Pupillen, die jenseits von unheimlich lagen. Die pure Anwesenheit solch eines Wesens versprach Tod und Agonie. Da bemerkte er, wie eine Gruppe von Personen aus dem Hintergrund kam, und erschrak. Zwei Willows? Die andere hatte eine Art helles Kleid an und sie schien, genauso wie ihr Kleid, von innen heraus leicht zu strahlen. Ein Licht schien aus ihr zu kommen, wie um die Anwesenheit ihres dunklen Ebenbildes Lügen zu strafen. Unfähig etwas zu sagen, stand er nur da und glotzte hin und her.

Spike ging es nicht ebenso, als er hörte, wie die weiße Willow zögerlich fragte: „Oz? Du bist hier? Ich hatte gehofft, du würdest kommen!“. Sie breitete die Arme unsicher aus und schien darüber nach zu denken, ob sie zu Oz gehen und ihn umarmen oder lieber an Ort und Stelle auf ihn warten sollte. Die Dunkle meinte: „Und wie ich das gehofft hatte. Dich einfach vor mir zu verstecken wie ein feiger Hund, der die Strafe seines Herrchens fürchtet!“. „Hey, hör auf, ihm Angst zu machen!“ verlangte die Helle. Die dunkle lächelte nur boshaft und entgegnete: „Wie ihr meint, Königin!“.

„Was... geht hier vor?“ stammelte Oz. Spike schüttelte den Kopf, als er noch immer versuchte zu verstehen, was vor sich ging. Die weiße Willow rannte auf Oz zu und umarmte ihn während Giles sich räusperte und schlicht antwortete: „Es scheint so, als habe sich Willow durch einen Zauber in zwei Willows getrennt! Ungewollt natürlich!“. Dann fügte er noch ein „Hallo Oz!“ hinzu. Wesley nickte nur.

„Oh bugger!“ stöhnte Spike auf. Dann meinte er stirnrunzelnd zur Weißen gewandt: „Du hast das nicht aus Absicht getan?“. Sie sah ihn an und erwiderte: „Nein, natürlich nicht!“. „Und du weißt nicht, wie du es wieder ändern kannst?“ wollte er wissen. „Naja...“ machte Willow und Wesley kam ihr zur Hilfe, als er an ihrer statt sagte: „Wir arbeiten dran!“. Spike hob theatralisch die Arme und ließ sie an seine Seite fallen, als er erwiderte: „Großartig! Schon wieder geschehen mysteriöse Dinge, weil jemand unüberlegt Magie benutzt! Das hat immer seinen Preis! Warum kapiert das nie jemand?“. „Spike, wir waren an diesem Punkt der Anschuldigungen bereits!“ meinte Wesley. Spike sah ihn an und erwiderte: „Nein, das wart ihr nicht! Jedenfalls nicht in meiner Anwesenheit!“

Die dunkle Willow unterbrach das Gespräch als sie den auf sie starrenden Oz anschaute: „Was ist mit mir, bekomme ich keine Umarmung?“. Oz sah unsicher zur hellen Willow und zu Giles. Dieser meinte: „Sie ist in einer Art Schutzzauber! Daraus kann sie nicht heraus und keiner kann hinein!“. Die Dunkle sah ihn an und meinte: „Och Giles, baby! Du kannst doch sicher eine Ausnahme machen!“. Oz runzelte die Stirn. „Ist sie gefährlich?“ wollte er von Giles wissen. Der sah besorgt drein und erwiderte: „Zumindest mit Worten. Doch wer weiß was passiert, wenn der Schutzzauber aufgehoben wird!“. Die Helle sah erschrocken zu ihm, als sie hastig meinte: „Nein! Nicht ratsam, denke ich!“. „Keine Sorge Willow!“ antwortete Giles leicht lächelnd.

„Ich bin eure Sklavin. Tut all das mit mir, was ihr euch in euren kühnsten Träumen erhofft, Meister!“ sagte die Dunkle sarkastisch zu Giles gewandt. Dessen Gesicht verhärtete sich, doch erwiderte er nichts darauf.

Kennedy kam an die Seite der Hellen und stellte sich Oz kurz vor. Sie wollte zum einen klar machen, dass sie Willows Liebe war und zum anderen wollte sie diesen Mann aus deren Vergangenheit kennen lernen. Oz nickte jedoch nur unsicher, noch immer verdutzt von der Anwesenheit von zwei Willows. „Das ist… meine Schuld?“ wollte er wissen. „Ja!“ antwortete die Dunkle schlicht. „Nein!“ meinte die Helle forsch und sah ihr düsteres Ebenbild dabei ungläubig an. Die dunkle Willow ließ sich jedoch nicht beirren und setzte nach: „Alles ist deine Schuld Oz! Nicht nur das Hier und jetzt! Ich wäre heute nicht so, wie ich bin, wenn ich mich von dir damals nicht getrennt und nicht in Tara verliebt hätte. Weißt du noch, dass du dich in einer Vollmondnacht mit dieser Wolfsschlampe gepaart hast, die mich ermorden wollte? Danach hast du sie umgebracht und wolltest herausfinden, was es bedeutet, dass der Wolf immer ein Teil von dir wäre! DA fing alles an!“. Ihre letzten Worte klangen hasserfüllt.

Die weiße Willow schaute während dieser Worte ungläubig auf die andere und schüttelte leicht den Kopf. Tränen begannen langsam ihre Wangen hinunter zu wandern, als sie flehte: „Nein, bitte! Hör auf!“. Oz schaute verwundert zur Hellen, als die dunkle Willow weiter sprach: „Ach komm schon. Wir beiden Willows wissen doch, wie sehr es damals schmerzte! Und wie sehr wir Trost bei Tara fanden! Dann kam dieses Weichei von einem Werwolf zurück und meinte, alles im Griff zu haben, nur um später wegen Tara total aus zu rasten und sie beinahe zu ermorden! Dann ging er abermals und machte uns Vorwürfe! Wir, Willow, würden es aus ihm heraus locken! Nur wegen uns wird er zum Werwolf, pah!“ „Aufhören!“ weinte die Weiße, während Oz nur geschockt dastand und über die Worte nachdachte. „Warum? Es ist die Wahrheit!“ kommentierte die Dunkle. „Oz, hör nicht auf sie, sie verdreht alles!“ verlangte die Weiße schluchzend. „Nun, ob verdreht oder nicht. Jedenfalls fanden wir bei Tara und in ihrem Schoß Trost! Im gewissen Sinne wurden wir nur wegen Oz lesbisch!“ meinte die Dunkle spitz.

Die helle Willow sah Kennedy und Oz an, unfähig etwas zu sagen. Ihr Kinn zitterte. Kennedy nahm sie in die Arme, bettete ihren Kopf auf die Schulter und ließ sie weinen. Oz grübelte und wollte wohl gerade etwas sagen, als die Schwarze weiter sprach: „Als Tara starb, starb auch die Annahme in Willow, dass die Welt gerecht sei! Das naive Mauerblümchen starb an dem Tag und erschuf mich! Die da “ sie zeigte auf die helle Willow „ wich zurück in den Hintergrund und ließ mich übernehmen! Ich saugte alle schwarzmagischen Schriften aus dem Zauberladen in mich auf und begann, meine dunklen Kräfte ins Unermessliche zu steigern! Rache war mein Motiv, das sich bald zu Zorn auf die ganze Welt steigern sollte! Nur diesem dummen Xander ist zu verdanken, dass ich diese Welt noch erdulden muss!“ beendete sie ihre Hasstirade.

Die helle Willow löste sich von Kennedy, schluckte und fuhr ihr Ebenbild an: „Du kannst Oz nicht für all diesen Dingen die Schuld geben! Niemand hat Schuld daran, außer mir! ICH entschied mich, mein Leben in dieser Art zu leben, niemand anderes! DU bist und warst schon immer ein Teil von mir! Ein Teil, der vielleicht zu viel Aufmerksamkeit bekam! Hinter dem ich mich versteckte! Du bist keine Lösung, sondern machst alles nur noch schlimmer!“. „Hey, du brauchst mich immer dann, wenn du Entscheidungen treffen oder dich wehren musst! Auch heute noch!“ verteidigte sich nun die Dunkle. Die Helle setzte nach: „Ja, wunderbar! Sieh nur wozu uns das geführt hat! Jetzt sind wir zwei getrennte Willows! Hat wunderbar geklappt! Ich hätte auf Giles hören sollen, als er mich vor Jahren vor solchen Dingen warnte!“ „Du meinst vor Experimenten mit schwarzer Magie? Aber Jenny war doch auch darin bewandert! Und ihre Aufzeichnungen waren sehr hilfreich! Was wusste Giles schon von diesen kleinen, harmlosen Versuchen?“ wollte die Dunkle wissen.

Die helle Willow wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und argumentierte zornig: „Nicht Oz brachte diese Situation zustande, sondern ich! Ich hörte nicht auf Giles und nicht auf meine Freunde, sondern experimentierte mit schwarzer Magie, um etwas Besonderes tun zu können! Etwas, was mich nicht so nutzlos neben Buffy erscheinen ließ und etwas, was mich von meinen traurigen Gedanken an Jenny oder Oz oder anderen ablenken konnte! Dabei habe ich mich immer weiter hinein gesteigert und schließlich bist du daraus hervor gekommen! ICH habe DICH erschaffen! ICH bin für diese ganze Situation verantwortlich! Immerhin hätte ich auch so oft anders reagieren und mich anderen Dingen zuwenden können!“ „Wirklich?“ fragte die Dunkle ungerührt.

Oz, der sich sehr unwohl in dieser Situation fühlte, jedoch Willow helfen wollte, meinte: „Willow, ich glaube dir, dass du dich alleine dafür verantwortlich fühlst. Aber zum Teil war auch mein Anstoß! Und es tut mir Leid!“ Die Dunkle sah ihn verächtlich an: „Ach, damit denkst du, ist alles wieder im Lot? Nachdem du mich damals einfach fallen gelassen hast?“.

Das ewige hin und her zwischen „ich“ und „wir“ von der dunklen Willow verwirrte Oz. Warum sprach sie von sich nun in der Einzahl, statt in der dritten Person oder Mehrzahl? Er konnte die Frage jedoch nicht unbeantwortet im Raum stehen lassen: „Ich habe dich nicht fallen gelassen! Denkst du, meine Situation wäre leicht für mich gewesen? Ich wurde zu einem Werwolf und habe dich und alle in meiner Umgebung damit in Gefahr gebracht!“. Die Dunkle sah ihn wütend an: „Und warum hast du mich dann nicht ebenfalls in einen Werwolf verwandelt? Wir hätten das gemeinsam teilen können!“ „Ja, ganz toll! Gleich zwei mordende Bestien, die bei Vollmond die Einwohner Sunnydales als Nahrung betrachteten!“ meinte er. „Ich war bereits zu dem Zeitpunkt eine Hexe, als du gegangen bist! Vielleicht hätte ich einen Weg gefunden, dich zu heilen oder den Werwolf zu unterdrücken!“ schaltete sich die Weiße ein. Oz schaute erstaunt zu ihr. Also gab sie ihm insgeheim doch Schuld? Die Dunkle fuhr sie an: „Unterdrücken? Pah, mach dir doch nichts vor! Du hast ja nicht einmal etwas gegen die Vampire unternehmen können! Oder hast du diese etwa „unterdrückt“?“.

Die Helle war am Ende, sie konnte nichts darauf erwidern. Sie wollte es auch nicht. Sie wollte stattdessen, dass diese Diskussion endlich aufhörte und sie sich oder Oz nicht noch mehr Vorwürfe machte. Armer Oz, dachte sie. Jahrelang hat er sie nicht gesehen und dann das. Sie sah ihn an. Er sah wohl ihren Kummer in ihren Augen, denn er ging an Kennedy, die die ganze Zeit nur sprachlos an ihrer Seite stand, vorbei und kam auf die helle Willow zu. „Ich ging damals, weil ich dich liebte, so seltsam es klingt! Ich wollte dich nicht eines Tages zerfleischen! Ich kann mir denken, dass es hart war für dich! Aber du weißt nicht, wie schlimm es für mich war! Ich hatte keine Tara gefunden. Für mich gab es immer nur dich!“.

Er schaute unsicher zu Kennedy, dann wieder zur weißen Willow und nahm ihre Hände in die seinen, als er sagte: „Ich finde es gut, dass du damals jemanden gefunden und auch jetzt jemanden hast! Du darfst nicht in Selbstmitleid zerfallen und deinen Hass übernehmen lassen, auch wenn’s vielleicht spät kommt! DU bist die starke und verlässliche Willow, die alle lieben! Das da „ er zeigte auf die Dunkle „ ist nur ein Teil von dir, den du gescheit einsetzen musst! Und ich bin mir sicher, dass du das schaffst! Ich jedoch war niemals so willensstark wie du! Zumindest nicht, wenn ich den Wolf in mir unterdrücken wollte! Deswegen bin ich gegangen! Aber ich war immer in Gedanken bei dir!“

„Mir kommen gleich die Tränen!“ meinte die Dunkle sarkastisch. Er hörte nicht auf sie und übergab sozusagen Willows Hände an Kennedy, die die Weiße auch gleich wieder in den Arm nahm. Die helle Willow schien völlig fertig zu sein. Ihre Emotionen fuhren gerade Achterbahn und ihre Knie wurden weich. Oz ging auf die Dunkle zu und meinte: „Danke für deine Aufrichtigkeit, auch wenn Zorn und Hass zu stark zu hören waren! Auch dich liebte ich! Jeden Teil von Willow! Deswegen waren deine Worte…. aufschlussreich! Danke!“. Die Dunkle sah ihn verdutzt an, unfähig etwas zu erwidern. Meinte er das, was er sagte, ernst?

Er schaute sich um und meinte: „Ich glaube ich gehe jetzt besser!“. „Nein, ich denke du solltest bleiben!“ meinte Angel von oben. Er stand am Geländer und schaute hinunter zur Halle. Buffy, Faith und einige andere standen ebenfalls dort oben. Oz wusste nicht, wie viel sie bereits mitbekommen hatten, aber Buffy schien Tränen in den Augen zu haben und Angel lächelte ihm zu.

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Fortsetzung vom 08.01.2008

Angel hatte alle Hände voll zu tun, um Oz zum bleiben zu überzeugen. Doch er wollte ihn nicht einfach gehen lassen. Immerhin kannte Oz Willow wie kaum jemand, vielleicht mal abgesehen von Xander. Und es war schon erstaunlich, dass Oz beide Versionen von Willow zum verstummen und zum nachdenken bringen konnte. Da diese Situation indirekt durch ihn ausgelöst wurde, konnte er auch gleich bleiben und bei der Lösung helfen, fand Angel.

Fast jeder schwieg, als er Oz zum Bleiben überredete, nur Buffy meinte, mit einer seltsam gebrochenen Stimme, dass es hier im Hotel viele Betten gab. Die dunkle Willow schien eingeschüchtert oder verwundert vor sich hin zu starren, die Weiße lag in Kennedys Armen, als hätte sie gerade einen Hürdenlauf hinter sich gebracht und alle anderen wollten sich wohl nicht einmischen. Aber sie wollten glotzen und starren. Selbst Spike war seltsam mundfaul gewesen, bevor er sich einfach so zu seinem Zimmer aufmachte. Was für eine Nacht, dachte Angel.

Er ging mit Oz zur Rezeption des Hotels und holte einen Zimmerschlüssel, den er ihm überreichte. „Aber wie ich sagte: ich habe eine Unterkunft in der Stadt! Das ist echt nicht nötig!“ setzte Oz nach. Angel erwiderte: „Und ich sagte, dass du am besten hier bleibst! Du kannst gerne noch jemanden anrufen, um alles Nötige ab zu klären! Es gibt Telefone in den Zimmern! Aber ich befürchte, sobald du aus der Tür raus bist, werden wir dich wieder für Jahre nicht sehen! Komm schon, Oz! Wenn auch nur für einen Tag!“. Oz wusste, dass man mit Angel nicht diskutieren konnte, wenn er erstmal eine Sache anpackte. Deswegen nickte er leicht lächelnd und nahm den Schlüssel, sah sich jedoch zu den beiden Willows um. Wo war er nur hinein gestolpert?

„Wir werden dann mal gehen! Gute Nacht!“ meinte Kennedy zu Angel und Oz gewandt. Oz bemerkte dabei, dass ihn die weiße Willow nicht ansah, sondern mit Kennedy Arm in Arm davon ging. „Es ist ok! Ich weiß, dass du vergeben bist! Brauchst es mir ja nicht so unter die Nase zu reiben!“ dachte er, blieb jedoch oberflächlich gelassen. Dann sah er zur Dunklen herüber, die ihn überraschenderweise auch ansah. „Gib es zu: du willst sie noch immer, oder? Du willst… mich?“ fragte sie ihn ernst und ohne Anflug von Witz, Sarkasmus oder Ironie. Er schluckte schwer, sagte jedoch nichts. Stattdessen schlurfte er geradezu wortlos die Treppe hinauf.

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Als Kennedy und die helle Willow, oder die echte, wie Buffy sie insgeheim nannte, die Treppen nach oben kamen, sprach Buffy sie impulsiv leise an: „Will, ich… bin da, falls…“. Buffy wusste nicht so richtig, was sie sagen sollte. Wie konnte sie denn überhaupt helfen? Sie wollte für Willow da sein, so wie sie ebenfalls für Buffy immer da war. Zuhören, verstehen, vielleicht Lösungen anbieten. Die Helle verstand, lächelte schwach und meinte mit belegter Stimme: „Danke!“. „Ein wenig Schlaf wird ihr gut tun! Es war ein langer Tag!“ meinte Kennedy schlicht. Buffy nickte und ließ die beiden weitergehen. Wann hatte sie Willow das letzte Mal so gesehen? So empfindsam und am Boden zerstört?

Dann kam es ihr in den Sinn, als Oz langsam herauf schlurfte. Genau, es war damals an der Uni, als sich Willow wegen ihm eingeschlossen und tagelang nur geheult hatte. Es war offensichtlich. Er hatte sie an frühere Zeiten erinnert und an die Liebe, die sie füreinander empfanden. Er hatte zugegeben, sie noch immer zu lieben und sie nicht vergessen zu haben. Was konnte das für Willow bedeuten? Der einzige Mann, mit dem sie überhaupt eine partnerschaftliche Beziehung pflegte, wenn man mal von der kurzen „Affäre“ mit Xander absah, kam zurück und brachte wieder alles Durcheinander.

Buffy ging entschlossen einen Schritt auf Oz zu, als er gerade herauf kam, und betonte: „Oz, es ist zwar schön dich zu sehen, aber wenn du meinst, Willow wieder für dich gewinnen zu können oder falls du sie irgendwie von Kennedy trennst, sollst du wissen, dass ich dir persönlich dafür in den Arsch treten werde! Werwolf hin oder her!“. Oz sah sie zunächst überrascht und dann zornig an, bevor er antwortete: „Hey, Buffy! Ich hab’ nichts dergleichen vor! Ich wollte nicht mal hierbleiben, verdammt!“. „Gut, dann ist ja alles klar!“ meinte Buffy. Dann lächelte sie und umarmte ihn mit einem Arm. „Schön dich wieder zu sehen!“ sagte sie knapp und ging anschließend entschlossenen Schrittes zu ihrem Zimmer.

„Weiber!“ dachte Oz, obwohl er die Sorge von Buffy verstehen konnte. Die Geschichte zwischen ihm und Will; es war niemals leicht gewesen. Zumindest nicht lange. Er sah, dass Faith und diese seltsame, blaue Gestalt noch an der Brüstung standen und ihn wortlos ansahen. Sollte er was sagen? Oder einfach gehen? Er konnte sich immer noch nicht daran gewöhnen, dass Faith jetzt zu den „Guten“ gehörte. Dann reagierte Faith als erstes, als sie unsicher blickte, mit den Schultern zuckte und meinte: „Seltsame Nacht, was?“. „Ja!“ meinte er schlicht. Faith nickte leicht lächelnd, bevor sie meinte: „Ich werde am besten runter gehen! Miss Black-Night bewachen!“. Dann ging sie an ihm vorbei und die Treppen nach unten.

Die blaue, weibliche Gestalt starrte ihn mit schief gelegtem Kopf an und kam langsam näher. „Was jetzt?“ dachte er. Da sprach sie es auch schon aus: „Die Hexe hat Macht…! Und ihr habt Macht über die Hexe…!“. Sie kam näher. „Interessant.... !“ sagte sie tonlos und er sah aus dem Augenwinkel, wie sie gerade seine roten Haare oder seine Schulter berühren wollte. Da stieß er plötzlich ihre Hand zur Seite. „Verlieb dich bloß nicht in mich!“ meinte er ein wenig verärgert und ging auf der Suche nach seinem Zimmer davon.

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Als fast alle schliefen und nur Wesley und Giles noch irgendwo in Büchern herum kramten, saß Faith auf der Couch und in der Nähe der düsteren Willow, die in Gedanken versunken schien. Die dunkelhaarige Jägerin hatte sich einen Stuhl geholt und die Beine hochgelegt. Wenn schon Wache, dann sollte sie auch einigermaßen bequem sein.

Plötzlich sprach sie die dunkle Willow an: „Faith, du hast doch schon öfter Männer wie Dreck behandelt, oder?“. Verwundert blickte sie auf und fragte: „Was bitte?“. Die Dunkle führte weiter aus: „Nun, Willow… also ich… oder wir…“. Sie blickte unsicher als sie weiter sprach: „ …haben uns nie gewagt, einen Mann wie Spielzeug zu behandeln! Oder die sensible, weiße Willow hat es nie gewagt und mich in dieser Hinsicht unterdrückt, könnte man wohl sagen!“.

„Oh!“ machte Faith, verstand jedoch immer noch nicht, was die Dunkle von ihr wollte. Diese fuhr fort: „Sagen wir, ich bin Teil von Willow, was ich ja auch sozusagen bin! Außer im Moment vielleicht!“. Willow schaute verwirrt und schüttelte den Kopf, sprach jedoch weiter. „Was ich meine… ich habe all diese düsteren Phantasien und sie kamen nie Zustande…! Wie ist das so? Männer oder Menschen im Allgemeinen wie Spielzeug zu benutzen und dann weg zu schmeißen wie ein benutztes Kondom? Spaß?“. Faith schüttelte verwundert und zum Teil angewidert den Kopf, bevor sie antwortete: „Was willst du von mir, verdammt? Oh, Moment! War das ein Versuch, mich irgendwie heraus zu fordern? Damit ich dir düstere Geheimnisse erzähle und du diese irgendwann gegen mich verwenden kannst?“. „Ähm, nein! Ich wollte nur…“ verteidigte sich die Dunkle, bevor sie kurz darüber nachdachte und dann gehässig lächelnd fragte: „Wenn dem so wäre, hätte es funktioniert?“. „Das wird eine lange Nacht!“ dachte Faith kopfschüttelnd, verschränkte ihre Arme und versuchte von nun an, Willow vollkommen zu ignorieren.

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Angel saß in seinem Zimmer und grübelte vor sich hin. Es hatte nicht immer einen Vorteil, wenn man nicht so wie andere Menschen schlafen musste. Ihm gingen immer wieder mögliche Kontakte durch den Kopf, die er abklappern konnte, um eine Lösung für Willow zu bekommen. Und was erhoffte er sich genau von Oz? Was konnte Oz tun? Er hatte zwar die Dunkle zum Schweigen gebracht, doch wie lange würde es dauern, bis sie sich gegen ihn verteidigen würde?

Obwohl es so schien, als konnte sich Willow in dieser Situation mit Oz aussprechen. Eine Aussprache zwischen Oz, helle und dunkle Willow. Man, was für eine Dreiecksbeziehung, dachte er leicht lächelnd. Dann wurde er wieder ernster. Er war schon über eine Stunde in seinem Zimmer. Vielleicht sollte er mal lieber nach Faith und der Dunklen schauen.

Gesagt, getan. Er ging zur Brüstung, von wo aus er in die Halle hinunter sehen konnte. Es schien alles in Ordnung zu sein… bis auf die Kleinigkeit, dass Faith eingeschlafen war. Besorgt ging er hinunter. Faith saß aufrecht auf der Couch, hatte die Beine auf einen Stuhl hochgelegt und ihr Kopf war nach hinten und halb zur Seite gefallen. Sie atmete ruhig. Die dunkle Willow schlief ebenfalls. Nur lag sie auf dem Boden.

Als er beide so betrachtete, kam ihm in den Sinn, dass sie gar nicht so sehr unterschiedlich waren. Beide mochten offensichtlich schwarz und sagten ihre Meinung, ohne großartig darauf zu achten, ob sie damit jemanden verletzen würden. Außer natürlich, dass diese Willow schwarze Augen hatte und ihr Gesicht von dunklen Venen durchzogen wurde. Aber sogar die Figur war ähnlich. Ihre Kurven waren ähnlich verführerisch und ihre saftige Hüften...

„Saftige Hüften?“ fragte sich Angel. Er musste hier weg, sonst würde er wohl noch irrewerden. Da öffnete die Dunkle ihre Augen. „Oh, Schatz! Schon zu Hause?“ sagte sie sarkastisch. War sie die ganze Zeit über wach? Hatte sie ihn mit einem Zauber belegt? Durchs Energiefeld hindurch? Langsam stand sie auf. „Was ist? Willst du denn nicht deinen Lolly auspacken und daran herum lutschen?“ fragte sie und fuhr sich mit den Händen an den Seiten ihres Körpers von unten nach oben.

Plötzlich erwachte Angel in seinem Stuhl sitzend in seinem Zimmer. „Es war ein Traum. Also ein Alptraum, oder nicht?“ fragte er sich. Dann, eine plötzliche Angst folgend, rannte er hinaus und sah von der Brüstung herab. Faith schlief tatsächlich gerade, doch das war nicht das Unheimlichste, was er sah. Die dunkle Willow stand, von einem Ohr zum anderen grinsend, aufrecht und sah ihn mit ihren schwarzen Augen an.

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Fortsetzung vom 21.01.2008

„FAITH!“ schrie jemand. Diese schreckte aus ihren Schlaf und sah sich um. Angel stand oben an der Brüstung und sah zu ihr herab. Neben ihr war die dunkle Willow, die aufrecht dastand und sie grinsend betrachtete. „Was ist los?“ wollte Faith wissen. Sie bemühte sich darum, hellwach zu werden und von ihrer bequemen Position auf zu stehen.

„Du bist eingeschlafen! Dabei sollst du doch Wache halten!“ sagte Angel gereizt. Was war mit dem los, fragte sie sich. „Tut mir Leid! Aber dank deines Kampfgebrülls bin ich jetzt wach!“ erwiderte Faith etwas schnippisch. Dann sah sie Willow an und fragte: „Und warum zum Teufel lachst du denn so wie ein Honigkuchenpferd?“. Sie streckte sich und wartete die Antwort ab, ohne die Dunkle noch mal anzuschauen. Sie würde wohl eh nur eine blöde Beleidigung hören, dachte sie.

Angel, der mittlerweile die Stufen herab eilte, kam auf Willow zu. „Hast du mir den ‚süßen’ Traum geschickt?“ fragte er, wobei er das Wort „süßen“ mit Ironie in der Stimme betonte. Faith, die eigentlich noch immer eine Antwort von Willow erwartete und verwundert war, dass keine kam, sah Angel ernst an. „Was hast du da gerade gesagt?“. „Willow, DIE Willow, hat mir anscheinend einen Traum ‚gebracht’! Entweder das oder ich bin gerade von ihr teleportiert worden! Obwohl Giles meinte, ihre Kräfte wären blockiert! Funktioniert das Kraftfeld überhaupt richtig?“ wollte Angel schließlich wissen und berührte vorsichtig die Luft vor der Hexe. Leichte Wirbel der Luft waren um seine Hände herum sichtbar, als er das unsichtbare Kraftfeld zu berühren schien.

Faith schaute besorgt und verwirrt, denn sie war noch immer etwas schlaftrunken und wollte wissen: „Was denn für einen Traum?“. „Unwichtig!“ meinte der Vampir, bevor er Willow ärgerlich ansah und weiterfuhr: „Was spielst du für ein Spiel? Willst du uns in den Wahnsinn treiben?“. „Interessanter Gedanke!“ lachte die Dunkle bösartig.

Giles und Wesley kamen gerade aus dem Büro. Wesley streckte sich gähnend während Giles von Angel wissen wollte: „Was ist denn hier los? Warum macht ihr so einen Aufstand?“. Angel nahm Giles am Kragen. „Aufstand? Ich dachte das Kraftfeld würde Willow daran hindern, Magie zu wirken! Ist es vielleicht doch nicht so gut, wie du uns weismachen wolltest?“ „Hey, aufhören!“ verlangte Faith von Angel. Der schaute kurz zu ihr und ließ dann Giles los, etwas verwundert über seine eigene, heftige Reaktion.

Giles räusperte sich und strich sein Hemd glatt. „Was ist nur los, Angel?“ wollte er wissen. „Angel hatte einen Alptraum bekommen und denkt, es sei von Willow gekommen!“ erklärte Faith schnell. Dabei streifte ihr Blick zufällig die Leistengegend von Angel. War es wirklich ein Alptraum, wunderte sie sich, als sie genauer hinschaute. Dann sah sie schnell weg.

„Ich denke es nicht nur! Als ich eben dort oben ankam und herunterschaute, hat sie mich direkt angesehen und gelacht!“ verteidigte sich Angel. Giles legte seine Stirn in Falten während Wes meinte: „Unmöglich!“. „Ach ja?“ schnauzte Angel ihn an. Leise sang die dunkle Willow: „Jemand leidet an Verfolgungswahn!“ „Halt’s Maul!“ fuhr Angel sie wütend an.

„Angel! Können wir bitte das Geschrei mal lassen und wieder sachlich werden?“ verlangte Giles und setzte nach: „Mir ist nicht bekannt, dass so was möglich sein kann, da das Kraftfeld ihre Magie unterdrückt! Aber ich kann es am besten noch mal erneuern! Zur Seite!“. Giles sah, wie alle außer Willow um ihn herum platz machten, und er erneuerte das Kraftfeld mit einem lateinischem, magischem Wort. Nach einer Weile fragte er schließlich: „So, zufrieden?“. „Wenn es wirkt, ja!“ meinte Angel, dessen Stimmung sich mittlerweile normalisierte.

„Angel, was genau hast du geträumt?“ wollte Wes wissen. Der dunkelhaarige Vampir antwortete genervt: „Es war irgendein dummer, blöder Traum in dem Willow vorkam! DIESE Willow! Und ich habe jetzt keine Lust auf Psychoanalyse! Ich geh lieber auf Patrouille, vielleicht kann ich mich so abreagieren!“. Dann ging er zur Tür.

Faith konnte nicht anders, als sie lächelnd kommentierte: „Hoffentlich kommst du danach nicht als Angelus, weil du dich so abreagiert hast, dass du vollkommen glücklich warst!“. Während Wesley und Giles nur irritiert dreinschauten, sah Angel sie finster an, bevor er sich umwandte und zur Tür hinaus lief. „Ok, war ein blöder Witz!“ meinte sie und erhaschte einen Blick auf die Dunkle, die ebenfalls grinste. „Ogott, ich verstehe mich mit der bösen Willow?“ dachte sie schockiert und sah zu den anderen beiden.

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Wesley, Giles und Faith kamen darin überein, dass sie gemeinsam Wache halten würden. Einer würde schlafen können, doch die anderen beiden sollten sich gegenseitig wach halten. Zuerst war Wes dran mit dem Schlafen. Zwei Stunden später sollte Faith folgen. Giles selbst meinte, dass er wohl nicht schlafen werden könnte. Wesley lag lang gestreckt auf der einen Seite der runden Couch in der Hotelhalle und Faith und Giles saßen auf der anderen Seite, wobei sie die dunkle Willow, die zu schlafen schien, im Auge behalten konnten.

„Weißt du, ich befürchte, dass du dir in den letzten Tagen mit all den Leuten hier ein wenig überflüssig vorgekommen bist! Aber du bist nicht überflüssig, Faith!“ meinte Giles. Faith wusste nicht, was sie von seinen Worten halten sollte. Schnippisch meinte sie: „Danke Giles! Kommt jetzt ein langer Vortrag darüber, wie sehr die Jägerinnen eine ausgeflippte Rebellin und Mörderin wie mich gebrauchen können?“. „Bitte, Faith! Spiel dich nicht schon wieder herunter! Du hast mehrfach bewiesen, dass du gebraucht wirst und zu großem fähig bist!“ „Tschuldigung, Giles!“.

Faith sah auf ihre Hände, die nun in ihrem Schoß lagen, und dachte darüber nach. „Vielleicht komme ich mir wirklich nutzlos vor! Hier mit Buffy, Angel, Spike und all den anderen! Ihr habt sogar eine Dämonenbraut, die euch hilft, Ärsche zu treten! Wie cool ist das bitte?“ Giles lächelte schwach und erwiderte: „Nun, cool oder unterkühlt scheint Illyria wirklich zu sein! Und das macht mir Sorgen!“ „Wieso? Wegen dieser Prophezeiung?“ „Natürlich! Aber…“. Giles runzelte die Stirn und schien über seine Worte nach zu denken. „Aber?“ „Aber gleichzeitig scheint sie sich mit ihrem Dasein als Mensch abgefunden zu haben, was immer das mit sich bringen mag…“. Giles schaute kurz rüber zu Wesley, doch dieser schlief tief und fest.

Faith nahm den Faden wieder auf: „Sie könnte Wes manipulieren! Immerhin ist es offensichtlich, dass er sich in sie verliebte! Vielleicht haben sie bereits sogar zusammen….“ „Ähm, ja Faith! Wer weiß!“ unterbrach Giles sie etwas verlegen mit gehobener Hand, um sie zu bremsen. Faith sah seine Reaktion und meinte grinsend: „Ich meinte nur!“ „Und gerade weil sich Illyria in einer möglichen Position befindet, in der sie die Leute gegeneinander ausspielen könnte, müssen wir ein Auge auf sie haben!“ schloss der Brite.

„Aber was ist mit ihr? Sie ist doch wohl gefährlicher, oder?“ fragte Faith und deutete auf die schlafende Willow. „Nun, im Moment, so scheint es! Aber es könnte sich jeden Tag ändern. Selbst was morgen passiert, wissen wir nicht!“ „Heute!“ „Was?“ machte Giles. Faith setzte nach: „Heute! Immerhin haben wir bereits nach ein Uhr!“ „Oh! Na gut! Was ich meinte, war, dass du mir helfen musst ein Auge auf alles hier zu werfen!“ „ICH? Was ist mit Angel? Oder Buffy? Oder Spike oder Wesley?“ wollte Faith wissen. Giles seufzte. „Sie sind alle mehr oder minder mit sich selbst beschäftigt! Spike war darüber hinaus immer nur ein Kämpfer, kein Denker! Er würde manche Veränderungen wohl einfach nicht bemerken!“ „Aber was ist mit Buffy und den anderen Jägerinnen?“ „Buffy wird wieder gehen, genauso wie ich bald gehen werde! Nach Schottland! Zumindest wenn wir Willow geholfen haben, wobei ich leider immer noch nicht genau weiß, wie!“ „Oh, Schottland? Schon wieder Europa?“ fragte Faith. Giles lächelte. „Ja!“

„Nun, danke für das Vertrauen, Giles! Aber ich weiß nicht, ob ich die Verantwortung übernehmen soll! Übernehmen kann!“ meinte Faith Giles runzelte die Stirn und versuchte sie zu überzeugen: „Faith, wie oft willst du noch vor dir selbst weglaufen? Du bist geradezu prädestiniert, ein Auge auf verschiedene Geschehnisse zu werfen! Du bist offen, ehrlich und aufgrund deiner persönlichen Geschichte kannst du …. Dinge besser beurteilen als andere ohne deinen Lebenswandel!“ „Prädestiniert? Ja, klar! Als ob ich so gut darin bin, andere an zu führen! Tick, Tick, Bumm und so!“ meinte Faith noch immer zweifelnd, die auf eine Situation in Sunnydale anspielte.

Der ehemalige Wächter und nun Kopf der neuen Wächterorganisation setzte nach: „Du musst niemanden anführen! Das verlange ich auch gar nicht! Lass Angel weiterhin die Dinge regeln! Ich habe mit ihm bereits gesprochen und er meint, dass er noch genügend wichtige Kontakte hat und L. A. weiterhin Hilfe brauchen wird! Aber du könntest beobachten!“ „Als Spion?“ meinte Faith entsetzt. „Nun, ich…“ setzte Giles nach. „Ok, ich tu’s! Danke!“ freute sich Faith nun und umarmte Giles. Dieser lächelte, zog jedoch die Stirn in Falten und betonte: „Beobachten und berichten, Faith! Der neue Rat der Wächter, und damit allen voran ich, wird Informationen benötigen! Außerdem ist das Hotel hier ein guter Stützpunkt, um neue Jägerinnen aufzunehmen und auszubilden! Dabei könntest du von großer Hilfe sein, bin ich mir sicher!“ „Danke! Ich werde Sie nicht enttäuschen, Giles!“ „Das weiß ich!“.

Beide unterhielten sich noch weiter über Faith’s Aufgaben und wie sie diese durchführen könnte, über den neuen Rat, über die Jägerinnen, die auf der ganzen Welt verwirrt über ihre Kräfte und nächtlichen Träume waren und über einiges mehr. Faith verstand sich mit Giles noch nie so gut wie in der letzten Zeit. Sie genoss es, so mit ihm reden zu können, wie sonst nur Buffy mit ihm sprach. Gerade weil nur Buffy mit ihm so sprach. Doch jetzt fühlte sie sich, als wäre sie in einem Elite-Club aufgenommen worden. Doch sie wusste immer noch nicht genau, was sie von ihrer neuen Aufgabe halten sollte.

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Angel konnte es kaum glauben. Er hatte stundenlang patrouilliert und wollte gerade durch eine Gasse zum nahe gelegenen Hyperion zurück, als eine alte Bekannte dort stand. Sie lächelte und betrachtete ihn fast verliebt. Dabei waren ihre spitzen Eckzähne zu sehen. Angel fragte sich, ob sie gerade aus dem Hotel kam oder dorthin gehen wollte. Ärgerlich kam er ihr entgegen, schaute sich jedoch misstrauisch um. Es konnte eine Falle sein.

„Angelus, mein lieber! Hörst du die Vögelchen zwitschern?“ fragte die dunkelhaarige Vampirfrau lächelnd, deren schlichtes, hellblaue Kleid an ihr herunter hing, ohne allzu viel ihrer Figur zu betonen. Angel sah sich um, ob Passanten oder andere Gefahren in der Nähe waren, bevor er die letzten Schritte zu ihr lief. Beinahe hätte er sie am Kragen gepackt, entschied sich jedoch dagegen.

„Was hast du nun wieder angestellt, Drusilla?“ „Ich? Ooch… ich bin so unschuldig wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird!“ meinte sie. „Unschuldig, ja? Leben meine Freunde noch oder sind sie entführt worden? Was ist es diesmal Dru? Wolltest du statt Darla jetzt eine Jägerin umwandeln? Oder einfach nur Spike wieder zum Bösen bekehren?“ „Spike ist hier?“ meinte sie unsicher, sah sich um und hatte eine Hand seltsam hoch gestreckt, wie eine vornehme Dame, die gerade noch etwas in der Hand hielt, das jemand entgegen genommen hatte. „Das ist nicht das Thema! Weswegen bist du hier?“ fragte er wütend. Drusilla sah wieder zu ihm und antwortete: „Och Angel, armes Lamm! Weißt du es denn nicht? Man kann es in den Sternen lesen!“. Sie schaute hinauf zum dunklen Himmel und sprach weiter: „Man kann es in der Luft hören und im Blut der Menschen schmecken!“ rief sie und wippte ein wenig als sie anfing, lachend zu quieken.

Das war zuviel. Angel sprang ihr an die Kehle und bedrohte sie: „Das reicht! Seit du Darla wieder verwandelt hast, habe ich dir Rache geschworen! Heute endet es! Ich habe genug von deinen Tricks und Spielchen!“ „Hundi will nicht spielen?“ fragte sie traurig. „Sag mir was Nützliches, oder du bist gleich nur noch ein Haufen Asche!“ betonte er und griff stärker zu, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Drusilla hatte Schwierigkeiten zu sprechen, als sie erklärte: „Lämmer! Wir sind alle nur Lämmer! Arme, hilflose Lämmer, die ihr Leben hinter sich haben werden!“ „Das ist nicht nützlich! Was willst du sagen, verdammt?“ „Es kommt, Angel! Spürst du nicht die Kraft? Selbst Willow ist dagegen ein Nichts!“ „Was weißt du über Willow?“ wollte Angel wissen. „Aus eins? Macht zwei?“ fragte Drusilla grinsend mit großen, entzückt strahlenden Augen.

Angel ließ Drusilla’s Hals los. Doch gerade als sie sich wieder entspannte, nahm er plötzlich ihre Linke und bog sie in einer schnellen Bewegung auf ihren Rücken und legte die Ellenbeuge seines anderen Arms um ihren Hals, damit sie weder fliehen noch sich wehren würde. Dann führte er sie langsam vor sich her, als er zum Hyperion ging. Unfähig, sich ohne Anstrengung zu befreien, musste sie mitgehen. „Wir werden jetzt mal sehen, ob alles im Hotel noch in Ordnung ist oder du irgendetwas getan hast! Oder jemanden befreit hast!“ meinte er.

Er führte sie weiter vor sich her und näherte sich seitlich dem Haupteingang des Hotels. Durch das Fenster konnte er sehen, wie Faith und Giles miteinander sprachen. Die dunkle Willow schien zumindest noch gefangen zu sein. Allerdings lag Wesley auf der Couch. Schlief er? Oder…

Da spürte Angel einen Schlag gegen seinen Kopf. Drusilla hatte ihn dort irgendwie mit dem Ellbogen erwischt. Es reichte zwar nicht, um ihn bewusstlos zu schlagen, jedoch lockerte er damit seinen Griff. Sie gab ihm noch dorthin einen Tritt, wohin in die Enge getriebene Damen traten, und riss sich brutal frei. Als sie losrannte, kämpfte Angel gegen den Schmerz an, um sie zu verfolgen. Sie sprang über die Mauer und er hinterher. Er konnte nicht nach ihr greifen, da sie etwas über zwei Meter von ihm entfernt war. Würde er versuchen, sie springend zu erreichen, würde er wohl nur auf den Boden aufschlagen und sie lief weiter. Er musste sie einholen. Beide rannten wieder in die Gasse, rannten durch und weiter in eine andere hinein. „Bleib stehen, verdammt!“ rief er, doch natürlich hörte sie nicht auf ihn.

Plötzlich bemerkte er etwas. Bevor er jedoch reagieren konnte, wurde er von zwei Vampiren von beiden Seiten angesprungen. Es war ein männlicher, rothaariger von links und eine blonde Frau von rechts. Alle drei gingen beim Aufprall zu Boden, während Drusilla lachend weiter rannte. „Wir sehen uns wieder, wenn der Mond zweimal lächelt!“ konnte er sie noch rufen hören.

Angel, der sich fühlte, als ob ihn zwei Wände getroffen hatten, stand rasch auf und trat dem Mann ins Gesicht. Dieser wich größtenteils aus und wurde von dem Tritt nur gestreift. Die Frau kreischte und sprang auf Angels Rücken. Er musste gleichzeitig den um sich schlagenden, männlichen Vampir vom Leibe halten und die Frau auf seinem Rücken loswerden. Er schlug mit den Fäusten nach dem Mann und bewegte sich ruckhaft hin und her, in der Hoffnung, dass die Frau herunter fiel. Doch stattdessen begann sie ihre Fingernägel in seinen Hals zu bohren. Mit einem Schmerzensschrei warf er sie in einem verzweifelten Akt einfach über sich. Er nahm einen Pflock, der in einem Mechanismus in seinem Arm versteckt war, und rammte diesen in die Frau. Doch während sie zu Staub zerfiel, trat der Mann springend mit beiden Füßen nach ihm und erwischte ihn an Kopf und Schulter. Angel fiel nach hinten und wollte sich abrollen, doch der andere Vampir setzte nach und sprang auf seine Brust, um ihn unten zu halten. Angel hatte seinen Arm zum Glück noch frei, als er fragte: „Neu hier?“. Der Mann sah ihn verwundert an und ein „Häh?“ kam über seine Lippen, als Angel bereits ausholte und den Pflock rasch einsetzte. „Ich meine ja nur, da du mir den Pflock gelassen hast!“ erwiderte Angel und sah, wie der Vampir zu Staub zerging.

Er sprang auf, klopfte sich den Staub von den Klamotten und sah sich um. „Prima!“ machte er, denn Drusilla war verschwunden. Die Vampire waren wohl eine geplante Ablenkung, damit sie entkommen konnte. Ihm blieb nichts weiter übrig, als zurück ins Hotel zu gehen.

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Fortsetzung vom 19.02.2008

Die Eingangstür flog auf und Angel kam hereingestürmt. Erschrocken sahen ihn Faith und Giles an, als er die Treppe fast schon hinauf rannte und rief „Meeting! Jetzt!“.

Faith sah Giles kurz an und lief dann ebenfalls hoch. Giles weckte Wesley und schaute nach, ob die Eingangstür wieder richtig zugeflogen war. Nachdem er Wesley berichtete, was eben vorgefallen war, ging er mit ihm auch hoch zum Konferenzraum.

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Spike saß in seinem Zimmer rauchend auf seinem Bett. Er hatte den Oberkörper frei, da er sich eigentlich hinlegen wollte. Doch wozu? Die Nacht war sein Vertrauter. Nur weil die anderen nachts über ruhten, musste er es nicht auch, oder? Außerdem ging ihm einiges durch den Kopf, und so hing er seinen Gedanken nach.

Kein „Danke, Spike!“, keine Zusammenfügung von beiden Willows, kein nichts. Er hatte vielleicht nur noch mehr Kummer damit zustande gebracht, dass er Oz brachte, und keine „Erlösung“ oder auch Lösung des Problems, wie er gehofft hatte. Über diese Dinge und ähnliches machte er sich die ganze Zeit über Gedanken. Er kam sich bereits seit einiger Zeit nutzlos vor. Wo waren die guten, alten Zeiten? Wo man noch Seite an Seite für eine Sache kämpfen konnte? Wo klar war, wer gut und wer böse war und die siegreiche Seite am Ende tagelang feierte?

In der Schlacht dachte er, er würde siegen und zu einem Mensch werden, wie in dieser dämlichen Prophezeiung angedeutet. Ein Mensch, der einfach in Ruhe leben konnte. Oder er würde endlich sterben. Zu Staub zerfallen. Dann wären alle Zweifel vorbei gewesen. Zweifel, die ihn immer noch beschäftigten. Quälten.

Erneut verfluchte er seine Seele. Warum musste er nur eine bekommen? Nachdem sie schon weg und sein Körper eine kalte, grausame Hülle eines Vampirs war. Es machte vieles nur komplizierter. Er konnte einfach nicht mehr so hart wie früher sein, als er Hals über Kopf in eine Situation sprang und alles gab, um etwas zu bekommen. Etwas zu gewinnen. Er fühlte sich wie ein Gewinner, der keinen Preis bekam. Wenn er doch endlich wieder für etwas Lohnenswertes kämpfen konnte. Für einen großen Preis, für seine Menschlichkeit oder um einfach den Sieg nach dem Kampf zu feiern.

Plötzlich klopfte es energisch an seiner Tür. „Ist offen!“ sagte er knapp und schaute interessiert, wer denn da zu ihm wollte. Angel öffnete und blieb im Türrahmen stehen. Spike war überrascht und wollte aus einem unguten Gefühl heraus seine Zigarette irgendwie loswerden, obwohl Angel sie schon gesehen haben musste, als Angel einfach nur meinte „Meeting!“. Spike stoppte mitten in der Bewegung, sah ihn verwundert an und fragte leicht verärgert: „Schon wieder?“ „Drusilla!“ meinte Angel. Es war alles, was er sagen musste. Spike drückte die Zigarette in einem Aschenbecher aus, stürmte vom Bett, warf sich was über und folgte Angel zum Konferenzraum. Nächstes Mal sollte Spike mit dem, was er sich wünschte, vorsichtiger sein, dachte er sich.

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Oz stand am Fenster und sah hinaus. Zum wiederholten Male fragte er sich, ob er wirklich „seinen Leuten“ bescheid geben sollte? Immerhin sahen sie ihn mit einem Vampir weggehen und haben seitdem nichts mehr von ihm gehört. Aber genauso gut hatte Angel ihm zu verstehen gegeben, dass Oz nicht abhauen sondern bleiben sollte. Wie würde es wirken, wenn Oz am Morgen nicht im Zimmer war? Nach allem, nach der Situation mit Willow und ihrem Gespräch, wenn man es so nennen mochte. Hatte er gerade was gehört? Nein, musste wohl Einbildung gewesen sein.

Wenn er jetzt verschwand, würde vielleicht jemand nach ihm sehen. Vielleicht würden sie bemerken, dass er sich einfach davon gestohlen hatte. Dann zählte es auch nichts, dass er eigentlich wieder zurückkommen wollte, nachdem er den anderen bescheid gegeben hatte, denn dann würden alle Leute im Hotel, inklusive Angel, Buffy und Willow, denken, dass er einfach fortgerannt sei. Wieder.

Doch was sollte er noch hier? Wie er Angel bereits sagte, wusste er nicht wirklich, wie er helfen konnte. Seine Werwolf-Freunde brauchten ihn vielleicht. Außerdem konnte er es nicht auf Dauer ertragen, wenn Willow ihm insgeheim für alles Mögliche die Schuld gab und andere ihn ständig beobachteten und ihn den „bösen Finger“ zeigten. Er hatte Sunnydale und sie alle bereits vor Jahren verlassen. Warum sollte er also nicht wieder gehen?

Da hörte er wieder etwas. „Meeting“? fragte er sich. Hörte sich an wie Angels Stimme. Zögerlich schloss er das Fenster und ging langsam lauschend zur Tür. Dann hörte er, wie es an einer Tür klopfte und Angel kurz darauf meinte: „Meeting, weitersagen!“. Was ging da draußen vor? Da hörte er Schritte und öffnete einfach seine Tür. Angel stand dort und ließ den zuvor halb gehobenen Arm fallen „Oz?! Gut, du bist wach!“ sagte er überrascht. „Ja, was ist denn los?“ wollte Oz wissen. „Wir müssen ein Meeting abhalten und ich denke auch du solltest dabei sein!“ „Ok, ich komme gleich!“ „Gut!“ machte Angel und ging.

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Nachdem Angel die meisten Leute aufgeschreckt, sie in den Konferenzraum beordert und sie gebeten hatte, die anderen ebenfalls zu wecken, beobachtete er, wie sie herein kamen. Er stand nur da und wartete. Jegliche Anfragen wies er mit „wenn alle da sind“ von sich. Beim Warten brütete er über die Frage, ob sie alle gemeinsam stark und willens genug waren, trotz Willows Situation sich gegen Drusilla zu stellen und gegen das zu kämpfen, was sie wieder ausgebrütet hatte.

Bloß, was hatte sie ausgebrütet? Was meinte sie damit, irgendwas würde kommen? Was sollte er den Leuten sagen, außer, dass sie vorsichtig sein sollten, da Drusilla wieder in L. A. war? Er sah die weiße Willow an, als sie herein kam. Würde sie helfen können? Oder würde sie sich durch ihre Situation nicht richtig auf ihre Aufgaben konzentrieren? Vielleicht war es zu viel verlangt, wenn er sie jetzt zu irgendeiner Tätigkeit aufforderte. Man konnte sie regelrecht leiden sehen, fand er.

Als Wesley zusammen mit Buffy, Giles und Oz herein kamen, fragte er Giles: „Was ist mit der anderen Willow?“. „Sie schläft und ist sicher verwahrt!“ antwortete dieser. Angel nickte. Es war besser, wenn sie das hier nicht mitbekommen würde. Er ließ alle Platz nehmen, bevor er erklärte: „Ich hielt dieses Meeting angebracht, da ich Neuigkeiten habe. Eine alte Bekannte ist in der Stadt!“ Pötzlich rief Spike: „Darf ich es diesmal sagen? Es ist…“ „Drusilla!“ sagte Angel, und unterbrach so den platinblonden Vampir. „Och, verdammt!“ meinte dieser, als einige Angel ungläubig ansahen. Dieser Name konnte fast Tote wecken, dachte Spike grinsend.

Angel wurde ernst. „Es bleibt keine Zeit für Späße! Etwas kommt und es hat bestimmt mit ihr zu tun! Ich weiß nicht, was es ist! Sie gab mir nur gewohnt vage Hinweise, bevor ich mich gegen zwei andere ihrer Lakaien verteidigen musste und sie dabei wegrannte! Sie sagte noch was von zwei Monden, was wichtig klingt, aber ich weiß nicht, was sie damit meint!“ führte er seine Erklärungen weiter. Er sah nebenbei, wie alle auf einmal wach wurden und über seine Worte nachdachten. Buffy sagte nichts, jedoch waren ihre Sorgen klar in ihrem Gesicht zu erkennen. Sie musste wohl gerade dutzende Dinge überdenken.

„Zwei Monde? Was genau hat sie gesagt?“ fragte Oz. Angel dachte kurz nach und wiederholte: „’Wir sehen uns wieder, wenn der Mond zweimal lächelt!’“. Dann erklärte er weiter: „Könnte ein Hinweis darauf sein, dass es bald zwei Monde gibt! Natürlich durch Magie oder so, denn etwas soll kommen, meinte sie! Das könnte eben ein zweiter Mond sein! Oder sie meinte mit dem Lächeln zwei Tage!“. „Vollmond!“ warf Oz ein. „Was?“ wollte Angel wissen. Oz erklärte: „Nun, mit dem Lächeln könnte gemeint sein, dass man die Monde klar sehen kann. Das kann man zum Beispiel bei Vollmond!“ „In einer Woche haben wir Vollmond!“ meldete sich Vi. Giles merkte an: „Wie wir bestimmt alle wissen, ist der Vollmond an drei Tagen in seinem Zyklus zu sehen! Nur an einem der Tage zu einer bestimmten Uhrzeit kann man wirklich von einem Vollmond reden, da er seine maximale Helligkeit erreicht hat!“. Er sah verwirrte Gesichter, weshalb er hinzufügte: „Mit ‚zweimal lächeln’ könnte auch einfach der zweite Vollmondtag gemeint sein! Der mittlere der drei, also genau der Tag, an dem der Mond… ihr wisst schon!“. „Macht Sinn!“ meinte Oz knapp, als jeder überlegte, ob dem wirklich so war.

Angel riss das Wort wieder an sich: „Wie dem auch sei, ich sage, wir sollten es erst gar nicht soweit kommen lassen! Ich habe genug von Drusilla und Konsorten, ein für alle Mal! Wir spüren sie auf und vernichten sie! Und alle, die ihr helfen! Wir haben schon schlimmeres erlebt und ich werde nicht zulassen, dass sie erneut irgendeinen Plan in die Tat umsetzen kann!“. „Dafür bin ich auch! Lasst uns sie alle aufspüren und vernichten, bevor sie ihre Pläne umsetzen können!“ kommentierte Buffy entschieden. Sie sah zu Willow, doch Giles stellte eine Frage, bevor sie etwas sagen konnte. „Aber, hat sie wirklich gemeint, dass sie etwas tut? Oder dass etwas einfach nur geschieht?“ wollte Giles wissen. Willow fügte hinzu: „Ja, genau. Dass zum Beispiel am exakten Vollmondzeitpunkt etwas passiert?!“. Damit schnappte sie die Ausführungen von Giles wieder auf, der sie ansah und lächelte. Sie hatte ihn verstanden, dachte er.

„Drusilla meinte noch was davon, dass wir alle Lämmer wären, die zur Schlachtbank geführt werden! Aber ich habe absolut keine Ahnung, was sie gemeint hatte!“ erklärte Angel weiter. Buffy meinte besorgt, mit einer kleinen Spur Wehmut: „Dann müssen wir uns wohl wieder auf die nächste Apokalypse gefasst machen!“. „Heidi-hoo!“ machte Spike sarkastisch. Dann kam ihn ein Gedanke und er fragte: „Hey, könnten wir Drusilla irgendwie ihre Seele geben, statt sie zu vernichten?“. „Wie denn? Eigentlich ist sie tot und die Seele bereits im Himmel oder wo auch immer!“ erklärte Wesley. Angel sah Spike an und fragte: „Musst du nun wirklich auch noch den Hype lostreten, dass alle Vampire eine Seele bekommen sollten?“ „Alles was dich glücklicher macht… oder eher NICHT!“ antwortete Spike schlicht.

„Ist das überhaupt möglich? Ich meine, wären alle Vampire nicht friedlicher, wenn sie eine Seele bekämen?“ fragte Rona plötzlich. Faith meinte: „Rona, liebes! Genauso gut könntest du verlangen, dass es den ganzen Monat lang Vollmond wäre! Also halt die Klappe und lass uns ernsthaft nachdenken!“ „Faith!“ machte die helle Willow entsetzt, offensichtlich empört über das soeben gehörte. „Sorry!“ bedauerte Faith offenbar ihre Worte und sah Rona ernst an, bevor sie erklärte: „Ich meinte nur, dass uns solche Überlegungen nicht weiterbringen, sondern nur ablenken! War nicht so ernst gemeint, Rona!“. „Ist schon ok!“ antwortete diese und Faith nickte dankend, ohne ein Wort zu sagen. „Naja, immerhin kannst du nichts dafür, dass du so eine Bitch bist!“ erklärte Rona leicht lächelnd, wobei sie einen bestürzten Blick von Willow zugeworfen bekam. Faith sah Rona überrascht an, lächelte dann ebenfalls und nickte anerkennend.

„Leute, können wir bitte wieder zum Problem zurückkommen?“ unterbrach Angel den Zickenkampf, für den er ihn hielt. „Willow, könntest du nochmals versuchen, dem Stadtplan zu entlocken, wo Dämonen und Vampire sind? Vielleicht gelingt es uns, sie zu finden, wenn wir einfach dort nachschauen, wo eine Ansammlung von Punkten zu finden ist!“. Willow schaute unsicher und antwortete: „Wir könnten es versuchen, aber was garantiert uns, dass sie sich nicht bewegen?“ „Stopp!“ machte Giles und fügte an: „Willow ist momentan in keiner Lage, solche Magie zu wirken! Immerhin wissen wir immer noch nicht…“. Er stoppte und sah sie an, wollte das unverkennbare nicht aussprechen, da er sich denken konnte, wie hart es für Willow sein musste. „Versuchen wir’s einfach!“ sagte Buffy entschieden. Willow sah erschrocken zu ihr und sagte: „Aber Buffy, ich…“. Doch wurde sie von der blonden Jägerin unterbrochen: „Nein, Willow! Ich denke nicht, dass du deine Kräfte verloren hast oder dass etwas schief gehen würde. IHR muss ich eigentlich sagen! Wenn ihr beide den Zauber sprecht, dann würde er doch klappen, oder?“ fragte Buffy schließlich und schaute von Willow zu Giles. Er legte die Stirn in Falten und erwiderte: „Ich denke, dass müsste klappen! Aber wie sollen wir die andere Willow dazu bringen, den Zauber zu sprechen? Noch dazu müssten wir sie frei lassen! Wer weiß was sie dann vorhat?“. Buffy antwortete prompt: „Das lasst mal meine Sorge sein! Ich werde mit ihr reden!“. Sie sah Will an und betonte, bevor diese etwas sagen konnte: „Allein! Ich werde mit ihr allein reden und sie schon dazu bewegen! Entschuldigt mich!“. Sie stand auf und ging langsam zur Tür, wobei sie ergänzte: „Redet ihr weiter über Alternativen, ich muss eh seit längerem schon mit ihr sprechen! Immerhin ist sie ein Teil von Willow! Und als solche muss sie uns einfach helfen!“. Dann ging sie zur Tür.

Angel wollte aufbegehren, doch sah Buffy zu entschlossen aus, um noch auf ihn zu hören. Er fragte sich, was sie vorhatte. Auch Giles, die helle Willow und die anderen sahen besorgt zu Buffy, die nach draußen verschwand!“

„Nun, welche Möglichkeiten haben wir sonst noch, außer durch Magie von Willow?“ fragte Angel, um die Stille zu durchbrechen. Zugleich machte er damit klar, dass er sich nicht unbedingt auf Magie verlassen wollte. Wesley meinte: „Nun, wir könnten den Untergrund mal wieder besuchen! Du weißt schon, hier und da fragen stellen, Lokalitäten aufsuchen und mit Nachdruck Informationen aus jemanden herausholen!“ „Nachdruck? Ja, das klingt gut! Ich bin dabei!“ meinte Spike. „Hey, Jungs! Ihr solltet dann aber von einem Profi begleitet werden, damit es nicht in einem Desaster endet!“ meinte Faith lächelnd. Eigentlich wollte sie noch etwas hinzufügen, nämlich sich selbst zur Idee, sah jedoch rüber zu Rona, ob von ihr irgendwelche Sprüche kamen. Doch diesmal kam der Einwand von anderer Stelle. „Ja, von mir zum Beispiel!“ machte Angel klar. Faith setzte an: „Ich… wollte eigentlich…!“. „Oh…“ machte Angel und sah sie offensichtlich überrascht an. „DU wolltest mitgehen? Sorry, ich dachte du hättest mich gemeint! Aber klar kannst du mitkommen!“ lächelte Angel. Faith war nur imstande zu nicken, während sie überlegte, ob hier plötzlich alle was gegen sie hatten. Spike und Buffy war sie ja bereits gewohnt, aber dann noch diese aufmüpfige Rona und jetzt noch Angel. War mal Zeit, dass sie wieder rein haute und zeigte, was in ihr steckt. Nur, damit es keiner vergisst.

Angel meinte nach kurzem Überlegen: „Also Illyria, Wesley und Spike bilden ein Team und ich, Faith und Buffy! Der Rest bleibt mit Giles hier vor Ort, nur falls was passiert!“ Es sah zu Giles und Willow. „Seit ihr sicher, dass ihr hier zurecht kommt?“. Er wollte offensichtlich nicht das aussprechen, was bereits schon zur Genüge erwähnt wurde. Giles sah zu Willow und sprach für sie beide, als er erwiderte: „Ich… denke es wird klappen!“. Willow sah ihn und Angel nur an, sagte jedoch nichts. Man konnte nicht sagen, was ihr gerade durch den Kopf ging. Angel wollte sich auch nicht weiter auf Diskussionen einlassen, deswegen meinte er: „Alles klar, dann werden wir am besten erstmal ein wenig Schlaf nachholen und dann gegen Mittag aufbrechen!“.

Vi sah verunsichert und fragte: „Gegen Mittag? Aber Spike und du….!“. Sie zögerte, da sie gerade vielleicht dabei war, den Vampiren gegen den Kopf zu stoßen. Spike zog die Augenbrauen hoch und fragte sie: „Ach, das Sonnenlicht? Dagegen hilft etwas, es nennt sich Untergrund! Kanailisation und so, du weißt schon!“. Vi hatte Recht, ihre Worte wurden mit dummen Sprüchen abgeblockt. Genau das hatte sie gefürchtet, nicht weil die anderen vielleicht Unrecht hatten, sondern weil sie sich dabei dumm vorkam, vor versammelter Mannschaft gegen den Kopf gestoßen zu bekommen. Dabei hatte sie gerade das den Vampiren nicht antun wollen. Und zu allem Überfluss war sie mit Rona, Giles und den Willows zum Herumsitzen verurteilt, während alle anderen „Informationen besorgten!“. Sie wollte auch mal was tun. Zeigen, wozu sie fähig war, wie damals in Sunnydale. Aber dafür musste sie wohl erst das Vertrauen von den „Oberen aus L. A.“ bekommen, wie Angel, Spike und Wesley.

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Fortsetzung vom 11.03.2008

Die schwarz gekleidete Willow saß auf ihrem Stuhl in dem sie umgebenden Kraftfeld, als sie Schritte hörte. Dann sah sie Buffy die Treppe herunter kommen. „Wen haben wir denn da?“ fragte sie und lächelte leicht. „Freut mich auch, dich zu sehen!“ sagte Buffy und näherte sich ihr langsam, bis nur noch drei Schritte sie voneinander trennten. „Was verschafft mir die Ehre?“ fragte Will sarkastisch. „Ok, ich weiß du findest deine lahmen Sprüche cool, aber wir müssen unbedingt mal ernsthaft reden!“. Buffy sah sich um und nahm einen Stuhl, den sie etwa einen Meter vor der dunklen Willow abstellte und darauf platz nahm, wobei sie noch mal vorsichtig nach dem Kraftfeld tastete, damit sie nicht Gefahr lief, beim Hinsetzen irgendwie dagegen zu prallen. Warum musste es nur unsichtbar sein, fragte sie sich. „Hört sich interessant an!“ kommentierte Willow lakonisch.

„Du bist zum Teil Willow, wie das Mädel da oben auch! Und ihr gehört eigentlich auch zusammen! Es ist klar, dass ihr verschiedene Aspekte derselben Person seid und eigentlich zusammen gehört! Deswegen ein Angebot!“ begann Buffy offen heraus zu sprechen. Willow zog die Augenbrauen in die Höhe, als Buffy fort fuhr: „Du wirst uns helfen und zusammen mit deiner… anderen Hälfte einen Zauber sprechen!“. Beinahe hätte sie „bessere Hälfte“ gesagt.

„Oh, nun ja warum nicht? Achja… Nein!“ antwortete Will schnippisch. „Kannst du mal für eine Sekunde aufhören so ein Biest zu sein?“ fragte Buffy sauer. Sie hatte die Attitüde dieser Willow satt. Mit zuckersüße Stimme meinte diese: „Aber liebste Buffy, warum sollte ich? Immerhin werde ich hier gefangen gehalten! Und es ist so langweilig hier!“. „Du wirst freigelassen!“ beantwortete die Jägerin die Frage. Als die Dunkle sie fragend ansah, ergänzte sie: „Unter einer Bedingung: du hilfst uns und machst keinen Ärger!“.

Willow fragte zweifelnd mit einer erneuten Spur Sarkasmus: „Aber wie willst du sicherstellen, dass ich das tue, nachdem ich frei bin? Ich überrasche mich manchmal sogar selbst, weißt du?“. „Weil du genau weißt, wer ich bin!“ antwortete Buffy. „Och komm schon, Buffy! Du bist keine Hexe! Und du bist bei weitem nicht mehr die einzige Jägerin auf der Welt, vergessen?“ „Ich bin aber die, die du seit Jahren kennst! Du weißt was ich mache, wenn einer meiner Bekannten oder sogar Freunde zu einer Bedrohung wird! Ich beseitige die Bedrohung, wenn’s sein muss!“ Willow lachte, als sie antwortete: „Hey, Buffy! Sorry, aber hast du da was nicht vergessen? Wenn ich sterbe, dann...“ „Stirbt die andere Willow auch? Nein, ich hab’s nicht vergessen!“ antwortete Buffy ernst.

Willow fragte sich, ob sie das wirklich ernst meinen konnte, was sie andeutete. Doch bevor sie etwas erwidern konnte, erklärte Buffy: „Als Anya wieder ein Rachedämon und damit zu einer Bedrohung wurde, habe ich da etwa gezögert?“. Willow antwortete nicht, weswegen Buffy fort fuhr: „Ich möchte, dass dir absolut klar ist, dass ich alles tun werde was ich tun muss, um eine Bedrohung aus der Welt zu schaffen! Mit allen Mitteln! Und wenn du dir nur für eine Sekunde einbildest, dass du durch irgendeinen Hokuspokus dich gegen uns stellen könntest, werde ich nicht dich töten! Ich werde die andere Willow töten...!“

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Fortsetzung vom 10.04.2008

Die dunkle Willow sah geschockt in das fest entschlossene Gesicht von Buffy. Was sie soeben hörte, konnte sie nicht glauben. Buffy, die Jägerin, würde Willow, die gute und unschuldige Willow, ohne zu zögern töten? „Du bluffst!“ antwortete sie. „Oh nein! Du weißt, dass ich das nicht tue! Willow, ich kann es nicht zulassen, dass eine wild gewordene Hexe, die bereits einmal versucht hat, die Welt zu vernichten, auch nur eine Sekunde lang frei herum rennt und Gott weiß was anstellen könnte! Ich stehe zu meinem Wort! Wenn du Mist baust, ist sie tot!“ „Aber… „ begann die dunkle Willow, wurde jedoch von Buffy unterbrochen: „Ich werde dafür sorgen, dass ich immer dort sein werde, wo die andere Willow ist! Wenn’s sein muss sogar mit Magie! Giles kann mir da bestimmt behilflich sein, denn auch er weiß, wie ernst die Situation ist! Also entweder du hilfst uns, oder du bleibst da drin gefangen! Du hast die Wahl!“

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„Also, wohin zuerst?“ fragte Wesley die anderen im Besprechungsraum. „Hey, du hast den Vorschlag gemacht, Informationen mir Nachdruck zu holen! Also sag du’s uns! Ich bin nur für den eigentlichen Nachdruck verantwortlich!“ antwortete Spike. Angel sagte: „Wir suchen überall, wo Vampire Unterschlupf suchen würden! Überall wo Leute wie wir die Nacht abwarten! Nun, eigentlich nur wie Spike und ich, meinte ich!“ „Ach, und ich dachte wir spazieren einfach so in den Tag hinaus und durchsuchen die Friedhöfe!“ antwortete Spike sarkastisch und sah danach vorwurfsvoll Vi an. Er verstand es, dumme Kommentare als Antwort zur Erwähnung von Offensichtlichem zu geben, dachte sie. Und erneut bereute sie, dass sie vorher überhaupt den Mund aufgemacht hatte.

Angel wurde langsam ungeduldig und sah gereizt zu Spike. Da lächelte Spike ihn an, als Wesley das Wort ergriff: „Nun, es gibt noch die ein oder andere Verbindung, die wir wieder aufgraben können! Allerdings gibt es auch welche, die Illyria nicht sehen sollten! Es wäre wohl ein wenig… ungewöhnlich für sie!“. Illyria sah ihn an und verwandelte ihre Erscheinung in die von Fred. Vi, Oz, Rona, Faith, Giles und Willow blickten gleichzeitig überrascht und verunsichert drein, als Illyria mit Freds Stimme meinte: „So schöpft keiner Verdacht!“.

„Das ist definitiv nichts, was man jeden Tag sieht!“ kommentierte Angel. Wesley blickte Illyria alias Fred an und spürte erneut einen Stich in seinem Herz. Sie spielte mit ihm. Dabei wusste sie genau, dass er sie so nicht sehen wollte. Nicht sehen konnte. Das machte es nur noch schwieriger, die Tatsache zu akzeptieren, dass Fred tot war. Doch er musste zugeben, dass sich so wenigstens niemand über einen blauen Dämon aufregen konnte.

„Wie ist das möglich?“ fragte Giles und beugte sich vor, um sich Freds Gesicht genauer an zu schauen. „Abrakadabra!“ antwortete Spike spöttisch. Willow schaute verunsichert, als Rona sie von der Seite ansah, und verteidigte sich: „Ich war’s nicht! Ehrlich nicht!“. Da erklärte Angel: „Illyria hat diese Gabe, seit sie Freds… Körper übernahm! Obwohl der Anblick verwirrend ist, stimme ich ihr zu! Auf diese Weise kann sie sich ungehindert unter den anderen da draußen bewegen!“. Freaky!“ kommentierte Oz.

„Also dann! Wenn sonst alles beredet ist, können wir aufbrechen!“ sagte Wesley. Angel sah ihn an und antwortete: „Ganz meine Rede, doch sollten wir warten, bis Buffy wieder herein kommt!“. „Achja, richtig!“ kommentierte Wesley und sah Fred an. Nein, die Dämonin namens Illyria in Gestalt von Fred, musste er sich in Erinnerung rufen. Da fragte er sich plötzlich selbst, was es für einen Unterschied machte. Schließlich hatte er sich in Fred verliebt. Dann übernahm das dämonische Wesen namens Illyria ihren Körper und eine Vielzahl ihres Verhaltens und einige ihrer Erinnerungen. Und er war dabei, sich in Illyria ebenfalls zu verlieben. Er, der durch Osiris selbst eine Art Dämon oder übermächtiges Wesen wurde. War es denn nicht unvermeidlich für Illyria und ihn, dass sie sich lieben und zusammen leben würden? Er wollte seine Gedanken ablenken. Hoffentlich würde Buffy bald herein kommen…

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Fortsetzung vom 22.05.2008

Buffy kam endlich wieder. Angel und Wes, beide mehr als bereit, direkt aufzubrechen, gingen zur Tür. Dabei sah Angel Buffy in die Augen und fragte sie nur mit einem Blick, ob sie was erreichen konnte. „Sie wird uns helfen!“ meinte sie überzeugend. In Wahrheit hoffte sie jedoch, dass die dunkle Willow ihnen wirklich half und nicht etwa eigene Pläne im Schilde führte. Buffy sagte zum dunkelhaarigen Vampir, dass sie kurz noch mit Giles reden müsste, aber dann nachkommen würde. Angel nickte und ging mit allen anderen heraus.

Buffy blieb an der Tür stehen und sah Giles an. Er hatte mitbekommen, was sie Angel sagte, weswegen er nicht nach draußen ging. Stattdessen steuerte er sie langsam an und wartete, bis die Tür geschlossen wurde. Dann sah er sie fragend an, als sie ihn bereits ansprach. „Giles, ich habe ein Problem! Ich möchte stets in der Nähe von der guten Willow sein, bevor wir ihr anderes Ich aus den Kraftfeld befreien!“ Giles sah sie verwundert an und meinte: „Buffy, ich halte das nicht für eine gute Idee…“. „Giles, sie wird uns helfen! Beide Willows brauchen sich gegenseitig! Ich muss also sicherstellen, dass der gute Teil von ihr hier bleibt, oder dass ich sie zumindest immer im Auge habe! Nur so kann ich verhindern, dass ihr schattiger Teil sie irgendwie benutzt, oder…!“ „Aber wer sagt, dass ihr… böses Selbst nicht versucht einfach abzuhauen?“ „ICH sage es!“ meinte sie. Giles hob die Augenbrauen und sah sie mit einem hältst-du-das-für-eine-gute-Idee-Blick an. Doch Buffy ließ sich nicht irritieren. „Diese Willow, beide Willows, waren einmal in einem Körper! Ihr ganzes Leben lang! Sie werden sich gegenseitig brauchen und nicht jetzt einfach anfangen, eigene Ziele zu verfolgen! Und ich weiß, dass Miss „Schwarzes Leder törnt mich an“ nicht so einfach was versuchen wird! Zumindest nicht alleine!“

Giles schüttelte den Kopf. „Buffy…. Woher willst du das wissen? Was hat sie dir gesagt, was deine Aussage einerseits rechtfertigt, aber du andererseits annimmst, du müsstest die andere Willow im Auge behalten? Die Gute, wenn ich anmerken darf?“ fragte er. „Sie hat mir versprochen, dass sie mit ihrem anderen Ich zusammen arbeitet! Also müssen wir nur noch verhindern, dass die beiden gleichzeitig abhauen! Bitte, Giles! Ich weiß, es ist viel was ich verlange, aber wir müssen ihnen zumindest eine Chance geben! Wir brauchen sie!“ Giles über legte und starrte zu Boden. Dann sah er sie ernst an und antwortete: „Gut, wir werden sehen! Ich hoffe nur, dass du Recht hast!“. Sie lächelte ihn an. Da setzte er noch schnell nach: „Aber wenn etwas schief geht…“. „Es wird nichts schief gehen! Dafür werde ich sorgen!“ überzeugte Buffy ihn. Er sah sie noch immer zweifelnd an.

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Fortsetzung vom 05.07.2008

Kommentar: Nach langer Zeit mal wieder eine Fortsetzung. Und die nächste ist bereits in Arbeit!

Irgendwo in der Kanalisation, unterhalb von L. A., bekam ein Vampir einen Faustschlag ins Gesicht. Derjenige, der zur Faust gehört, nannte sich Spike. Und er wollte Antworten. „Bitte noch mal! Warum bist du hier unten?“ fragte Spike mit grimmiger Stimme. Der andere Vampir, der Spikes innere Wut bereits durch ein halbes Dutzend Schläge spüren „durfte“, war voller Angst. Derart Angst, wie ein seelenloser Vampir sie zumindest zu empfinden imstande war. Die Angst vor dem vorzeitigem Ende seines… Daseins.

„Bitte, ich kann’s nicht sagen…!“ stammelte er. Spike bohrte jedoch weiter: „Hat Drusilla dich hier her geschickt? Um die Kanalisation im Auge zu behalten?“ „Drosil… wer?“ fragte der Vampir verwundert. „Stell dich nicht dumm!“ ermahnte Spike ihn und gab ihm einen weiteren linken Haken. Der Dunkelhaarige fiel durch die Wucht des Schlages nach hinten. Spike war ein Vampir, der seine Schnelligkeit und Härte gut gegen andere seiner Art einsetzen konnte. „Ich weiß wirklich nicht wer dieser Drosillah ist! Bitte, du bist doch auch wie ich… lass mich gehen!“ „Nein!“ meinte Spike und riss ihm dem Kopf ab, worauf der Dunkelhaarige zu Staub zerging. „Ich bin kein Weichei wie du…!“ setzte Spike nach.

„Spike, musste dieser Ausbruch an Gewalt sein?“ fragte Wesley, der zusammen mit Illyria einige Meter hinter Spike stand und die ganze Szene beobachtete. „Och, wenn du mich so fragst… JA!“ antwortete Spike schnippisch und grinste Wesley schamlos an. Dann setzte er nach: „Manchmal muss mal eben ein wenig die Luft raus lassen, weißte? Würde dir auch nicht schaden… ach Moment, du bist ja gar nicht mehr der Engländer, der einen Stock geschluckt hatte. Du warst ja schon auf der dunklen Seite!“ „Hey, ich bin auf keiner dunklen Seite, Vampir!“ antwortete der ehemalige Wächter gereizt. Illyria war belustigt. Laut meinte sie: „Es wäre sicher unterhaltsam zu erfahren, wie dieser Kampf ausgehen würde!“. Sie grinste die erschrockenen Gesichter der beiden an.

„Nun, egal!“ meinte der platinblonde Vampir und setzte nach: „Der konnte uns jedenfalls nichts nützliches verraten!“. „Er hatte Angst! Todesangst!“ kommentierte Illyria. „Ja, manchmal haben meine Schläge diesen Effekt…!“ meinte Spike unschuldig. Illyria antwortete: „Nein, nicht vor dir! Etwas anderes machte ihm Angst!“ Wes scherzte: „Du meinst, noch mehr als Spikes Schläge?“ „Ja! Als ob er sowieso sterben würde, wenn er etwas verraten würde!“ erklärte die blaue Dämonin weiter.

„Na, jetzt ist er ohnehin tot!“ kommentierte Spike. Wesley fühlte wieder eine Wut oder Gereiztheit in ihm aufsteigen, als er sagte: „Übrigens tolle Arbeit! Aus dem Haufen Staub werden wir jetzt nichts mehr heraus bekommen! Wir sind wieder am Anfang, bevor wir in diese dreckige Kanalisation stiegen! Um Informationen zu holen! Informationen, Spike!“ Spike keifte: „Was soll ich denn machen? Ihn in einen Zoo einsperren und warten, dass ihn das ‚Bitte nicht Füttern’-Schild in den Wahnsinn treibt, da keiner der vorbeigehenden Menschen ihm ihr köstliches Blut gibt? Ich habe einen Ruf zu wahren! Man gibt mir Infos oder stirbt!“ Wes entgegnete ihm etwas lauter: „Aber um solch einen Ruf durch zu setzen, müssen ANDERE da sein! Zeugen, die du danach ausquetschen willst! Hier gibt es keinen, den du als nächstes bearbeiten kannst! Nur uns!“ „Da wäre ich nicht so sicher…!“ meinte Illyria, die gerade etwas gehört hatte…

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Ein etwa zweieinhalb Meter großes und beinahe ebenso breites Wesen kam langsam aus dem Schatten und sah die drei an. Der Körper des massigen Wesens war in dunklen Tönen gehalten, von dunkelgrau ins schwarze und wieder in dunkelbraunen Tönen. Die Muskeln schienen schier unmenschlich groß und wirkten einfach abschreckend. Man konnte sich gut vorstellen, dass dieses Wesen jemanden durch vier dicke Steinwände hämmern konnte, wenn man es reizen würde.

Laut und mit einer dunklen Stimme sagte dieses Wesen: „Ihr habt keine Erlaubnis hier zu sein!“ Wesley dachte „Töte es!“ und fragte sich warum, als Spike einen Schritt nach vorne tat und fragte: „Sagt wer?“. Der Dämon, denn nichts anderes konnte es sein, antwortete unwirsch: „Ich, Vampir! Geht bevor ihr sterbt!“ Wes spürte Zorn in sich aufsteigen. „Töte es!“ hörte er erneut in seinen Gedanken, und es wurde lauter. Es waren nicht seine Gedanken, und es klang wie ein Befehl. Illyria fragte: „Wer ist euer Anführer?“. Da ergänzte Spike: „Ja, wer? Und was für Spielchen treibt ihr hier?“

„GEHT!“ forderte der Dämon laut. Da raste Wesley im Mordstempo auf ihn zu. Illyria und Spike konnten nur über die Geschwindigkeit ihres Mitstreiters staunen, als der Dämon seinen massigen rechten Arm nach ihm schwang. Doch Wes duckte sich noch im laufen, sprang drunter durch und gelangte in den Rücken des Dämons. Dieser drehte sich zu Wesley um, als Spike und Illyria mit entsetzten Gesichtern ebenfalls auf den Dämon losstürmten. Wesley sah nicht so aus, als hätte er eine Chance gegen diesen Riesen. Und aus irgendeinem Grund nahm er dessen Kopf in seine Hände, als Spike und Illyria ihn von hinten angriffen.

Die Schläge schienen dem Wesen nichts aus zu machen. Stattdessen schlug er Wesleys Arme beiseite. „War soeben noch ein leicht bläuliches Schimmern um den Kopf des Dämons herum sichtbar?“ fragten sich der platinblonde Vampir und die blaue Dämonin. Wes wurde gegen die Wand geschleudert, die daraufhin ziemlich ramponiert aussah. Menschliche Umrisse zeugten davon, wo der ehemalige Wächter gelandet war. Doch er gab nicht auf. Als der Dämon Spike und Illyria von sich schleuderte, war Wes bereits wieder hinter ihm und umfasste seinen Kopf. Dieser begann unheimlich in einem hellblauen Licht zu erstrahlen. Das Wesen fasste sich an den Kopf, wobei es unbewusst Wesleys Hände umfasste, und brüllte: „WAS TUST DU?“.

Spike rappelte sich auf, schaute verwundert zu Wes und dem Dämon und sah beiläufig, dass auch Illyria fasziniert und verwundert zugleich, jedoch mit schief gelegtem Kopf die Szene betrachtete. Im nächsten Moment fiel der Klotz aus Muskelmasse zu Boden. Seine Hautfarbe, wenn man es so überhaupt bezeichnen konnte, wurde gräulich und der Körper sank in sich zusammen, während gleichzeitig einige Körperflüssigkeiten unterhalb austraten. Ein ekelhafter Geruch verbreitete sich.

„Was war das? Wie hast du das gemacht?“ wollte Spike wissen. „Ich… ich weiß nicht… „ antwortete Wes und starrte seine Hände ungläubig an. Illyria sah ihn weiterhin verwundert an und sagte: „Du hast große Macht in dir! Unfassbare Macht für einen Sterblichen!“. War da eine Spur Ehrfurcht in ihrer Stimme?

Spike sah die Reste des Wesens an und meinte: „Was immer der war, er war definitiv kein Sokkuro-Dämon!“. Dann sah er zu Wes und ergänzte: „Ach, ebenfalls tolle Arbeit! Gerade noch hast du mir eine Rüge erteilt und dann vernichtest du dieses Vieh hier, ohne irgendeine verdammte Frage zu stellen! Was uns wieder zurück zur Frage bringt, warum du mit deinen Händen seinen Kopf umfasst hast und wie zur Hölle dieses blaue Licht entstand, dass ihn verwesen ließ!“ Wesley antwortete nicht, sondern sah hinab zu den Überresten und schluckte. Verwandelte er sich in ein Monster? War es das, was Osiris mit ihm machen würde?

Doch für weitere Fragen blieb keine Zeit. Plötzlich fing der Boden zu vibrieren an, als würde eine Herde Bullen lostrampeln. Und das Trampeln kam näher…

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Fortsetzung vom 13.07.2008

Angel wollte Buffy nicht ansehen. Er konnte sich nicht ablenken lassen. Aber er musterte sie trotzdem ab und an verstohlen, als sie durch die Schächte der Kanalisation wanderten. So lange hatte er sie nicht mehr gesehen, hatte ihre zarte Haut nicht mehr berührt, sie nicht mehr geküsst. Er spürte eine lang unterdrückte Sehnsucht aufkeimen und wandte den Blick ab. Konzentrier dich, mahnte er sich selbst.

„Lange nicht mehr zusammen gewesen, was?“ fragte Faith. Erschrocken antwortete Angel: „Was?“! „Ich meine, wir drei! In einer Gruppe in Action!“ „Oh… ja!“ meinte Angel und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Dann versuchte er das Thema zu wechseln: „Was meint ihr, was Drusilla im Schilde führt?“ „Weiß ich nicht!“ meinte Buffy. „Interessiert auch nicht!“ kommentierte Faith und fuhr fort: „Wir werden sie aufspüren und dieser Schlampe den Kopf abreißen! Danach wird sie es sich zweimal überlegen, sich noch mal zu zeigen!“. Sie knackte mit ihren Faustknöcheln. „Charmant wie immer!“ kommentierte Angel. Faith zuckte mit den Achseln.

„Eins ist sicher, sie weiß etwas über Willows Zustand! Vielleicht steckt sie sogar dahinter!“ gab Buffy zu bedenken. Angel runzelte die Stirn und sagte: „Das ist denkbar! Aber sie wird uns höchstwahrscheinlich nicht dabei helfen wollen, Willows Zustand zu verändern!“ Buffy sah kurz zu Angel und dann zu Faith, als sie antwortete: „Vielleicht wird sie es doch, wenn wir damit drohen, ihren Kopf ab zu reißen!“. Sie grinste. „Warum sollte sie?“ fragte Angel. „Nun, erinnerst du dich noch an Spike, als er keine Seele und keinen Chip hatte? Eine ähnliche Situation! Er half uns auch!“ „Buffy, er hatte Willow als Geisel genommen und mit ihrem Tod gedroht!“ warf Angel frustriert ein. Warum musste dieser Name wieder fallen? Spike war noch nicht einmal hier, trotzdem kam Buffy auf ihn zu sprechen. „Ich meinte ja nur!“ sagte Buffy ärgerlich.

Faith überlegte kurz und sagte dann: „Drusilla hat doch sogar mit Spike gespielt, als dieser noch zu den bösen Buben gehörte, oder? Sie hat ihn an der Nase herum geführt, wie sie es mit fast allen macht! Wenn ihr mich fragt, ist ihr Geisteszustand völlig in Ordnung! Sie spielt den Leuten nur was vor, damit sie unterschätzt wird und die Leute durch sie selbst verrückt werden!“ „Nein, sie spielt das nicht! Das war meine Schuld…. vor langer Zeit!“ antwortete Angel bekümmert. Schließlich konnte er sich an die perfiden Pläne erinnern, wie er sie Schritt für Schritt in den Wahnsinn trieb. Buffy sah den Kummer in Angels Augen und konnte seinen Kommentar einfach nicht so stehen lassen: „Angel, hör auf dich dafür immer noch schuldig zu fühlen! Das warst nicht du, sondern…“ „Scht!“ machte Faith und lauschte. Hatte sie eben etwa jemanden rufen gehört? Auch Angel und Buffy lauschten angespannt. Angel konnte es am besten hören, als er interpretierte: „Kampfeslärm, etwas weniger als 100 Meter vor uns!“. „Aber wer gegen wen?“ gab Buffy zu bedenken. „Es gibt nur einen Weg, das heraus zu finden!“ rief Angel und lief voraus.

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„Wir müssen hier weg!“ rief Spike, als sechs weitere dieser etwa zweieinhalb Meter großen, muskelbepackten Dämonen sie zu umzingeln drohten. Doch Wesley gelang einem in den Rücken, sprang auf ihn und umklammerte mit seinen Händen dessen Kopf, wobei er sich mit Ellbogen auf dessen Schultern abstützte und ihn mit seinen Beinen umklammerte. Er wollte wieder seine neu gefundene Kraft einsetzen. Illyria schlug auf einen dutzende Male ein, während Spike den Schlägen von zwei dieser Dämonen immer wieder ausweichen musste. Er bekam keine Chance anzugreifen, wenn es denn überhaupt etwas gebracht hätte. Die übrigen zwei von diesen Monstern standen bereit und schauten zu.

Als der Kopf des Dämons, den Wes umklammerte, blau zu leuchten anfing, schnappte dieser nach Wes, riss ihn über seinen Kopf hinweg und warf ihn gegen die nächste Wand. Wes schrie und verstummte, als er laut gegen die Wand krachte. Er drohte, die Besinnung zu verlieren, als er sah, wie der Dämon vor Schmerzen förmlich ausrastete, herum brüllte, gegen die Wand einhämmerte und schließlich zu Boden ging.

Illyria hielt ihren Gegner mit Schlägen und Tritten auf Abstand, doch zu mehr schien ihre Kraft nicht aus zu reichen. Obwohl der Dämon bei jedem Treffer aufheulte und von der Wucht auch einige Schritte zurück gedrängt wurde, blutete er nicht. Es war, als würde man gegen Mauern kämpfen.

„Rückzug! Das hat keinen Sinn!“ forderte Spike, der gerade einen weiteren Schlag auf die Nase, oder was immer das sein mochte, eines seiner Gegner landete. Unter normalen Umständen hätte er sie gebrochen. Bei normalen Dämonen, Vampiren oder gar Menschen. Doch hier zeigte seine Offensive kaum Wirkung. Er sah den am Boden liegenden Wes, der noch dazu gegen eine Ohnmacht anzukämpfen schien. Wenn sie nicht bald hier heraus kämen, würden sie von diesen Typen massakriert werden. „Illyria, hör auf zu kämpfen und helf mir lieber! Wir müssen weg hier!“ rief er, als er durch die Offensive seiner Gegner hindurch tauchte und zu Wes rannte.

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Angel, Buffy und Faith hielten erstaunt inne und sahen sich verwundert an. War das etwa … „Spike?“ rief Faith. Daraufhin rannten die drei weiter.

Als sie um die Ecke kamen, sahen sie eine schauderliche Szene. Drei ungeheuer große Dämonen, die fast nur aus Muskeln zu bestehen schienen, standen hinter Illyria und Spike, die einen bewusstlosen Wesley vom Boden aufsammelten. Doch weitere zwei dieser Wesen kamen von den Seiten auf sie zu. Angel rannte auf einen dieser Dinger zu um ihn ab zu lenken. Faith und Buffy rannten auf den zweiten zu. Als Spike das sah, rief er entsetzt: „Nein! Vorsicht! Das sind keine normalen Dämonen!“. Doch er zögerte nicht weiter, sondern erkannte die Chance zur Flucht, Er nahm Wes über die Schulter und lief so schnell er konnte.

Illyria sah, was Spike vorhatte, und rannte zu Angel um diesem zu helfen. Da wurde der dunkelhaarige Vampir auch gerade wütend gegen die Wand geschleudert. Auch den Jägerinnen ging es nicht anders. Sie zog Angel auf die Beine und trat ebenfalls den Rückzug an, als die zwei verdutzten Jägerinnen sich schnell aufrappelten und, Illyria verfolgend, vor den fünf muskelbepackten Ungeheuern davon liefen. Die Erde bebte, als diese die Verfolgung aufnahmen…

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Fortsetzung vom 21.07.2008

Vi stand mit Rona in ihrem gemeinsamen Zimmer. Die Tür war geschlossen als Vi meinte: „Du willst doch nicht hier bei Giles bleiben?!“. Rona entgegnete: „Warum nicht? Das sollen wir doch machen! Die anderen besorgen die Infos und wir warten!“ „Weil das erstens langweilig ist und ich zweitens was anderes vor habe!“ „Was hast du denn vor, Vi?“ „Wir können die anderen überraschen… selbst etwas unternehmen“! „Was schwebt dir vor?“ „Wolfram und Hart!“ „Das Gebäude? Das ist doch total eingestürzt… ein Trümmerhaufen…“ „Ja, Rona, aber da könnte immer noch was Interessantes herum liegen! Die anderen sagen doch immer, wie mächtig Wolfram und Hart war und wie viel Informationen die hatten! Vielleicht finden wir Informationen, Bücher, Beweise oder Waffen…!“

Rona überlegte kurz und meinte zweifelnd: „Ich weiß nicht! Wer sagt denn, dass wir überhaupt was in dem Schrotthaufen finden, außer Beton und Glassplitter?“ „Ich! Komm schon! Einen Versuch ist es wert! Außerdem, wer ist denn immer die aktive von uns?“ fragte Vi. Als Rona noch immer zweifelte, setzte die Rothaarige hinzu: „Das ist unsere Chance was Wichtiges bei zu tragen! Oder willst du wieder mit Giles durch irgendwelche alte, langweilige Bücher blättern?“ Rona verzog die Miene. „Oh Gott, nein!“ „Also, dann los! Wir klettern einfach aus dem Fenster, so bekommt Giles nichts davon mit!“

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„Ich… kann kaum… atmen!“ sagte Wesley schwer keuchend und hielt an. Er beugte sich nach vorne, stützte sich an den Beinen ab und versuchte so viel Luft wie möglich aufzunehmen. Leider waren sie noch immer in der Kanalisation, was die schlechte Qualität der Luft erklärte. Sie waren nun schon einige Minuten lang gerannt und die Erde schien nicht mehr unter ihnen zu beben. „Ich glaube, wir haben sie abgehängt!“ bestätigte Spike den Verdacht von Wesley.

Angel sagte verärgert: „Ersteinmal, was waren das für Dinger? Die schienen unsere Schläge wie Mauern einzustecken!“. „Ja, sie fühlten sich auch so an!“ bestätigte Buffy. Illyria sah verwundert drein, als sie meinte: „Meine Hände hatten die Eigenschaft, einen Schädel zu spalten! Jetzt scheint meine Kraft verloren zu sein!“. Als die anderen sie erstaunt ansahen und über die Bedeutung ihrer Worte nachdachten, sah sie Wesley an und fügte hinzu: „Warum hast du nicht zugeschlagen?“ „Was, ich? Ich habe versucht, die einzige Möglichkeit, die ich hatte, zu nutzen! Aber der eine hat mich einfach gegen die Wand geschleudert!“ verteidigte sich Wes. Doch sie ließ nicht locker: „Du verfügst über mehr Kraft, als du bereit bist zu zeigen!“. „Was? Wie meinst du das?“ fragte er. „Ja, was ist mit Wesley?“ wollte jetzt auch Buffy wissen. Wesley sah sie ängstlich an. Er kam sich gerade vor, als wäre er das Objekt einer Studie.

Illyria entschied, dass die Zeit zu schweigen vorbei war. Sie war wütend, als sie den anderen gestand: „Osiris hat mein Kraftreservoir geschwächt! Er verlangte eine Opfergabe, um es an Wesley weiter zu geben! Da ich mich nun so schwach fühle, und fast täglich weniger Macht in dieser sterblichen Hühle zu haben scheine, muss er wohl die Macht besitzen, die mir fehlt! Ich fühle mich betrogen und unvollständig!“

Wes schaute erschrocken drein! Jetzt wußten es alle! Ein Gott gab ihm ein Teil der Kraft eines Dämons! Aber hieß das nicht auch, dass er somit selbst zu einem Dämon wurde? Fühlte er sich vielleicht deswegen mit Illyria verbunden? Aber sie schien ihm diese Verbundenheit mit Verrat zu danken. Immerhin hatte er bisher versucht, dieses Wissen den anderen zu verheimlichen! Er sah Ärger in ihren Augen! Warum war sie so wütend auf ihn? Er konnte doch gar nichts dafür! Zu der Zeit war er tot gewesen und andere entschieden über ihn…

Buffy ging auf Wes zu und sah ihm in die Augen! Sie schien ihn ganz genau zu untersuchen. Die anderen standen nur herum und sahen zu. Wesley schluckte schwer. Verunsichert meinte er: „Aber denkt dran, was Giles gesagt hat! Ich kämpfe auf der richtigen Seite! Egal, was mein… ‚neuer Zustand’ bedeutet!“. „Ja, außerdem tauchte er auch nicht auf Willows magischer Karte auf!“ gab Spike zu bedenken. Angel stutzte und zog die Stirn in Falten. „Moment mal! Heißt das nicht auch, dass diese Dämonen eigentlich nicht hier sein sollten?“. Er deutete mit der Hand in die Richtung, aus der sie eben noch gerannt kamen. Faith kommentierte: „Vielleicht heißt das aber auch, dass die neu hier sind!“. Wesley schöpfte neuen Mut und fügte an: „Und somit wäre ich auch kein Dämon, sonst wäre ich auch an der Stelle aufgetaucht, wo die Lichter für Angel, Spike und Illyria waren, oder nicht?“ „Fürs erste akzeptiere ich diese Ansicht!“ sagte Buffy und lächelte leicht. Doch das Lächeln erreichte ihre Augen nicht. Sie schien Wes zu misstrauen.

„Jetzt stellt sich aber die Frage, was die Dinger hier in der Kanalisation suchen!“ wechselte Spike das Thema. Angel nickte und meinte: „Am liebsten würde ich einen von ihnen gefangen nehmen und verhören!“ „Viel Glück damit! Die Muskelberge lachen über unsere Schläge, wie sinnlos muss es dann sein, einen fangen zu wollen?“ spottete Faith. Buffy schaute zu Wes und Illyria als sie fragte: „Ist es möglich, dass eine Art Schutzzauber auf einem Dämon liegen kann, der Schläge verharmlost?“ Angel beantwortete: „Sowas ähnliches habe ich bei Hamilton erlebt! Sozusagen ein Anwalt bei Wolfram und Hart! Er war unsere letzte Verbindung zu den Seniorpartnern! Sein Blut war voller Uralter Macht!“. Dann überlegte er und fügte hinzu: „Aber ich habe sein Blut gekostet! Durch diese Macht im Blut habe ich ihn besiegen können! Es scheint jedoch nichts mehr von der Kraft übrig zu sein!“ Spike meinte: „Und Willow hat uns in der Schlacht auch verstärken können! Davon ist auch nichts mehr übrig!“ „Das ist doch schon einige Tage her!“ meinte Angel. Spike antwortete prompt: „Genau darauf wollte ich hinweisen! Außerdem darauf, dass wir uns nicht immer auf Magie berufen sollten! Und ich meine nicht nur Willows Magie!“ „Sie kann uns momentan eh nicht helfen!“ kommentierte Faith. Spike sah zu ihr und ergänzte: „Wohl kaum, in ihrem Zustand!“

„SCHLUSS JETZT!“ rief Buffy empört. Wie konnten sie nur so über Willow reden. Fast so, als wäre sie abgeschrieben. Angel erwiderte: „Buffy, ich bin mir sicher, dass“ Spike räusperte sich und unterbrach Angel: „Angel, wegen den Monstermuskeln! Wie sollen wir einen von ihnen fangen? Irgendwelche Vorschläge?“ Angel stutzte, sah Spike an und begriff was sein „Manöver“ sollte. Überlegend meinte er: „Nun, wir müssten sie natürlich in eine Falle locken! Oder vielleicht sollten wir sie zuerst einmal ganz vermeiden und weiter die Kanalisation absuchen!“ Faith mischte sich ein: „Aber was wenn die genau wissen wo Drusilla ist und sie diese sogar beschützen?“ „Richtig, immerhin wirkten sie auf uns wie Bodyguards!“ bestätigte Spike und fügte an: „Also, was beschützen sie?“ „Um das heraus zu finden, müssten wir sie zuerst weg locken…!“ antwortete Angel, legte die Stirn in Falten und dachte darüber nach, wie sie das am besten bewerkstelligen konnten.

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Ein einziger Müllhaufen. Das gab der erste Blick auf das Gebäude von Wolfram & Hart her. Vi hatte die Adresse aus einem Telefonbuch. Immerhin war vor etwa einer Woche das Gebäude noch voll intakt und „bewohnt“ gewesen. Aber die kümmerlichen Reste des Gebäudes sahen nicht mehr wie ein ehemaliges Hochhaus aus. Eher wie ein dreistöckiges, verdrecktes und unter Schutt begrabenes Gebäude. Wollten sie wirklich darin noch was finden?

Rona schien ähnlich zu denken. Laut sagte sie: „Viel Glück sage ich da nur! Wer immer hier was findet, der hat es! Außerdem sieht es so aus, als ob schon jede Menge Leute hier herumgewühlt haben!“. Sie wies auf eine Unmenge an Fußspuren und andere Beweise für ihre Worte am Rand des Geschehens. Eine Mülltüte war auf den Haufen geworfen worden. Am Rand lagen einige Trümmer wie aussortiert herum und woanders konnte man eine zerbrochene Schaufel und ein paar alte, zerrissene Bauarbeiterhandschuhe bestaunen.

Vi konnte einen Stich der Enttäuschung spüren. Sie sah sich unschlüssig um und erwiderte nach einiger Zeit: „Am besten schauen wir erstmal da, wo nicht so viele Spuren zu sehen sind!“. Rona nickte und ging an den äußerst rechten Rand der Stelle. Vi wollte zunächst das ganze Gelände umrunden und hatte sich bereits in Bewegung gesetzt, als Rona nach ihr rief. Anscheinend hatte sie eine halb verschüttete Treppe zum Keller entdeckt. Die beiden gingen vorsichtig über den Trümmerhaufen darauf hinzu und räumten anschließend mühselig einige Trümmer und Mauerstücke beiseite.

Nach einigen Minuten waren sie fertig und hatten einen schmalen Spalt frei geräumt, der ihnen den Abstieg ermöglichte. Sie tauchten ein in eine finstere Welt, aus der es erbärmlich stank! „Widerlich!“ meinte Rona und hielt sich die Nase zu. Vi holte eine kleine Taschenlampe aus ihrer Hose und leuchtete umher. Jetzt wussten sie auch, weshalb es hier so stank. Das grausige Bild von verwesenden Leichen, sowohl menschliche als auch andere, bot sich ihnen, als der helle Strahl von Vi’s Lampe umher suchte. „Na Klasse! Willst du wirklich da rein?“ fragte Rona zweifelnd. „Eigentlich nicht mehr so dolle! Aber jetzt sind wir bereits schon so weit gekommen! Außerdem haben wir Giles dafür extra alleine im Hotel gelassen! Besser ist, wenn wir mit irgendetwas zurückkommen…“

„Na dann! Auf geht’s!“ versuchte sich Rona Mut zu machen und ging langsam die Treppe des eingestürzten Gebäudes herab und hinein in die Finsternis des Kellers. Dabei vermied sie es wenn möglich, direkt auf die grausigen Dinge in den hellen, inselartigen Lichtflecken zu schauen. Es sah aus, als hätte hier drinnen eine Schlacht getobt.

Nach einer Weile kamen sie zu einem Bereich, der wie ein ehemaliger Zellenblock aussah. Sie sahen die Überreste eines minotaurenartigen Dämons in einer Ecke liegen. „Sieht nicht so aus, als wäre hier noch was zu holen!“ sagte Rona. „Wir gehen am besten mal hier weiter!“ meinte Vi bestimmt und deutete mit ihrem Licht einen Gang lang. Dieser führte weg von dem Zellenblock. Sie kamen an eine Kreuzung und sahen im Gang geradeaus weiter einige Türen zur Rechten und Linken. „Vielleicht hier?“ fragte Vi. „Wenn das mal nicht vielversprechend aussieht, dann weiß ich es auch nicht!“ antwortete Rona und ging auf eine Tür zu. Doch diese war abgesperrt. „Mist!“ fluchte sie! Vi ging an ihr vorbei zu einer anderen Tür. Rona musste sich über Vi wundern. Normalerweise war Rona die aktive und Vi eher die ängstliche, die erst überredet werden musste. Was trieb Vi zu solch entschlossenem Handeln an? Verzweiflung?

„Diese scheint offen zu sein!“ riss sie die Rothaarige aus ihren Gedanken und öffnete langsam eine dicke Tür, die mit Stahl verstärkt worden war. „Warum bloß ist diese Tür nicht abgeschlossen?“ fragte Vi. „Warum auch immer, wir sollten vorsichtig sein! Nachher könnte noch eins dieser Dinger hier leben!“ erwiderte Rona. Auf Vi’s Gesicht huschte eine Spur von Entsetzen, als sie antwortete: „Ähm… ja, gute Idee!“. Doch Vi ließ sich nicht von diesem Gefühl übermannen, sondern setzte einen Fuß vor dem anderen und ging langsam in den Raum hinein! Rona tastete nach einem Lichtschalter und probierte ihn einfach aus, ohne lange zu überlegen. Tatsächlich gingen einige schwache Lampen an den Seiten der Decke an. Es schien wie eine Art Notlicht. Vi drehte sich bleich zu Rona um und sagte mit zittriger Stimme: „Nächstes Mal, warne mich bitte vor, bevor du das tust!“. „Oh, tut mir Leid!“ meinte die Afroamerikanerin aufrichtig, als sie erst jetzt begriff, was für ein Schreck das plötzliche Licht für Vi gewesen sein musste.

Sie sahen um sich herum die Reste eines übergroßen Laborraumes mit nur zwei Tischen aus Stahl, die wohl per Hydraulik in der Höhe verstellbar waren. Außerdem lagen Trümmer von Glas und anderen Dingen zwischen einigen Stahlschränken an der Stirnseite. Ein irgendwie chemischer Geruch lag in der Luft und hier und da bedeckten Pfützen den Boden. Vi ging entschlossen zu den Schränken. Hier musste doch irgendwas Brauchbares herum liegen. Auch Rona begann in den Schränken zu suchen.

Da hörten beide Schritte und sahen zur Tür, durch die sie den Raum betreten hatten. „Gebt mir nur einen Grund anzunehmen, dass ihr mir nichts wegstehlen wollt!“ sagte eine langhaarige, brünette Frau mit eng anliegendem, dunkelrotem Lederoutfit aus Hose, Top und Handschuhen...

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Fortsetzung vom 01.09.2008

Gwen Raiden, gekleidet in dunkelrotes Leder, stieg in das ehemalige Gebäude von Wolfram & Hart ein. Sie hatte von den Ereignissen gehört. Ereignisse, die das Gebäude der wohl erfolgreichsten und ungewöhnlichsten Kanzlei von ganz Los Angeles zum Einsturz brachten. In deren Verlauf sich merkwürdige Geschehnisse in der Stadt abspielten, die von den meisten als „Schabernack“ oder Panikmache“ abgetan wurde. Doch in der Tat hatte Wolfram & Hart ihre Finger in so ziemlich allem im Spiel, was mit Magie, Dämonen oder „ungewöhnliche Gegenstände“ zu tun hatte, wie Gwen wusste. Und eben wegen diesen Gegenständen war sie hier.

Natürlich hatte schon vor ein paar Tagen die Polizei das Gelände abgesucht und Leichen geborgen. In der Öffentlichkeit wurde alles in dieser Hinsicht natürlich runter gespielt. Des Weiteren wurden auch nur von geborgenen, menschlichen Leichen gesprochen. Dabei hatte die Kanzlei auch Nicht-Menschen wie Vampire und diverse Dämonen unter Vertrag. Doch natürlich wusste davon offiziell auch keiner.

Gwen jedoch interessierte das alles momentan nicht! Was sie interessierte, war, dass niemand das Gelände mehr überwachte. Demnach konnte sie durch einen unterirdischen Weg einfach so hinein gelangen. Ihre Hoffnung bestand darin, dass sie vielleicht den einen oder anderen Gegenstand noch finden konnte, für den ein Käufer eine Stange Geld zahlen würde. Eventuell gab es noch verschlossene Türen, die elektronisch gesichert waren. Diese würde sie durch ihre Fähigkeiten leicht aufbekommen.

Sie trug eine Taschenlampe. Eingepackt in einen kleinen, dunklen Rucksack hatte sie noch Seile und Karabinerhaken, einen größeren Sack für „Beute“, eine Tasche mit handlichen Dingen wie verschiedenen Schraubenziehern und Dietrichen, einen kleinen Schweißbrenner, eine dazugehörige Brille und diverse andere nützliche Gegenstände, die eine Frau ihres „Berufes“ benötigte. Doch allen voran war das wichtigste „Equipment“ ihr Körper. Damit konnte sie entweder jemanden um den Finger wickeln oder, falls das nicht half, durch Berührung braten. Sie war nämlich ein Freak, wie sie es nannte. Berührte sie eine Person (oder diese sie), war das Resultat eine elektrische Entladung im Körper des Gegenübers. Vor allem, wenn sie ihre Hände benutzte. Einmal war sie soar so wütend gewesen, dass sich eine gewaltige Entladung einfach aus der Mitte ihres Körpers heraus formte und mehrere Personen traf. Sie war eine lebende Waffe. Einzig und allein ein elektronischer Prototyp konnte sie bändigen. Diesen hatte sie immer dabei, damit sie ihn bei Bedarf anlegen konnte.

Sie kam an eine Metalltür, die nur einen kleinen Spalt breit, nur einige Zentimeter, geöffnet war. Sie zog ihren linken Handschuh aus und probierte ihren „Trick“ aus. Die Tür wurde von der Entladung getroffen, aber bewegte sich nicht. Sie versuchte die Tür zu bewegen, doch irgendwas hielt sie fest. Daraufhin versuchte sie, gleichzeitig die Tür einer Stromladung aus zu setzen und mit der anderen Hand zu bewegen. Das klappte schon besser. Bald hatte sie einen größeren Spalt zum hindurch schlüpfen. Weiter ging es…

Da bemerkte sie plötzlich ein kurzes Lichtschimmern. Vorsichtig schlich sie den Gang weiter, machte das Licht ihrer Lampe aus und lauschte dabei. Als sie an eine Ecke des Ganges kam, hörte sie von links, wie zwei Personen leise miteinander sprachen. Eine Tür wurde geöffnet und kurz danach wurde der Raum durch eine Art Licht erleuchtet. Gwen setzte ihren Rucksack an der Ecke ab und schlich langsam näher. Wer waren die beiden Fremden?

Als sie an den Raum ankam, in die die beiden gingen, schaute sie langsam um die Ecke. Es waren Mädchen oder junge Frauen, jünger als sie. Wahrscheinlich gerade so volljährig. Die beiden schienen den Raum zu durchsuchen, doch redeten sie miteinander und machten hin und wieder Lärm, als ein Gegenstand fiel oder ein Schrank mit Nachdruck geöffnet wurde. „Amateure“ dachte sie sich. Dann trat sie einfach in den Eingang und sagte laut: „Gebt mir nur einen Grund anzunehmen, dass ihr mir nichts wegstehlen wollt!“.

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Vi und Rona erschraken. Die Frau im Türrahmen sah zwar nicht bedrohlich aus, doch war sie auch nicht gerade am lächeln. Und sie war selbstsicher genug, dass man mutmaßen konnte, ob sie eine ehemalige Killerin von Wolfram und Hart war.

Rona versuchte selbstsicher auf die Frau zu zugehen. „Lass sie nicht die Oberhand gewinnen!“ und „Diktiere die Spielregeln, bevor es dein Gegner tut!“ waren Tipps von Buffy, die ihr durch den Kopf gingen. Sie fasste ihren Mut zusammen, ging einige Schritte auf die Frau zu und fuhr sie an: „Und was zur Hölle machst du hier?“

Gwen schmunzelte. Diese Afroamerikanerin hatte Mut. „Das geht nur mich und meine Klienten was an!“ antwortete sie. Vi stutzte, war jedoch immer noch unfähig sich zu bewegen. Sie kämpfte gegen das Gefühl an. Auch sie dachte daran, was sie von Buffy, Faith und den anderen gesagt bekam. Am liebsten wollte sie diese in Leder gekleidete Frau ohnmächtig schlagen und, während diese besinnungslos dalag, abhauen. Doch ließ sie zunächst Rona reden und beobachtete nur. „Klienten?“ fragte Rona. „Ja!“ antwortete Gwen schlicht.

Gwen sah zu der rothaarigen, die sehr angespannt wirkte. Gerade so, als ob sie gleich etwas Dummes versuchen würde. Deswegen forderte Gwen: „Nur die Ruhe bewahren! Ich tue euch nichts, wenn ihr mir nichts tut! Und glaubt mir, ich könnte euch echten Schaden zufügen!“ „Achja? Du und welche Armee?“ versuchte Rona selbstsicher zu wirken. Gwen lachte und erwiderte: „Sagen wir einfach, ihr wärt überrascht!“.

Vi konnte sich nicht länger zurück halten, als sie verlangte: „Sag uns, was du willst! Bist du eine von denen? Von der Agentur?“ „Ogott, nein!“ antwortete Gwen. „Wer dann?“ wollte jetzt auch Rona wissen. Gwen war darüber verärgert, dass diese Gören meinten, sie aushorchen zu müssen. Stattdessen konterte sie mit einer Gegenfrage: „Ganz gleich wer ich bin, was sollte mich davon abhalten, euch außer Gefecht zu setzen?“. Rona’s Herz machte einen Sprung als sie erwiderte: „Die Tatsache, dass einige Jägerinnen und Vampire sonst hinter dir her wären und du auf der ganzen Welt gesucht wärst!“ „Jägerinnen und Vampire?“ stutzte Gwen. Dann meinte sie weiter: „Soweit ich weiß, sind Jägerinnen die Gegner von Vampiren! Außer einem einzigen, der eine Seele hat!“ „Sie kennt Angel!“ meinte Vi vorsichtig. „Oder Spike!“ setzte Rona nach und sah die Fremde auffordernd an.

Gwen sah Rona ernst in die Augen und meinte: „Bei Angel klingelt etwas! Seid ihr für oder gegen ihn?“ Rona meinte verärgert: „Immernoch dieselbe Frage: wer will das wissen?“ Vi meinte aufgrund der angespannten Situation gleich durchdrehen zu müssen. Deshalb meinte sie: „Ok, wir kennen alle Angel! Also können wir auch beichten, ob wir was gegen ihn haben!“ „Vi!“ meinte Rona ernst. „Nein, Vi mich nicht! Ich will nicht den ganzen Tag hier stehen!“ antwortete die Rothaarige und sah Gwen ebenso fordernd an wie Rona. Gwen, die ebenso des Spiels überdrüssig wurde, antwortete aufrichtig: „Angel und ich sind zwar kein Liebespaar, aber weit weg davon, gegeneinander zu kämpfen!“ Rona fragte: „Und das sollen wir dir einfach glauben?“ Gwen antwortete: Glaubt es oder nicht, mir egal! Aber ihr solltet wissen, dass ich euch leicht außer Gefecht setzen kann, wenn ihr was versucht! Also, kommen wir nun dazu wer ihr seid und was ihr hier zu suchen habt!“

„Informationen!“ sagte Rona knapp. Dann fügte sie hinzu: „Außerdem sind wir auch auf Angel’s Seite!“ Vi grübelte noch immer und fragte: „Du hast was von ‚wegstehlen’ gesagt! Heißt das, dass du eine Verbrecherin bist?“ „Interessant, dasselbe könnte ich euch auch fragen!“ antwortete Gwen, bevor sie nachsetzte: „Wir sind alle drei wohl aus demselben Grund hier: wir suchen nach Überbleibsel, die sich noch verwenden lassen!“. Sie ging langsam an den beiden vorbei und auf die Schränke zu, als sie meinte: „Also warum sollen wir uns nicht gegenseitig helfen und gemeinsam die Umgebung auskundschaften?“. Vi sah Rona unsicher an. Rona nickte ihr einfach zu, worauf Vi meinte: „Abgemacht!“. Gemeinsam durchwühlten die drei die Einrichtung, wobei sie jedoch noch immer Misstrauen empfanden und jedes Mal einander argwöhnisch beobachteten.

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Angel fasste den Entschluss, über einen Umweg zurück zu dem liegengebliebenen Muskelmonster, so bezeichneten sie die Dämonen, zu gehen. Dort angekommen sahen sie, dass die anderen inzwischen wieder weg waren. Umso besser, so konnten sie ihn mitnehmen zu Giles und den anderen. Vielleicht würden sie herausfinden, was das für Dämonen waren.

Das Vieh war schwer. Gut und gerne 200 Kilo mochte es wiegen, als Spike, Angel, Buffy und Faith es gemeinsam hochnahmen und im langsamen Tempo zum Hotel trugen. Wesley und Illyria deckten sie währenddessen nach vorne und hinten, wobei sie öfter vorrannten und um die Ecke lugten. Immerhin konnte noch so eins dieser Monster irgendwo herum stehen.

Doch nach etwa einer halben Stunde schafften sie es in die Nähe des Hyperion zu gelangen, wo sie im Schatten aus der Kanalisation kamen und heren gingen. An der Tür meinte Angel: „Das war fast zu leicht!“ „Quatsch mit Soße! Freu dich doch einmal, wenn alles glatt geht!“ meinte Spike schnippisch. Wes schaute bedrückt als er sich an den Kopf fasste und meinte: „Alles würde ich nicht sagen…!“. Er fühlte sich immer noch ein wenig migenommen vom Kampf. „Alles Pessimisten!“ frotzelte Spike nur. Angel verzog die Miene, sagte jedoch nichts, ebensowenig wie Faith und Buffy.

Als sie den unbekannten Dämon herein trugen, bewegte sich dieser plötzlich. Alle vier Tragenden verloren durch das plötzlich entstehende Ungleichgewicht den Halt und der Dämon polterte zu Boden. „Toll habt ihr das gemacht!“ sagte der auf dem Boden liegende Dämon, als er seine Augen aufschlug und sich umschaute. Die anderen sahen sich überrascht an,. Auch die schwarzgekleidete Willow staunte nicht schlecht, während von weiter hinten die weiße Willow und Giles rasch näher kamen. Der Dämon stand langsam auf und lachte. „Nun habt ihr das Paket endlich nach Hause gebracht! Ich gebe mein Leben für die Sache!“ sagte er und breitete seine Arme aus. Fing er etwa an zu leuchten?

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Fortsetzung 22.02.2009

(Anmerkung: Länger nichts mehr getan, aber ich habe vor, jetzt wieder mehr zu schreiben!)


Die helle Willow streckte die Hände zu diesem unbekanntem Dämon aus, der von den anderen herein gebracht wurde. Sie wusste nicht, was das für ein Monster war. Doch es fing an zu leuchten. Sie spürte eine heftige magische Aura, die stärker wurde. Wie eine Bombe, die kurz vor der Explosion stand. Sie wollte den Dämon fortschicken oder vernichten. Beides gelang ihr auf die Schnelle nicht. Vielleicht konnte sie es auch nicht.

Verzweifelt sah sie zur schwarzen Willow, die ihre Arme ebenfalls nach vorne zum Dämon hin streckte und sie ansah. In ihren Augen lag beinahe Verzweiflung und ein unausgesprochenes Wehklagen. Die helle Willow nickte ihr zu und konzentrierte sich auf die magische Abschirmung, die die Dunkle noch immer gefangen hielt. Ein kurzes, magisches Flackern war alles was man von der Abschirmung sah, bevor diese verschwand und die schwarze Willow frei wurde…

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Angel machte sich ebenso wie Illyria, Buffy, Spike und Faith kampfbereit. Buffy griff als erstes den Dämon mit den ausgebreiteten Armen an. Sie trat gegen die Bauchregion. Allerdings erreichte sie damit nur, dass durch die Wucht eine Art Schock durch ihr Bein fuhr. Der Dämon indes wich um keinen Zentimeter zurück. Er hatte die Attacke wohl gar nicht erst gespürt.

Faith schlug ein paar Mal mit ihrer Faust auf dessen Gesicht ein, doch mit ähnlichem Ergebnis. Als sie sich die Fäuste hielt, versuchten Spike und Angel gemeinsam den Dämon umzuwerfen. Doch auch sie prallten einfach ab, ohne eine Wirkung bei dem Monster zu hinterlassen. Sie fielen zu Boden und hielten sich die Schulter oder den Kopf. Der Dämon lachte, als das unheimliche Leuchten stärker wurde.

„JETZT!“ riefen plötzlich beide Willows wie aus einem Mund. Buffy sah sich geschockt zur Dunklen um. Befreit? Aber wie konnte das geschehen. Es blieb keine Zeit für weitere Fragen. Es schien als würde sich eine gewaltige Kraft aus dem Dämon langsam befreien. Ein dunkles Flimmern lag in der Luft unmittelbar um seinen Körper herum. Der Dämon lachte.

Die blonde Jägerin schaute wieder zu den Willows. Schweiz zeigte sich auf den Stirnen ihrer durch Anstrengung verzogenen Gesichtern. Mit weit vorgestreckten Armen und den Blick fest auf den Dämon gerichtet zitierten sie zwischen zusammengebissenen Zähnen lateinische Sätze. Wohl ein Zauberspruch.

Alle anderen wichen von Dämon zurück und sahen geschockt und ungläubig dem Geschehen zu. Das Lachen auf dem Gesicht des Monsters erstarrte, als die nun heiß flimmernde Luft um ihn herum sich scheinbar weiter aufladete. Doch das, was eine Art Explosion darstellen sollte, konnte sich nicht weiter ausdehnen. Magische Kräfte erzitterten um ihn herum, als er einen markerschütterten Schrei ausstieß. Gewaltige Turbulenzen kämpften gegen einen unsichtbaren Schild um ihn herum an. Dann pulverisierte er plötzlich mit einem ohrenbetäubenden Knall.

Alle Anwesenden sahen abwechselnd zu dem dunklen Fleck am Boden, wo zuvor noch der Dämon stand, und zu den beiden Willows. Diese nahmen ihre Arme herunter, als sie gleichzeitig auf die Knie fielen. Sie sahen abgekämpft und erschöpft aus. Da streckte die Dunkle plötzlich ihre Arme zu den anderen hin aus, doch die helle Willow rief ein bestimmendes „NEIN!“. Wie durch Geisterhand wurde die in schwarzen Kleidern gehüllte Willow zur Seite gestoßen. Resignierend und müde saß sie da, als sie zu ihrem Ebenbild in weiß schaute. „Ich wollte nur ein wenig Energie! Ich bin so erschöpft!“ sagte sie. „Ich auch, aber trotzdem nehme ich mir nicht die Lebenskraft meiner Freunde!“ entgegnete die weiß gekleidete. Mit ärgerlicher Miene starrte die Dunkle sie an.

Während alle anderen noch ungläubig zu den beiden Hexen schauten und das Geschehene zu verarbeiten versuchten, ergriff Giles das Wort: „Wie konntest du… wie konntet ihr… ihr habt eine Energiebombe eingedämmt?“ fragte er. „Wir haben die Kräfte des Dämons gegen ihn selbst gerichtet!“ antwortete die Dunkle. „Ja, aber… und wie hast du es überhaupt aus der Barriere geschafft?“ fragte er sie. „Sei froh, sonst wärt ihr alle tot!“ entgegnete sie mit ärgerlicher Miene und kalter Stimme. Die Helle sah zum ehemaligem Schulbibliothekar und meinte mit ängstlicher Miene entschuldigend: „Giles, es tut mir leid, dass wir die Barriere durchbrechen mussten! Aber es blieb keine Zeit und wir mussten schnell handeln!“

Buffy schritt ein, bevor jemand etwas anderes sagen konnte: „Was immer ihr getan habt, es war gut so! Das beweist außerdem, dass ihr zusammen arbeiten könnt! Und müsst!“. Dabei sah sie die Dunkle eindringlich an. Diese grinste gehässig, sagte jedoch nichts. „Giles, die Barriere muss erneuert werden!“ meinte Buffy dann schlicht. „Was? Nein!“ erwiderte die schwarz gekleidete Willow und erhob sich ruckhaft. Doch dadurch schien sie ins wanken zu geraten, verblieb in einer halb gebückten Stellung und lehnte sich vorsichtig an die Wand.

„Ihr dürft sie nicht wieder einsperren!“ ermahnte Illyria und fuhr fort: „Sie ist die einzige Waffe, die wir gegen diese Wesen haben! Sie hat unvorstellbare Macht!“. Beeindruckt schaute Illyria zur Dunklen und kurz darauf zur Hellen, wobei sie ihren Kopf wieder charakteristisch zur Seite neigte.

Spike zog die Augebrauen in die Höhe und fragte: „Hey, wie viele von diesen lebenden Bomben haben wir gesehen? Sieht für mich aus, als sei die Kanalisation vermint!“ Angel ging auf die schwarz gekleidete Hexe zu und fragte: „Wie schnell habt ihr euch erholt?“. Die Dunkle schaute unschlüssig zu Angel. Dann schüttelte sie einfach zu Boden und schüttelte widerwillig den Kopf. „Angel, du willst die beiden doch nicht etwa in ihrem Zustand da runter schicken?“ fragte Buffy entsetzt. Giles sah sich zunehmend weniger imstande nachzuvollziehen, was gerade passierte. Er schritt ein und meinte: „Halt, bevor irgendjemand irgendetwas weiter unternimmt, was erneut zu einer Beinahe-Katastrophe wird, wärt ihr so gütig uns zu erklären, wo ihr den Dämon gefunden habt und was überhaupt los ist?“

Buffy sah ihn an, nickte knapp und antwortete: „Dieser Dämon war nur einer von einer ganzen Bande, die wir dort unten in der Kanalisation gefunden haben! Wir wissen nicht, wie viel es insgesamt sind!“ „Oder was sie in die Luft sprengen wollen!“ ergänzte Spike. Buffy sah ihn besorgt an. Er konnte immerhin Recht haben. „Toll, und ihr habt das Ding einfach hier her gebracht?“ wollte Giles wissen. „Was hätten wir sonst tun sollen? Wir wollten den Dämon untersuchen und auseinander nehmen!“. Sie überlegte kurz und ergänzte: „Naja, nicht buchstäblich, aber…“. „Wo ist Oz?“ wollte Angel wissen. „Er wollte sich mit seinen Leuten besprechen!“ antwortete Giles. Dann sah er sich um, als die Dunkle kalt meinte: „Er konnte nicht schnell genug weg von hier!“.

„Vi? Rona?“ rief Giles nun sichtlich besorgt. Buffy schaute sich, wie der Rest der Crew ebenfalls kurz um, doch dann fuhr sie Giles an: „Heißt das etwa, dass die beiden nicht bei den Nachforschungen geholfen haben?“ fragte sie. „Sie sind wohl immer noch oben!“ antwortete er und wollte schon zur Treppe nach oben, als eine gähnende Kennedy an die Brüstung im ersten Stock heran trat und meinte: „Oben sind sie nicht!“ „Sie sind weg?“ fragte Giles erstaunt. Buffy, aufgrund des Geschehens bereits aufgewühlt, wurde ärgerlich. „Sie sind weg und keiner bekommt etwas mit?“. „Hey, ich schlief nur ne Runde, Giles wusste bescheid!“ meinte Kennedy. Giles zuckte nur unschlüssig mit den Schultern. „Sie wollten oben was bereden! Ich dachte es handelt sich um Frauenkram!“ antwortete er entschuldigend. „Frauenkram?“ wiederholte Buffy ungläubig. „Sowas kommt doch vor! Vor allem bei der Menge an Frauen hier!“ versuchte er es abermals und wurde leicht verlegen. Spike grinste nur vor sich hin und sah amüsiert zu Giles, der sich sichtlich unwohl fühlte.

Angel fasste einen Entschluss: „Wir müssen sie suchen! Sie haben keine Ahnung von diesen Dämonen!“. „Von welchen Dämonen!“ fragte Kennedy, die die Situation nicht mitverfolgt hatte. „Die beiden Willows hier schafften es eben eine Atombombe von einem Dämon zu plätten! Sag bloß du hast nichts davon mitbekommen, Dornröschen?“ fragte Faith belustigt.

Während Kennedy sich verwundert umblickte und im nächsten Moment ihren Blick auf ein kleines Häufchen Asche auf dem Boden ruhen lies, stürmte Buffy bereits zur Eingangstür. Angel drehte sich ebenfalls zur Tür, als Giles fragte: „Könnt ihr sie aufspüren?“. Er sah dabei zu den beiden Willows und fragte sich, warum niemand anderes daran gedacht hatte. Während die Dunkle kurz spöttisch auflachte, meinte die Helle: „Es kommt auf einen Versuch an! Aber zu vielem sind wir momentan nicht imstande!“. „Giles, ich denke nicht, dass die beiden, so geschwächt wie sie sind, überhaupt Magie anwenden sollten!“ meinte Wesley bestimmend. Die Dunkle antwortete verächtlich: „Schwach sind nur die Kreaturen um mich herum! So einen lächerlichen Ortungszauber könnte sogar Sommerblume da alleine hinbekommen!“.

„Du solltest dir schon eingestehen, wenn du dich nicht dazu in der Lage fühlst! Das ist kein Anzeichen von Schwäche!“ sagte Kennedy von oben zur schwarz gekleideten Willow. „Dafür ist sie zuständig!“ antwortete diese und wies mit dem Kinn in Richtung der hell gekleideten Willow. Nach kurzem zögern antwortete diese wie zu sich selbst: „Es kommt auf einen Versuch an. Aber wir können wohl nur einen Versuch wagen, nicht mehr!“. „Baby, ich kann noch so viel tun, bevor ich umfalle! Hauptsache ich kann mir die Langeweile vertreiben! Warum sollte ich mich zurück halten?“ fragte die Dunkle mit frechem Blick. „Weil das manchmal besser und klüger wäre!“ antwortete die Helle ernst. Die Dunkle frotzelte ärgerlich: „Blablabla, immer diese Zurückhaltung und Schuldzugeständnisse von dir! Du musst echt mal zeigen, was in dir steckt, Kleine! Kein Wunder, dass dich keiner ernst nimmt!“

„Hey! Es reicht!“ meinte Buffy ärgerlich. Giles runzelte die Stirn und kommentierte die Situation: „Es scheint mir als durchlebe Willow ihre Gedankenwelt in ihren jetzigen zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen!“. Faith sah ungläubig zu Giles und fragte verwundert: „Was? Soll das heißen, das ist die Art, wie sie normalerweise denkt?“. „Ähm ja... ganz recht!“ bestätigte Giles nickend. Daraufhin sah Faith wieder zu den beiden Willows und kommentierte: „Und ich dachte, meine Gedanken sind verkorkst!“. Zeitgleich drehten beide Willows ihre Köpfe zu Faith um und sahen diese fast beleidigt an. Wie als Antwort darauf zuckte Faith unschuldig mit den Schultern.

„Konzentration!“ verlangte Giles streng und lehrerhaft, bevor er nachsetzte: „Ihr müsst euch wirklich konzentrieren und es gemeinsam versuchen! Doch beim geringsten Anzeichen von Schwierigkeiten müsst ihr aufhören! Das verlange ich von euch!“. Bei den letzten Worten blickte er besorgt drein. Bevor die dunkle Willow was sagen konnte, und noch dabei war lässig abzuwinken, beeilte sich die andere zu sagen: „Sicher Giles! Wird gemacht!“. Die Dunkle sah zur Hellen und meinte spitzbübisch lächelnd: „Du kleines Luder, du! Erst mal alle zufrieden stellen und dann mich aus der Kiste packen, was? Das könnte dir so passen!“. Als die entsetzte, helle Willow darauf etwas antworten wollte, begann die Dunkle bereits lateinische Worte zu zitieren. Schnell stimmte ihr Gegenpart mit ein.

Kurz darauf öffneten beide die Augen, die eine belustigt und die andere entsetzt. „Oh nein, sie sind bei…“ begann die Helle, deren Worte von der Dunklen zu Ende geführt wurden: „… Wolfram & Hart! Und sie sind nicht alleine…!“

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